Kaufen wir zu viele Spiele oder ist Gaming einfach nicht mehr besonders?

Mir ist in letzter Zeit etwas aufgefallen! Gefühlt erscheinen ständig neue Spiele. Nicht unbedingt große AAA Titel, sondern vor allem unzählige Indie Games, Remakes, Live Service Projekte, Updates, Season Pässe und Shadow Drops. Dazu kommen täglich neue Trailer und Empfehlungen zu Games, von denen man vorher noch nie etwas gehört hat.

Früher hatte man vielleicht seine 5 bis 10 Spiele im Jahr, auf die man sich wirklich gefreut hat. Man hat Reviews gelesen, Demos gespielt, Tests abgewartet und dann bewusst gekauft. Heute ist alles sofort verfügbar. Sale hier, Game Pass dort, Bundle Angebote, Early Access. Man könnte theoretisch jeden Monat mehrere neue Spiele anfangen. Auch habe ich das Gefühl, dass dieses gewisse neues fehlt und lieber Remakes von Remakes gemacht werden um uns zu melken.

Aber genau da kommt bei mir die Frage auf:

Ist dadurch etwas verloren gegangen?
Fühlt sich Gaming für euch noch besonders an?
Oder sind wir einfach übersättigt?

Kauft ihr Spiele noch zum Release oder wartet ihr grundsätzlich ab?
Greift ihr eher im Sale zu, weil es günstig ist, oder kauft ihr nur noch sehr gezielt?
Habt ihr das Gefühl, dass Spiele früher „wertiger“ waren oder ist das einfach Nostalgie?

Mich würde interessieren, wie euer aktuelles Kaufverhalten aussieht und ob ihr manchmal auch dieses Gefühl habt, dass man zwar mehr Auswahl hat als je zuvor, aber weniger Begeisterung.
GagGorilla
Ist dadurch etwas verloren gegangen?


Was soll verloren gegangen sein? Gerade weil der AAA Markt gerade so abkackt und im absolutem Einheitsbrei versinkt, nimmt dadurch der Indie Markt mehr und mehr fahrt auf.

GagGorilla
Fühlt sich Gaming für euch noch besonders an?


Klar. Sofern man nicht nur im AAA Bereich unterwegs ist, hat man genug Auswahl und man entdeckt mindestens eins - zwei Perlen im Jahr.

GagGorilla
Kauft ihr Spiele noch zum Release oder wartet ihr grundsätzlich ab?


Indie Bereich meistens ja, AAA Bereich nur noch nach Jahren im Sale, evtl.

GagGorilla
Habt ihr das Gefühl, dass Spiele früher „wertiger“ waren oder ist das einfach Nostalgie?


Das ist Nostalgie mit rosa roten Brille par excellence.
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Solange alle auf ihrer Gesinnung beharren, wird es immer einen Feind geben.

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Ich finde, dass es genau so ist, wie du sagst, Gorilla. Und nicht nur bei Spielen. Musik, Serien, Filme, alles ist immer mehr, immer generischer, jederzeit verfügbar. Die Qualität schwindet, die Ehrfurcht der Nutzer ebenso. Mehr habe ich persönlich dazu tatsächlich nicht zu sagen. Es wird Zeit, dass sich alles mal wieder gesundschrumpft. Ich persönlich halte es aber so, wie Machara, auch wenn das oldschool sein mag. ^^
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Mehr Auswahl hat man definitiv, aber an den AAA Spielen hab ich mich tatsächlich fast satt gespielt, immer größer immer mehr um einen möglichst lang daran zu fesseln, oder weekle Chalanges am besten wie bei Forza wo man dann noch Autos verpassen kann.
Ich hab einfach nur noch einen Bruchteil an Zeit zum zocken, da sonder ich aus.
AAA Spiele die ich 2025 gezockt habe, kann man an einer Hand abzählen.
Vorbestellt habe ich nur KCD 2 und EX 33.
Und BF6 aber da war nach anfänglichen Hype nach 20-30h die Luft raus.

Ich habe im moment an AA Games oder Indies mehr Spaß, weil die einem die Zeit nicht klauen.
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Das ist halt so der Segen und Fluch zugleich an der schier unendlichen Auswahl, nicht nur bei Games - wie Koeter schon geschrieben hat - sondern auch bei Filmen, Musik und Serien.
AI, gerade AI Slop wird dem ganzen noch die Krone aufsetzen.
Aber solange man immer seine Augen mal nach links, mitte, rechts, oben oder unten richtet, wird man immer was finden, was einem Spaß macht und man auch wertschätzen kann.
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Solange alle auf ihrer Gesinnung beharren, wird es immer einen Feind geben.

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GagGorilla
ob ihr manchmal auch dieses Gefühl habt, dass man zwar mehr Auswahl hat als je zuvor, aber weniger Begeisterung.


Immer öfter empfinde ich das so.

Die wirklich außergewöhnlichen Spiele finde ich mittlerweile auch eher im Indie-Bereich.
Durch die Masse sind gute Spiele auch schwerer zu finden wie früher.

Ich kaufe mittlerweile weniger Spiele pro Jahr als früher. Früher ca. 5-10 Spiele pro Jahr, die letzten 1,5 Jahre ca. 5-6 Spiele...

Zum Glück habe ich aber auch die letzten Jahre immer noch mindestens 1 Spiel pro Jahr gefunden, dass ich wirklich klasse fand (y)
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Koeter
Ich finde, dass es genau so ist, wie du sagst, Gorilla. Und nicht nur bei Spielen. Musik, Serien, Filme, alles ist immer mehr, immer generischer, jederzeit verfügbar.


Mein erster Gedanke nach dem Startpost war auch das wir die selbe Problematik ja auch bei Filmen und Serien haben.
Dank Netflix, Prime und Konsorten haben wir Filme und Serien im Überfluss, und doch sitzt man gefühlt jeden zweiten Abend vor der Glotze, wühlt sich 20 Minuten durch das Material, und findet am Ende doch nichts Gescheites.
Und so geht´s mir beim Gaming schon seit Jahren. Ich kann den ganzen Müll nicht mehr sehen, und gute Spiele kann ich im Jahr an einer Hand abzählen.
Wenn ich schon sehe wie heutzutage die Kuh gemolken wird ... da werden dutzende Horizons und viel zu viele GaaS Projekte in Auftrag gegeben (die dann eh nie das Licht der Welt erblicken).
Und auf Spiele mit Qualität (zB GTA6, Intergalactic, usw) wartet man dann viele viele Jahre. Und selten haut man zwischendurch auch mal ein Claire Obscure raus.
Naja, was will ich mich eigentlich beschweren. Gaming war für mich noch nie so billig (logisch wenn nichts mehr von Interesse ist).
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Was mir auch sehr stark auffällt ist das Games im allgemeinen gute bis sehr gute Wertungen heute sehr schnell bekommen. Das heutige 75% waren früher eher eine 60-65%
Also für mich gibt es jedes Jahr Spiele die mich begeistern und richtig gut sind. Kann nicht sagen das es sich dahingehend verschlechtert hätte. Nach über 25 Jahren zocken ist es aber natürlich auch klar das man nur noch selten überrascht wird mit was wirklich neuen. Zwischendurch habe ich auch meine Phasen wo ich nichts finde und kein Spiel wirklich Spaß macht, aber dann wird eine kurze Gaming Pause eingelegt. Schon oft 2-3 Monate gar nichts gezockt. Das Angebot ist heutzutage natürlich deutlich größer und einfacher zu erreichen als früher, also muss man mehr filtern um die guten Games zu finden.
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Überrascht muss ich auch gar nicht werden. Aber man hat die Kunst heute verloren ein Spiel mit guter Story knackig zu machen. Heute wird alles gestreckt mit unendlich viel Nebenaufgaben oder belangloses. Ich z.B. bin heute eher von 12-20 Stunden Games, welche mich von Minute 1 bis zum Abspann durchwegs unterhalten haben, also von 100 Stunden Games, wo man aber 85% davon nur der Botengänger ist.

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