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»Klaut es einfach« - Entwickler ruft zu Piraterie auf, statt sein Spiel billig über Steamkey-Reseller zu kaufen

17. August 2026 15:12
18 Antworten
Ich kaufe seit über 10 Jahren bei Kinguin und Loaded (ehemals CDKeys). Nie Probleme gehabt und super Kundenservice. Mir hat Kinguin sogar mal das Geld für einen Key erstattet nachdem Kauf, weil ausgerechnet in der Woche Epic das Game als Freebie raushaute weg
Spricht ja auch nichts dagegen, nur kommt ja die Kritik nicht von ungefähr und ist mit einem einfachen:
Also diese Aussage vom Entwickler kann nur Unsinn sein.
abgetan. Liegt halt vieles im Graubereich und Differenzierung + Hintergrundinformation schadet ja bekanntlich - fast - nie. Für mich persönlich handhabe es so: Indie Titel - wenn möglich - kaufe ich immer in Shops selber, meistens Steam, sind ja teilweise eh so günstig und häufig im Angebot, da braucht es keinen Key-Reseller, nur um ein paar Cents zu sparen. In anderen Ländern - gerade mit schwächerer Kaufkraft - verstehe ich dann schon eher den Schritt zum Key-Reseller.
Verstehe dann die Motivation hinter seiner Aussage nicht, es sei denn, es gibt Beef zwischen dem Studio und Reseller-Seiten.
Die Kritik an Graumarkt-Key-Resellern ist jetzt nicht neu, sondern im Grunde so alt wie Steam selbst. Das hat genau gar nichts mit diesem einen Entwickler zu tun. Und zu behaupten, dass cdkeys und Co. ihre Keys alle brav beim Publisher kaufen, ist natürlich kompletter Schwachsinn. Die Dreistigkeit, so etwas ernsthaft zu behaupten, ist absolut unfassbar. Und das weiß auch jeder, der schon einmal 32€ für einen Key für einen Vollpreistitel vor Release auf einer dieser Seiten gezahlt hat.
Woher haben sie denn dann die Keys? Einen Kegen wird es da wohl nicht geben ^^
Woher haben sie denn dann die Keys? Einen Kegen wird es da wohl nicht geben ^^
Hab mal ChatGPT zu Loaded und Kinguin angehauen, bei denen ich zu 99% kaufe, woher sie ihre Keys beziehen. Antwort:
Spoiler
Kurz gesagt: Loaded und Kinguin funktionieren ziemlich unterschiedlich. Loaded Loaded (früher CDKeys) sagt, dass es seine Keys direkt von einem Netzwerk geprüfter Großhändler und Publisher bezieht. Die Keys werden laut Loaded in größeren Mengen eingekauft. Die Lieferkette sieht vereinfacht so aus: Publisher → autorisierter Distributor/Großhändler → Loaded → du Loaded behauptet ausdrücklich, ausschließlich mit verifizierten Distributoren bzw. Publishern zu arbeiten. Kinguin Kinguin ist dagegen kein klassischer Händler, sondern ein Marketplace, eher vergleichbar mit eBay. Dort verkaufen viele verschiedene Händler ihre Keys. Diese Händler können ihre Ware beispielsweise zuvor bei Publishern, Großhändlern oder anderen autorisierten Vertriebspartnern eingekauft haben. Kinguin selbst erklärt, dass viele professionelle Verkäufer Keys direkt bzw. über die offizielle Vertriebskette beziehen und in großen Mengen einkaufen. Vereinfacht: Publisher → Distributor/Großhändler → Händler → Kinguin → du Wichtig ist aber: Kinguin garantiert nicht, dass jeder einzelne Key aus exakt derselben Quelle stammt. Laut den aktuellen Bedingungen ist Kinguin lediglich die Plattform; der jeweilige Verkäufer ist für das angebotene Produkt verantwortlich. Kinguin führt allerdings Händlerprüfungen und KYC-Kontrollen durch. Warum ist Loaded oft teurer als Kinguin? Das erklärt einen Teil des Preisunterschieds:
  • Loaded: kauft selbst große Mengen ein und kalkuliert seine eigene Marge.
  • Kinguin: viele Händler konkurrieren miteinander → teilweise extrem niedrige Preise.
  • Bei Kinguin kann die Herkunft daher je nach Verkäufer unterschiedlich sein.
  • Bei Loaded ist die Lieferkette vergleichsweise stärker zentralisiert.
Das bedeutet allerdings nicht automatisch „Loaded = sicher, Kinguin = illegal“. Ein Kinguin-Key kann genauso aus einer völlig normalen Großhandelsquelle stammen. Der entscheidende Unterschied ist, dass du bei Kinguin stärker darauf achten solltest, welcher Händler hinter dem konkreten Angebot steht. Wenn du möchtest, kann ich dir auch erklären, wie diese Händler die Keys teilweise 20–70 % unter Steam-/PSN-/Xbox-Preisen anbieten können – einschließlich Regionalarbitrage, Großhandelsrabatten und den umstrittenen Quellen mancher Gray-Market-Keys.
Wie die günstigen Preise zustande kommen können, wollte ich dann auch noch gerne wissen. Antwort:
Spoiler
Klar. Der wichtigste Punkt ist: Ein Key kann deutlich billiger sein, ohne dass er „gestohlen“ sein muss – aber je weiter der Preis vom offiziellen Preis abweicht, desto mehr mögliche Erklärungen gibt es. 1. Großhandel und Mengenrabatte Publisher verkaufen Spiele nicht immer nur einzeln für 60–70 €. Distributoren kaufen teilweise Tausende Keys auf einmal und bekommen entsprechende Konditionen. Beispiel: Publisher → Distributor: 20 € Distributor → Händler: 22 € Händler → Kunde: 25 € Der offizielle Store kann dasselbe Spiel weiterhin für 50–60 € anbieten. Das ist eine ganz normale Vertriebskette. 2. Regionale Preisunterschiede Das ist einer der wichtigsten Gründe. Ein Publisher kann beispielsweise festlegen:
  • Deutschland: 60 €
  • USA: 50 €
  • Türkei: 20 €
  • Argentinien: 15 €
Wenn ein Händler Keys aus einem günstigeren Markt einkauft und diese anschließend in einem anderen Markt verkauft, entsteht die große Preisdifferenz. Das Problem: Nicht jeder Key darf überall aktiviert werden. Deshalb steht bei solchen Angeboten häufig etwas wie:
  • EU
  • ROW (Rest of World)
  • LATAM
  • RU/CIS
  • Global
  • Deutschland
Ein günstiger Key ist also nicht zwangsläufig ein schlechter Key – aber man muss auf die Aktivierungsregion achten. 3. Kostenlose oder extrem günstige Bundle-Keys Publisher verteilen Spiele manchmal über:
  • Humble Bundles
  • Fanatical
  • Game Bundles
  • Grafikkarten-/Hardware-Aktionen
  • Abonnements
  • Promotion-Aktionen
Ein Händler kann solche Keys anschließend weiterverkaufen. Beispielsweise könnte ein Bundle effektiv 3 € pro Spiel kosten, obwohl das Spiel normalerweise 30 € kostet. 4. Händler kaufen bei anderen Händlern Gerade auf Marktplätzen wie Kinguin wird es komplizierter. Ein Verkäufer kann seine Keys von einem Großhändler bekommen. Ein anderer Verkäufer kauft wiederum bei einem anderen Händler. Dadurch kann die Kette beispielsweise so aussehen: Publisher → Distributor → Händler A → Händler B → Kinguin → Kunde Je länger die Kette wird, desto schwieriger wird es, die ursprüngliche Quelle jedes einzelnen Keys nachzuvollziehen. 5. Und hier beginnt der „Gray Market“ Der Begriff Gray Market bedeutet nicht automatisch illegal. Er beschreibt vereinfacht Waren, die echt und funktionsfähig sein können, aber außerhalb des vom Hersteller vorgesehenen Vertriebswegs verkauft werden. Das kann beispielsweise ein Key sein, der ursprünglich für einen anderen Markt gedacht war. Deshalb können zwei Dinge gleichzeitig wahr sein: Der Key ist echt und funktioniert. Der Verkauf entspricht trotzdem möglicherweise nicht dem vom Publisher gewünschten Vertriebsweg. 6. Die problematischeren Quellen Es gibt allerdings auch Fälle, bei denen die Herkunft eines Keys wesentlich fragwürdiger ist. Zum Beispiel: Gestohlene Kreditkarten → Spiele gekauft → Keys weiterverkauft Wenn der Karteninhaber die Zahlung später zurückbucht, kann der Publisher feststellen, dass die Keys mit einer betrügerischen Zahlung gekauft wurden. Dann kann es passieren, dass ein bereits aktivierter Key nachträglich deaktiviert wird. Das ist einer der Gründe, warum ein Key zunächst problemlos funktionieren kann und erst später Probleme entstehen. 7. Warum sind manche Kinguin-Angebote absurd billig? Nehmen wir an, ein Spiel kostet offiziell 60 €. Auf Kinguin findest du es für 12 €. Dann könnten beispielsweise mehrere Faktoren zusammenkommen: Regionale Preisunterschiede
  • Großhandelsrabatt
  • Bundle-/Promotionskey
  • niedrige Händler-Marge
  • Währungseffekte = sehr niedriger Preis.
Aber: Bei einem extrem niedrigen Preis steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Herkunft ungewöhnlich ist oder dass es sich um ein Angebot mit speziellen Einschränkungen handelt. Und wo steht Loaded dabei? Loaded/CDKeys versucht, dieses Risiko stärker selbst zu kontrollieren. Das Geschäftsmodell ist eher: Loaded kauft → Loaded verkauft → Loaded trägt das Geschäftsrisiko. Bei Kinguin ist es: verschiedene Verkäufer kaufen → Verkäufer bieten auf Kinguin an → du kaufst beim jeweiligen Verkäufer. Deshalb würde ich bei einem Vergleich nicht einfach sagen: „Kinguin ist unseriös und Loaded ist seriös.“ Sondern eher: Loaded kontrolliert die eigene Beschaffung stärker; bei Kinguin musst du zusätzlich dem konkreten Marketplace-Verkäufer und der Herkunft seines Angebots vertrauen. Wenn du mir ein konkretes Spiel und die Preise bei Steam, Loaded und Kinguin nennst, kann ich dir auch anhand des Preisunterschieds erklären, warum gerade dieses Angebot so billig ist und worauf ich beim Kauf achten würde.
Vielleicht mache ich es mir leicht, aber ich hatte vorher schon kein schlechtes Gewissen bei beiden zu kaufen und habe es nach diesen Antworten sogar noch weniger. Interessanterweise habe ich CDKeys/Loaded auch früher immer bevorzugt. Finde es interessant, dass lt. KI Loaded auch am ehesten legit ist. Da lag mein Bauchgefühl wieder mal richtig.
Ich auch nicht! Denn wäre das alles illegal gäbe es Kinguin oder Instant Gaming schon ewig nicht mehr.
Hätte dennoch Schiss, gerade bei diesen Marketplaces, einen faulen Key oder Guthaben zu bekommen und daraufhin meinen Account zu verlieren. Ist es mir nicht (mehr) wert. Kaufe eh so wenig PC Spiele und erst recht nicht zum Release, warte dann lieber auf gute Sales.
Signatur:
(╯°□°)╯︵ ┻━┻
Wo wurde denn schon jemals ganzer Account gesperrt? Kannst kaum den Käufer komplett in die Verantwortung ziehen. Wenn dann wird halt nur die Lizenz von dem einem Game entzogen. Sicher nicht dein Steam, EA Origin, Ubisoft, Epic Account gesperrt. Selber habe ich meine Games eh über mehrere Launcher verteilt. Würde nie auf nur ein Steam Konto setzen was durch ganz andere Quellen gehackt werden könnte und dann ganze Spielsammlung drin wäre.
Signatur:
-PC: RTX 5070 Ti / Ryzen 5700X / Gigabyte B550I Pro AX/ 32GB DDR4 / 2x NVMe 3TB / Cooler Master NR200 ITX / Mac Mini M4/ Gaming: LG 55G5 OLED -TV Heimkino: LG 65C2 OLED, Canton Chrono 5.1 -Konsolen: PS5 Pro, Nintendo Switch
Wo wurde denn schon jemals ganzer Account gesperrt? Kannst kaum den Käufer komplett in die Verantwortung ziehen. Wenn dann wird halt nur die Lizenz von dem einem Game entzogen. Sicher nicht dein Steam, EA Origin, Ubisoft, Epic Account gesperrt.
Bei Spielen ja, bei Guthaben kann es schnell anders aussehen.
Signatur:
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