Gaming mit Kindern

Der Titel ist vielleicht etwas irreführend für meine Frage an euch, aber ich dachte, vielleicht ist so ein Thread der sich allgemein mit dem Thema kindergerechter Spiele und/ oder was und wie ihr mit eigenen oder Kindern von Freunden zockt, ganz sinnvoll.

Bei mir geht es darum, dass wir vorgestern bei Freunden von uns waren und ich irgendwann dazu abgestellt wurde, mit dem 10 jährigen Sohn etwas zu zocken. Da wir keine gemeinsame Sprachebene haben, zumindest keine ausreichende, gestaltete es sich manchmal als schwierig seine Stimmung zu lesen. Während er mich bei NBA 2K noch in zwei von drei Spielen schlug, hatte ich bei FIFA keine Lust darauf und hab ihn drei mal geschlagen und einmal relativ deutlich. Im ersten Spiel habe ich mich dabei noch bemüht ihm Dinge zu zeigen und zu erklären. Nachdem er sich aber etwas zu sehr über ein Tor gefreut hat, legte ich los, in meiner Freizeit habe ich ja keinerlei Fürsorgepflicht oder so 😄
Naja lange Geschichte kurz, am nächsten Tag bekamen wir ein Foto vom Jungen und seinem Vater, wie sie FIFA übten mit der Nachricht der Mutter, dass er sich tierisch über die Niederlagen aufgeregt hat und auf Revanche hofft. Alles scheint also fein und gut zu sein, trotzdem löste das bei mir die Frage aus: Beim Zocken mit Kindern Nachsicht oder voll drauf? Was sind da eure Ansätze? Aus meiner Erinnerung als Kind hat man mich schon häufig gewinnen lassen, aber besser waren die Runden Tony Hawks gegen 6-7 Jahre ältere Freunde meiner Schwester, die ich einfach so lang gemacht hab, obwohl die sich bemüht haben. Da ist die Erinnerung irgendwie besser als an das gewonnene Rennen bei NfS, weil mein Onkel auf einmal verlernt hat Leitplanken auszuweichen. 😄

Ansonsten aber wie gesagt, gerne auch darüber schreiben, welche Spiele ihr für besonders geeignet haltet oder wie man Kinder überhaupt gut daran führen kann.
Wieso kein Mittelweg?
Koeter
Wieso kein Mittelweg?


Das ist bei mir so ein wenig im letzten Spiel dann gewesen und ehrlich gesagt...es fühlte sich schlechter an, als im Spiel davor, wo ich recht ernst gemacht habe. Fast herabwürdigend, halt nicht alles geben, aber genau so viel, dass man gewinnt. Vielleicht aber auch die falsche Form von Mittelweg. Für mich ist das echt Neuland.
Genau diese Unsicherheit ist auch der Grund, warum ich auf Klassenfahrt vor drei Jahren einer Klasse 9 nicht am FIFA Turnier teilgenommen habe 😄
Mein Weg: Mein 13 Jähriger zerlegt mich in FIFA trotz Bemühungen meinerseitsBild für Mitglieder sichtbar
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Arcow
Fast herabwürdigend, halt nicht alles geben, aber genau so viel, dass man gewinnt. Vielleicht aber auch die falsche Form von Mittelweg. Für mich ist das echt Neuland.


Verstehe was du meinst. Hab mal jetzt meinen 10 Jährigen gefragt, der auch manchmal gern FC zockt, ob es cool ist, wenn ich absichtlich schlecht spiele, damit er gewinnt oder wenn ich ernst mache.


Er meinte, dass es für ihn okay ist, wenn ich schlecht spiele, aber am besten findet er es, wenn ich genauso „schlecht spiele“ wie er.^^


Mein 13 Jähriger dagegen meint, dass er mich ernst spielen sehen möchte, da sich ansonsten der Sieg gegen mich nicht echt anfühlt. Interessante Antwort.


Ich habe aber früher auch bewusst runtergeschaltet, denn die jedesmal vernichtend zu schlagen, hat sich für mich falsch angefühlt. Wollte sie nicht zermürben und demotivieren.
Habe aber dabei trotzdem immer darauf geachtet, dass ich nicht so ein Crush Dummie NPC war, denn sie einfach so zerstören können. Es sollte immer eine gewisse Herausforderung sein, sodass ich stets die Schwierigkeit skaliert habe, indem ich sie knapp gewinnen oder verlieren lassen habe, damit sie beide Gefühle kennenlernen.

Für mich persönlich denke ich, dass ich damit alles richtig gemacht habe, denn wie gesagt, mein 13 Jähriger ist für mich mittlerweile fast auf Augenhöhe und das ist als Vater schon cool, wenn du gegen deinen kleinen Pupser paar Jahre später richtige Competition erlebst.
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Nicht direkt videospielbezogen, habe aber letztens gegen meine Nichte, im gleichen Alter wie der Sohn deiner Freunde, Schach gespielt und dabei fast den Kürzeren gezogen. Ich hätte verloren, wenn sie sich bei einem meiner Züge nicht über ihren Schlachtplan verplappert hätte, das wäre peinlich geworden.

Darum - KEINE GNADE!
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Ich handhabe das auch immer situationsbedingt. Ist jemand überheblich hole ich ihn zuerst runter, ist jemand traurig versuche ich mich etwas anzupassen und erkläre es ihm/ihr währenddessen. Wenn jemand nur trotzig ist, spiele ich meistens etwas gemeinsames also z.B. FC zusammen statt gegeneinander.
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Warum überhaupt gleich so "competitive" loslegen, anstatt Hand in Hand erst mal ein gewisses Skillset zu trainieren? Spiele wie It takes two sind doch bestens geeignet um nicht nur Hand-Augen-Koordination zu trainieren und in schnellen Situation "adäquat" zu reagieren, sondern wie man zusammen zu einem Ziel kommt.

Wenn es Mensch dann immer noch danach verlangt sich zu "vergleichen" - anscheinend brauchen das viele - können dann entsprechende Spiele hergenommen werden.
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Solange alle auf ihrer Gesinnung beharren, wird es immer einen Feind geben.

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Machara
Warum überhaupt gleich so "competitive" loslegen, anstatt Hand in Hand erst mal ein gewisses Skillset zu trainieren? Spiele wie It takes two sind doch bestens geeignet um nicht nur Hand-Augen-Koordination zu trainieren und in schnellen Situation "adäquat" zu reagieren, sondern wie man zusammen zu einem Ziel kommt. Wenn es Mensch dann immer noch danach verlangt sich zu "vergleichen" - anscheinend brauchen das viele - können dann entsprechende Spiele hergenommen werden.


Das ist auf jeden Fall cooler Ansatz. Muss mal gucken, dass ich mir für nächstes Jahr paar gaming spezifische Sätze zurechtlege, dann muss nicht alles mit zeigen und Wortfetzen funktionieren und wir können vllt auch gemeinsam im Team gegen CPU spielen.
Der Junge scheint aber durchaus kompetitiv zu sein, wenn ich das richtig verstanden habe, ist er in seiner Altersklasse einer der Top 3 Turmspringer Chinas und nimmt diesen Wettkampfgedanken wohl in alles mit. Umso schöner fänd ich aber so einen kooperativen Weg zu finden.
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Ist glaube ich aber auch so ein kulturelles Ding in China mit der Competitiom oder? Ich mein klar, Competition ist wahrscheinlich global ein Phänomen aber wenn ich an China dabei denke, denke ich immer an diese krasse Dressur von Kindern für Wettkämpfe etc

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