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Psychologie, Philosophie und andere Geisteswissenschaften

29. Oktober 2025 18:30
118 Antworten
Gerade "Nicht Lösungen anzubieten" war für viele Personen sehr schwer auszuhalten in der Ausbildung. Darauf wurde aber immer wieder aufmerksam gemacht. Als systemischer Berater/Therapeut bist du in der Rolle das vorgestellte System (des Klienten) mit respektvollem Abstand zu beobachten, zu erkunden und manchmal auch bewusst zu irritieren, sodass Veränderungsprozesse intrinsisch motiviert entstehen, denn auch das ist eine grundlegende Theorie: Systeme können nicht von außen nachhaltig verändert werden. Veränderungen entstehen immer nur von innen heraus und haben auch Systemgrenzen.
Ja ok. Aber man kann in bestimmten Richtungen lenken und beeinflussen.
Ja ok. Aber man kann in bestimmten Richtungen lenken und beeinflussen.
Das wäre aber konträr zur systemischen Haltung, da es implizieren würde, dass der Therapeut besser weiß, was gut für das System ist.
Das wäre aber konträr zur systemischen Haltung, da es implizieren würde, dass der Therapeut besser weiß, was gut für das System ist.
Sollte er das nicht. Wenn das Systeme aus seinem Fachgebiet sind? Alles andere ist noch sehr abstrakt und nichts konkretes.
Sollte er das nicht. Wenn das Systeme aus seinem Fachgebiet sind? Alles andere ist noch sehr abstrakt und nichts konkretes.
Sicherlich aus anderer Perspektive als @AzRaeL , würde ich es als anmaßend empfinden in einer Beratungssituation. Vielmehr möchte ich dabei helfen, Fehlverhalten, eigene Perspektiven oder Ähnliches zu erkennen, reflektieren und anzupassen, wie es einem selbst auch möglich ist. Man zeigt Optionen, macht Vorschläge, aber ich würde nie sagen, das ist jetzt der richtige Weg. Wie schon erwähnt, das muss intrinsisch passieren, sonst ist das nicht nachhaltig. Natürlich ausgenommen es gibt da ganz klare Anweisungen, was in der Schule zumindest, dann doch schonmal vorkommt
Sicherlich aus anderer Perspektive als @AzRaeL , würde ich es als anmaßend empfinden in einer Beratungssituation. Vielmehr möchte ich dabei helfen, Fehlverhalten, eigene Perspektiven oder Ähnliches zu erkennen, reflektieren und anzupassen, wie es einem selbst auch möglich ist. Man zeigt Optionen, macht Vorschläge, aber ich würde nie sagen, das ist jetzt der richtige Weg. Wie schon erwähnt, das muss intrinsisch passieren, sonst ist das nicht nachhaltig. Natürlich ausgenommen es gibt da ganz klare Anweisungen, was in der Schule zumindest, dann doch schonmal vorkommt
Wenn ich z.B, zu einen Verhaltenstherapeuten gehe, erwarte ich, dass der Ursachen/Probleme erkennt und mir Lösungsvorschläge macht.
Sollte er das nicht. Wenn das Systeme aus seinem Fachgebiet sind? Alles andere ist noch sehr abstrakt und nichts konkretes.
Hier ist wohl ein Missverständnis. Jeder Mensch und alles was ihn ausmacht, also biologisch, psychologisch, Biographie, Lebensumstand usw, ist ein System für sich. Dieses System hat eine eigene Funktionslogik, die kann kein Außenstehender besser begreifen und schon gar nicht nachhaltig ändern, als die Person selbst. Als Berater ist es meine Aufgabe den Klienten dabei zu begleiten, sich selber besser zu verstehen, indem ich ihm Fragen stelle. Aber wissen über sein System tue ich eigentlich gar nichts, da selbst seine Kommunikation nur aus seiner Wahrnehmung 1. Ordnung geschieht. Ich befinde mich allerdings in der 2. Ordnung als Beobachter, beziehungsweise nehme ich auch Bezug auf die 1. Ordnung, indem ich das Leid anerkenne. Jedoch behalte ich die 2. Ordnung immer im Sinn.
Hier ist wohl ein Missverständnis. Jeder Mensch und alles was ihn ausmacht, also biologisch, psychologisch, Biographie, Lebensumstand usw, ist ein System für sich. Dieses System hat eine eigene Funktionslogik, die kann kein Außenstehender besser begreifen und schon gar nicht nachhaltig ändern, als die Person selbst. Als Berater ist es meine Aufgabe den Klienten dabei zu begleiten, sich selber besser zu verstehen, indem ich ihm Fragen stelle. Aber wissen über sein System tue ich eigentlich gar nichts, da selbst seine Kommunikation nur aus seiner Wahrnehmung 1. Ordnung geschieht. Ich befinde mich allerdings in der 2. Ordnung als Beobachter, beziehungsweise nehme ich auch Bezug auf die 1. Ordnung, indem ich das Leid anerkenne. Jedoch behalte ich die 2. Ordnung immer im Sinn.
Klar kann man in keinen Kopf reinschauen und es ist auch subjektiv. Aber ich bin der Auffassung, das ein Berater und Beobachter, die hilfesuchende Person beeinflussen und lenken kann. In eine bestimmte Richtung. Genauso wie Motivationstrainer usw.
Klar kann er, aber sollte er das? Ist das ethisch vertretbar? Mir scheint, du hast den Sinn von Therapien nicht ganz durchdrungen.
Natürlich ausgenommen es gibt da ganz klare Anweisungen, was in der Schule zumindest, dann doch schonmal vorkommt
haha sehr guter Punkt! Die Schule ist ja nochmal ein eigenes System für sich, was leider für manche auch ein sehr krankmachendes System ist, wo ich in Bredouille mit Lehrkräften teilweise komme, da Lehrkräfte in der Regel ein funktionieren erwarten, was bei belasteten Schülern nicht immer so klappt. Als systemischer Schulsozialarbeiter sehe ich die verschiedenen Aspekte und Bedürfnisse, die in ihrer jeweiligen Logik auch total Sinn ergeben, aber im Moment sehr konträr zueinanderstehen und sich sogar abstoßen^^

Klar kann er, aber sollte er das? Ist das ethisch vertretbar?


Warum sollte das nicht so sein? Das wird doch tagtäglich bewusst und unbewusst angewendet. Nicht nur von Fachleuten.

Menschen beeinflussen sich untereinander. Das ist ja nichts neues!

Ich meine aber keine Manipulation welche Menschen ausnutzt. Die gibt es auch ist aber ein anderes Thema.


Mir scheint, du hast den Sinn von Therapien nicht ganz durchdrungen.


Doch ich denke schon! Es kommt auch drauf an welche Therapieform das ist.

Bei Verhaltenstherapie z.B. erwarte ich konkrete Lösungsvorschläge.