Pizza Connection

Pizza Connection

Pizza Connection (1994)

5,0 · 1 Bewertungen
PCMACLinuxRetro / Other StrategySimulation
RAW: 5 1 Bewertungen
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1 0

Detailbewertung

Gameplay5
Story5
Grafik3
Sound3
1 Spiele ich 2 Besitze ich 1 Möchte ich spielen

Wer besitzt es 2

Beschreibung

Pizza Connection ist eine klassische Wirtschaftssimulation, in der Spieler ihr eigenes Pizza-Imperium aufbauen. Angefangen mit einem kleinen Restaurant gilt es, Standorte zu eröffnen, Speisekarten zu erstellen, Zutaten einzukaufen und die Preise so festzulegen, dass möglichst viele Gäste angelockt werden. Ein besonderes Highlight ist der umfangreiche Pizza-Editor, mit dem sich eigene Pizzakreationen aus zahlreichen Zutaten zusammenstellen lassen. Neben dem wirtschaftlichen Erfolg spielen auch Konkurrenzkampf und Expansion eine wichtige Rolle. Wer möchte, kann zu unlauteren Mitteln greifen und die Konkurrenz mit Sabotage oder Mafia-Kontakten aus dem Weg räumen. Die Mischung aus Humor, Strategie und ungewöhnlichen Spielmechaniken machte Pizza Connection zu einem Kultklassiker unter den Wirtschaftssimulationen.

Reviews 1

GagGorilla
GagGorilla46

Pizza Connection – Mein Alltime-Favorit

Noch nicht abgeschlossen 1000 Std. gespielt
Ich könnte so viel zu diesem Spiel schreiben, aber ich versuche, das Ganze möglichst kurz zu beschreiben!

Angefangen hat alles mit einem zufälligen Kauf zusammen mit meinem Vater in einem Elektroladen für den Amiga. Ich konnte mir unter diesem Spiel überhaupt nichts vorstellen und habe es daheim einfach mal gestartet. Schon beim Öffnen der Verpackung wurden ich von gleich vier Disketten begrüßt.

Also habe ich, wie es sich damals gehörte, zuerst das beiliegende Anleitungsheft und anschließend das witzige Pizza-Kochbuch gelesen. Ich weiß gar nicht, wie ich es beschreiben soll, aber dieses Spiel hat mich von der ersten Spielstunde an gefesselt – und das bis heute, im Jahr 2026! Es wird immer wieder gestartet und noch immer versuche ich, auf der Karte zum Pizza King zu werden.

Wer Wirtschaftssimulationen mochte, wird mit diesem Spiel voll auf seine Kosten kommen. Es ist eben nicht nur ein stumpfes: Ich eröffne einen Laden, stelle ein paar Möbel hinein, biete drei Pizzen an und bin nach ein paar Stunden steinreich. Nein, dieses Spiel besitzt eine Spieltiefe, die selbst viele aktuelle Spiele im Jahr 2026 nicht einmal ansatzweise bieten oder heute als revolutionäres neues Feature verkaufen würden.

Das Spiel bietet unglaublich viele Möglichkeiten. Du kannst versuchen, mit wenig Geld und einem Kredit ehrlich eine Pizzeria zum Laufen zu bringen. Oder du erledigst ein paar Aufträge für die Unterwelt, machst dir dort einen Namen und betreibst deine Pizzeria nur als Fassade. Gleichzeitig ist dank der Konkurrenz ständig etwas los. Die eröffnen bessere Lokale, entwickeln bessere Pizzen oder kaufen dir sogar das leerstehende Gebäude direkt nebenan weg und machen dir das Leben schwer.

Auch die virtuellen Einwohner unterscheiden sich enorm. Kinder lieben fettige Pizzen. Arbeiter möchten sie ebenfalls, aber möglichst günstig und ordentlich belegt. Reiche wollen etwas Ausgefallenes – natürlich ebenfalls zum Schnäppchenpreis, sonst wären sie ja nicht reich. Und dann gibt es noch die Rentner… die wollen irgendwie alles und sind trotzdem nie zufrieden. ^^

Doch damit nicht genug: Jeden Monat verändert sich der Geschmack der Einwohner. War deine Pizza Salami im letzten Monat noch der absolute Verkaufsschlager, kann es im nächsten Monat passieren, dass plötzlich niemand mehr Salami möchte und deine Zutaten in der Kühlkammer vergammeln.

Apropos Kühlkammer: Natürlich musste man nicht nur Pizzen kreieren, sondern auch sämtliche Zutaten einkaufen. Dabei gab es verschiedene Händler und Qualitätsstufen. Der eine war extrem teuer, bot dafür aber Spitzenqualität. Der andere verkaufte eher die Wurst von der Gasse, war dafür aber deutlich günstiger. Die Gäste merkten den Unterschied natürlich, weshalb man geschickt einkaufen und oft eine gute Mischung finden musste. Auch die Preise änderten sich ständig. So schaute man regelmäßig bei allen Händlern vorbei, weil der Drei-Sterne-Händler die Paprika plötzlich günstiger anbieten konnte als der Ein-Stern-Händler.

Auch die Gestaltung der Restaurants bietet – sowohl für damalige als auch für heutige Verhältnisse – eine riesige Auswahl an Möbeln, Dekorationen, Pizzaöfen und vielem mehr. Wer das erste Jahr überlebt hatte, ohne pleitezugehen, konnte sogar neue Möbelstücke oder hochwertige Pizzaöfen kaufen. Vom Teppich bis zur Zimmerpflanze war eigentlich alles dabei, was man sich vorstellen konnte.

Damit der Laden aber überhaupt richtig läuft, braucht man natürlich Personal. Unzählige Statistiken helfen dabei, einzuschätzen, wie viele Gäste am Tag erwartet werden und wie viele Köche und Kellner benötigt werden, um den Andrang zu bewältigen. Je erfolgreicher du wirst, desto mehr Personal brauchst du.

Das Personal ist dabei nicht einfach nur irgendeine Zahl im Hintergrund. Du kannst deine Mitarbeiter auf Schulungen schicken und ihre Fähigkeiten verbessern. Gleichzeitig haben sie aber auch ihren eigenen Kopf. Mal kommen sie zu spät, verlangen mehr Gehalt, kündigen, weil sie von der Konkurrenz abgeworben wurden, oder zerstören Lebensmittel beziehungsweise den Pizzaofen, weil ihre Intelligenz einfach nicht besonders hoch ist.

Auch die Auswahl der Mitarbeiter ist herrlich unterschiedlich. Der eine backt zwar 200 Pizzen am Tag, dafür ist seine Qualität miserabel. Der andere schafft vielleicht nur 50 Pizzen, verlangt dafür aber das Doppelte an Gehalt und liefert dafür perfekte Qualität.

Wer sich damit weniger beschäftigen möchte, kann sich später einen Manager einstellen. Diesem gibt man einfach Anweisungen, ob er selbstständig Zutaten einkaufen, Personal einstellen, die Speisekarte anpassen oder andere Aufgaben übernehmen soll. Dadurch kann man sich auf die wichtigen Dinge konzentrieren – oder gleich den nächsten Laden eröffnen.

Ja, richtig gelesen: Das Spiel bietet auch das. Du kannst in deinem Startland so viele Restaurants eröffnen, wie der Immobilienmarkt hergibt. Mein aktueller Spielstand umfasst zum Beispiel allein in Berlin 16 Restaurants. Aber damit nicht genug: Du kannst auch in andere Länder reisen, dort weitere Lokale eröffnen und dir Schritt für Schritt dein eigenes Pizza-Imperium aufbauen.

Jedes Land besitzt dabei seine ganz eigenen Besonderheiten. Es ist also keineswegs ein einfaches Copy & Paste. In Zürich zum Beispiel sind die Restaurants deutlich kleiner und kosten locker das Vierfache von denen in Berlin. Dafür sind die Gäste dort aber auch bereit, wesentlich mehr Geld für ihre Pizza auszugeben.

Der Pizza-Editor darf natürlich auch nicht fehlen! Neben dem Kochbuch, in dem viele Pizzen beschrieben werden, die du nachbauen kannst, hast du jederzeit die Möglichkeit, selbst kreativ zu werden und deine eigenen Pizzen zu kreieren. Eigentlich gibt es kaum eine Zutat, die fehlt – zumindest nichts, ohne dass es richtig eklig werden würde. Das ist auch wichtig, denn wie ich oben schon beschrieben habe, ändert sich der Geschmack der Einwohner ständig. Deshalb heißt es immer wieder: backen, backen, backen, was das Zeug hält.

Hast du eine neue Pizza erstellt, kannst du ihr einen eigenen Namen geben. Gleichzeitig siehst du sofort, was sie in der Herstellung kostet und kannst direkt den Verkaufspreis festlegen. Außerdem entscheidest du selbst, ob diese Pizza nur in ausgewählten Restaurants angeboten werden soll oder in allen Filialen. Sogar unterschiedliche Preise je nach Standort sind möglich. So kann dieselbe Pizza in der teuren Innenstadt beispielsweise 15 DM kosten, während sie am Stadtrand nur für 9 DM verkauft wird.

Ziel des Spiels: Ganz klar, die Konkurrenz ausschalten. Entweder durch geschicktes Wirtschaften und eine erfolgreiche Gastronomie oder indem man hier und da ein wenig nachhilft – mit “Eiscreme”. Ja, ihr habt richtig gelesen: Eiscreme. Mehr verrate ich dazu aber nicht. Wer wissen möchte, was es damit auf sich hat, sollte das unbedingt selbst herausfinden!

Fazit: Dieses Spiel wird mich wahrscheinlich bis zum Ende meiner Gaming-Zeit begleiten. Bis heute ist es für mich nie langweilig geworden und ich starte es immer wieder gerne. Natürlich ist die Grafik heute nicht mehr das Gelbe vom Ei, aber sie besitzt unglaublich viel Charme und das Spiel lässt sich auch heute noch hervorragend spielen. Da habe ich auf Steam schon deutlich schlechtere Spiele gesehen, die krampfhaft versuchen, einen Retro-Look einzufangen.

Wenn jemand mehr über das Spiel wissen möchte, kann er mich jederzeit anschreiben oder einfach einen Thread dazu eröffnen!

Fun Fact: Das Spiel hatte damals bereits einen richtig ausgeklügelten Kopierschutz – und das sogar gleich doppelt.

A: Du musstest vier Pizzen exakt aus dem mitgelieferten Kochbuch nachbauen. Erst danach konntest du deine eigenen Pizzen erstellen. Ohne Kochbuch kamen keine Gäste – und ohne Gäste gab es keinen Spielspaß.

B: Die Telefonnummern von Händlern, Polizei, Maklern, Mafia und Banken standen ausschließlich im Handbuch. Ohne diese Nummern konntest du keine Immobilien kaufen und das Spiel praktisch nicht sinnvoll spielen.

Ich finde das bis heute einfach genial. Dadurch war es damals eben nicht möglich, sich einfach nur schnell eine Kopie vom Freund mitzunehmen und sofort loszuspielen.
Positiv
Extreme Spieltiefe
Abwechslungsreich
Spaßig
Super motivierend durch zufällige Ereignisse
Negativ
---- Nichts wirklich nichts!
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Diskussionen 1

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