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MULTI

GTAVI

3. August 2025 09:34
822 Antworten
Man muss halt auch irgendwann mal akzeptieren das sich die Zeiten ändern und wir nicht mehr im Jahr 2005 leben. Wem das alles nicht passt, alles zu woke ist, dann die Spiele einfach nicht kaufen. Wenn ich die Thumbnails von dem YouTube Kanal sehe reichts mir eigentlich schon. Wie kann man sich so einen Müll anschauen?
Mag sein; ändert aber nichts daran, dass das Writing über die Jahre qualitativ schlechter geworden ist und auch die Artikel über das Spiel derzeit nichts anderes vermuten lassen. Natürrlich hoffe ich, dass dem nicht so sein wird. Allerdings wird HR-Culture und Co. auch vor Rockstar nicht Halt gemacht haben. Die Leute, die Rockstar erst zu Rockstar gemacht haben, sind immerhin zu sehr großen Teilen auch schon weg.
Das ist einfach Zeitgeist bedingt, wir haben gewisse Dinge auch als Gesellschaft überwunden. Daher sind wir an einem Punkt, wo junge Zielgruppen manche Dinge auch nicht mehr wollen. Kernzielgruppe von GTA sind vor Allem junge Leute, weswegen in dem Spiel sicherlich auch eher deren Lebenswelt abgebildet wird, als die durchschnittliche von unserm Ü30 Club hier. Hab mir das Gameplay weitgehend angeguckt und gedacht, ah krass ich bin zu alt für manche der Themen. Sehe aber, wie das Schüler:innen von mir zum ausflippen bringen wird, weil die ihre Lebenswelt da total wieder erkennen. Glaube man muss dann manchmal auch akzeptieren aus Dingen herauszuwachsen. Ansonsten hab ich gemerkt, dass ich es eben auch für sau schwierig halte den Blick auf die Gegenwart komödiantisch zu überziehen, wenn die Realität halt maximal absurd ist. Deswegen hielt ich Florida eigentlich für ein gutes Vorbild, weil es schlicht der absurdeste Staat zu sein scheint. Im Gameplayvideo wird der Fokus aber viel stärker auf dieses Gangsterding gelegt als mir lieb wär.
Man muss halt auch irgendwann mal akzeptieren das sich die Zeiten ändern und wir nicht mehr im Jahr 2005 leben. Wem das alles nicht passt, alles zu woke ist, dann die Spiele einfach nicht kaufen.
Mir gehts nicht um Wokeness, sondern darum, dass die GTA Reihe seit GTA3 eine der schärfsten gesellschaftskritischen Parodien der modernen Popkultur darstellt. Für mich ist das eine Frage von Kunstfreiheit. Genau wie Journalisten ihre Pressefreiheit brauhcen, um frei arbeiten zu können, muss man auch seine Kunst in Form eines Spiels komplett frei gestalten dürfen. Ob narzisstische, skrupellose soziopathische CEOs, konservative & waffennarrische Politiker vs. rückgratlose liberale Politiker, realitätsferne Hollywood-Elite, südstaatenflagge tragender White-Trash, paranoide Aluhutträger, Sexismus als "Konsumgut", moralische Verlogenheit tief religiöser Politiker, die heimlich einer Homoaffäre nachgehen, Trevors Pansexualität, die tiefe, homophobe Unsicherheiten bei seinen Gegenübern entlarvt und und und ... all das sind Aspekte, die zum Nachdenken anregen und nicht despektierlich in das Spiel eingebaut wurden, sondern das Gegenteil von Despektierlichkeit lehren sollen. Das sind auf den ersten Blick im Spiel viellleicht "spaßige" Gags, die aber in ihrer Gänze ein so umfangreiches satirisches Bild zeichnen, bzw. den USA einen Spiegel vorhalten, bei dem keiner ungeschoren davonkommt. Diese Satire fällt in ihrer Wirkung viel größer als ein bloßer Homo- oder rassistischer Joke aus, als welcher manche Punchline oder Phrase bei vielen Spielern vermutlich oberflächlich einfach so rüberkommt, und kann sich erst durch diesen extremen Biss überhaupt richtig entfalten. Wenn man jetzt schon anfängt und versucht sich für Satire zu rechtfertigen, gewisse Themen ausklammert und nur noch mit Samthandschuhen anfasst, ist das für mich ein Zeichen, dass man sich nicht mehr traut, so ausufernd und "frei" zu arbeiten. Und genau damit bleibt am Ende ein riesiger Teil von dem, was GTA eigentlich ausmacht, auf der Strecke. Das sind jetz nur meine Gedanken zum Interview und aus dem uns anerzogenen GTA, wie wir es kennen und mögen. Das heißt nicht automatisch, dass GTA VI am Ende zahm ausfallen wird, aber es ist eben eine Sorge von mir.
Signatur:
(╯°□°)╯︵ ┻━┻

[JUSTIFY]Das ist einfach Zeitgeist bedingt, wir haben gewisse Dinge auch als Gesellschaft überwunden. Daher sind wir an einem Punkt, wo junge Zielgruppen manche Dinge auch nicht mehr wollen. Kernzielgruppe von GTA sind vor Allem junge Leute, weswegen in dem Spiel sicherlich auch eher deren Lebenswelt abgebildet wird, als die durchschnittliche von unserm Ü30 Club hier. Hab mir das Gameplay weitgehend angeguckt und gedacht, ah krass ich bin zu alt für manche der Themen. Sehe aber, wie das Schüler:innen von mir zum ausflippen bringen wird, weil die ihre Lebenswelt da total wieder erkennen. Glaube man muss dann manchmal auch akzeptieren aus Dingen herauszuwachsen.[/JUSTIFY]

[JUSTIFY]Das sehe ich persönlich kritisch, weil gerade jüngere Leute immer stärker aus dem Hobby gepreist werden:
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Ich gehe schon davon aus, dass die AAA-Industrie sich langsam damit anfreunden muss, dass der Markt mittlerweile gesättigt ist und sich - gerade in EU / NA - nicht weiter vergrößern lässt. Im Zweifel wird der Markt sogar eher schrumpfen. Wachstumspotential sehe ich woanders und "woanders" hat bislang noch starke ökonomische Probleme, um überhaupt am Markt teilnehmen zu können. In digital only Zeiten (ggf. ohne regional pricing) und den sehr starken PSN-Beschränkungen sieht das eher düster aus.[/JUSTIFY]

[JUSTIFY]Ansonsten hab ich gemerkt, dass ich es eben auch für sau schwierig halte den Blick auf die Gegenwart komödiantisch zu überziehen, wenn die Realität halt maximal absurd ist. Deswegen hielt ich Florida eigentlich für ein gutes Vorbild, weil es schlicht der absurdeste Staat zu sein scheint. Im Gameplayvideo wird der Fokus aber viel stärker auf dieses Gangsterding gelegt als mir lieb wär.[/JUSTIFY]

[JUSTIFY]Florida - zumindest Miami - soll ja durchaus dystopische Züge haben. Vermutlich ist das hier stark überzeichnet, wird in Grundzügen wohl aber Kernwahrheiten abbilden:
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Mir gehts nicht um Wokeness, sondern darum, dass die GTA Reihe seit GTA3 eine der schärfsten gesellschaftskritischen Parodien der modernen Popkultur darstellt.
Mein Kommentar war nur auf das Video bzw. den YouTube Kanal bezogen. Hat mich kurz getriggert weil ich diese Debatte alles nur noch woke, gay, uglyfiziert usw. nicht mehr sehen kann. :Fresse: Dein gepostetes Interview habe ich mir ehrlich gesagt noch nicht durchgelesen. ^^
Wenn man jetzt schon anfängt und versucht sich für Satire zu rechtfertigen, gewisse Themen ausklammert und nur noch mit Samthandschuhen anfasst, ist das für mich ein Zeichen, dass man sich nicht mehr traut, so ausufernd und "frei" zu arbeiten. Und genau damit bleibt am Ende ein riesiger Teil von dem, was GTA eigentlich ausmacht, auf der Strecke.
Das werden wir dann sehen ob es extrem weichgespült ist um nicht anzuecken, oder ob noch genug Satire enthalten ist. In den Leaks gab es doch schon Anspielungen auf die MAGA-Bewegung. Ich denke es wird schon einiges in der Richtung enthalten sein, aber ich wäre auch nicht überrascht wenn man da ein bisschen vorsichtiger/zurückhaltender geworden ist.
[JUSTIFY]Das sehe ich persönlich kritisch, weil gerade jüngere Leute immer stärker aus dem Hobby gepreist werden:[/JUSTIFY]
Das seh ich nicht so, Spiele waren noch nie so günstig wie heute, vor allem in der Gesamtheit wenn man bedenkt was diese Titel heutzutage nach kurzer Zeit schon nur mehr kosten und wie viel von Epic und Co. mehr oder weniger verschenkt wird. Bei der Hardware siehts natürlich anders aus.
Ob narzisstische, skrupellose soziopathische CEOs, konservative & waffennarrische Politiker vs. rückgratlose liberale Politiker, realitätsferne Hollywood-Elite, südstaatenflagge tragender White-Trash, paranoide Aluhutträger, Sexismus als "Konsumgut", moralische Verlogenheit tief religiöser Politiker, die heimlich einer Homoaffäre nachgehen, Trevors Pansexualität, die tiefe, homophobe Unsicherheiten bei seinen Gegenübern entlarvt und und und ... all das sind Aspekte, die zum Nachdenken anregen und nicht despektierlich in das Spiel eingebaut wurden, sondern das Gegenteil von Despektierlichkeit lehren sollen.
Den Großteil davon hätte ich in dem gezeigten Gameplay schon in irgendeiner Form gesehen.
Wenn ihr das Video in höherer Qualität wollt mit über 13GB gibt es den Link hier: Kann man auch runterladen.
Signatur:
-PC: RTX 5070 Ti / Ryzen 5700X / Gigabyte B550I Pro AX/ 32GB DDR4 / 2x NVMe 3TB / Cooler Master NR200 ITX / Mac Mini M4/ Gaming: LG 55G5 OLED -TV Heimkino: LG 65C2 OLED, Canton Chrono 5.1 -Konsolen: PS5 Pro, Nintendo Switch
Das seh ich nicht so, Spiele waren noch nie so günstig wie heute, vor allem in der Gesamtheit wenn man bedenkt was diese Titel heutzutage nach kurzer Zeit schon nur mehr kosten und wie viel von Epic und Co. mehr oder weniger verschenkt wird.
80 Taler für die Broke Boii Version sind für junge Spieler im heutigen politischen Umfeld extrem viel Geld. Junge Menschen sehen mehr und mehr, wie Entry-Level-Jobs davonrauschen; dazu kommen immer höhere Lebenshaltungskosten, u.a. weil junge Menschen disproportional die fehlgeleitete Wohnungspolitik ausbaden müssen. AAA Spiele sind teuer. Der Markt, der für junge Menschen gerade deshalb interessant ist, ist der F2P- und Indie-Markt.

Mir gehts nicht um Wokeness, sondern darum, dass die GTA Reihe seit GTA3 eine der schärfsten gesellschaftskritischen Parodien der modernen Popkultur darstellt. Für mich ist das eine Frage von Kunstfreiheit. Genau wie Journalisten ihre Pressefreiheit brauhcen, um frei arbeiten zu können, muss man auch seine Kunst in Form eines Spiels komplett frei gestalten dürfen.

Ob narzisstische, skrupellose soziopathische CEOs, konservative & waffennarrische Politiker vs. rückgratlose liberale Politiker, realitätsferne Hollywood-Elite, südstaatenflagge tragender White-Trash, paranoide Aluhutträger, Sexismus als "Konsumgut", moralische Verlogenheit tief religiöser Politiker, die heimlich einer Homoaffäre nachgehen, Trevors Pansexualität, die tiefe, homophobe Unsicherheiten bei seinen Gegenübern entlarvt und und und ... all das sind Aspekte, die zum Nachdenken anregen und nicht despektierlich in das Spiel eingebaut wurden, sondern das Gegenteil von Despektierlichkeit lehren sollen.

Das sind auf den ersten Blick im Spiel viellleicht "spaßige" Gags, die aber in ihrer Gänze ein so umfangreiches satirisches Bild zeichnen, bzw. den USA einen Spiegel vorhalten, bei dem keiner ungeschoren davonkommt. Diese Satire fällt in ihrer Wirkung viel größer als ein bloßer Homo- oder rassistischer Joke aus, als welcher manche Punchline oder Phrase bei vielen Spielern vermutlich oberflächlich einfach so rüberkommt, und kann sich erst durch diesen extremen Biss überhaupt richtig entfalten.

Da haben wir doch aber das Problem, das sind genau die Dinge, die momentan scharfe Einschränkungen in den USA erleben, zwar immer noch stattfinden, aber sich dauernder Attacken seitens der Regierung ausgesetzt sehen. Will man als Unternehmen, dass am Ende Gewinn machen will, vielleicht vermeiden. Weil man auch einer großen Zahl der Spieler:innen damit auf die Füße treten würde und mindestens die Hälfte davon, scheint aus der Außenbetrachtung so, hat da auch keinen Sinn über sich selbst lachen zu können.
Abgesehen davon sehe ich Elemente dessen aber schon in dem Gameplay und ich glaube abschließend kann man das sowieso erst nach beenden der Story bewerten. Im gezeigten lag mir der Fokus klar zu sehr auf dem Gangster Kram, aber die gezeigten Locations lassen ja schon hoffen, dass da die wilden Florida Man Stories stattfinden und der perverse Immobilienmarkt Miamis bloßgestellt wird.


Wenn man jetzt schon anfängt und versucht sich für Satire zu rechtfertigen, gewisse Themen ausklammert und nur noch mit Samthandschuhen anfasst, ist das für mich ein Zeichen, dass man sich nicht mehr traut, so ausufernd und "frei" zu arbeiten. Und genau damit bleibt am Ende ein riesiger Teil von dem, was GTA eigentlich ausmacht, auf der Strecke.

Das sind jetz nur meine Gedanken zum Interview und aus dem uns anerzogenen GTA, wie wir es kennen und mögen. Das heißt nicht automatisch, dass GTA VI am Ende zahm ausfallen wird, aber es ist eben eine Sorge von mir.


Dem kann ich voll zustimmen, ich glaube aber auf Grund des Klimas und der größte von GTA, kann GTA sich das vielleicht nicht mehr erlauben. Das ist einfach zu groß geworden, im negativen Sinne. Aber sorgen wir aufs Beste 😀


[JUSTIFY]Das sehe ich persönlich kritisch, weil gerade jüngere Leute immer stärker aus dem Hobby gepreist werden:
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Ich gehe schon davon aus, dass die AAA-Industrie sich langsam damit anfreunden muss, dass der Markt mittlerweile gesättigt ist und sich - gerade in EU / NA - nicht weiter vergrößern lässt. Im Zweifel wird der Markt sogar eher schrumpfen. Wachstumspotential sehe ich woanders und "woanders" hat bislang noch starke ökonomische Probleme, um überhaupt am Markt teilnehmen zu können. In digital only Zeiten (ggf. ohne regional pricing) und den sehr starken PSN-Beschränkungen sieht das eher düster aus.[/JUSTIFY]

Volle Zustimmung was die Übersättigung des Marktes angeht und bedingt auch zu dem Thema mit jüngeren Leuten. Gen Alpha, ganz klar, komplett Roblox, Minecraft und Fortnite. Das ist Gaming für die und da steckt auch nix tiefergehendes hinter. Spiele die nicht über Smartphone zugänglich sind, existieren für die Generation kaum im Alltag, als Kleinkind vielleicht noch Switch gespielt und jetzt eine PlayStation 4/5 für Fortnite und EA FC, aber mehr findet da nicht statt. Die ganz jungen davon, werden, durch Hardwarepreise sicherlich rausgehalten. Ausnahmen gibt es natürlich immer, aber ja da interpretiert eine Generation das Hobby gänzlich anders. Was das für Unternehmen bedeutet ist mir egal, ich sehe da eher ein Problem für die Zukunft. Wer entwickelt in so einer Generation denn neue Spiele? Neue Spieleideen, nicht immer nur aufgewärmtes, sondern mal was innovatives? Das wird spannend. Wie dann der Markt letztendlich reagiert, außer endlich gesundschrumpfen, das wird spannend.
Bei Gen Z würde ich hingegen sagen, die sind noch gut im Hobby angekommen und da finden ja auch die meisten Streamer statt. Da kommen bestimmt auch gute Spiele in der Zukunft raus. Wirtschaftlich starten die gerade erst in ihre kaufkräftigste Zeit, daher mache ich mir da auch keine Sorgen. Außer die, dass deren Interessen eben jetzt langsam die der Millennials überlagern und Spiele dadurch noch weniger für mich gemacht werden, weil in der Generation ja mit höherem Alter mehr Leute das Hobby verlassen.
Insgesamt stimme ich dir aber bei der düsteren Aussicht für den Markt zu.




[JUSTIFY]Florida - zumindest Miami - soll ja durchaus dystopische Züge haben. Vermutlich ist das hier stark überzeichnet, wird in Grundzügen wohl aber Kernwahrheiten abbilden:
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Leider gerade keine Zeit zu schauen, aber alles was ich über Florida oder spezifischer Miami gelesen, von Bekannten gehört und online geschaut habe, würde mich auch bei der oder einer ähnlichen Überschrift rauskommen lassen.
Wer das DF Video sehen will:
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