Ein würdiger Nachfolger
Doch diese Bedenken waren schnell verflogen. Das Spiel hat mich bereits nach kurzer Zeit in seinen Bann gezogen. Die Open World ist wunderschön gestaltet und lädt optisch zum Verweilen ein. Leider gibt es abseits der Hauptmissionen jedoch nur wenig zu entdecken. Genau das ist für mich auch der größte Kritikpunkt. Die Spielwelt motiviert kaum dazu, auf eigene Erkundungstour zu gehen, da außerhalb der Missionen einfach zu wenig passiert.
Folgt man hingegen dem eigentlichen Missionspfad, zeigt sich ein völlig anderes Bild. Die Welt wirkt lebendig, überall gibt es kleine Details zu entdecken und man kann viel Zeit damit verbringen, Gesprächen zu lauschen oder den NPCs bei ihren alltäglichen Tätigkeiten zuzusehen. Auch die Missionen selbst sind abwechslungsreich gestaltet und ziehen einen tief in die Geschichte hinein. Das Storytelling gehört für mich zu den größten Stärken des Spiels. Man fiebert mit dem Protagonisten mit, leidet in schweren Momenten und freut sich über seine Erfolge.
Etwas mehr Abwechslung hätte ich mir lediglich bei den Kämpfen und Schießereien gewünscht. Sie funktionieren zwar gut und machen Spaß, erreichen spielerisch aber nicht ganz die Spitzenklasse.
Für mich hat sich Mafia: The Old Country direkt hinter Mafia II zu meinem persönlichen Lieblingsteil der Reihe entwickelt. Ich würde mich sehr über weitere Add-ons freuen, denn einige der Charaktere sind so gut geschrieben, dass ich ihre Geschichten gerne noch weiter erleben würde – sei es parallel zur Haupthandlung oder nach deren Ende.
Belebte Szenen die einfach einladen mitzuhören
Interessantes Zeitalter
Wiederholende Kämpfe
Teilweise Tonprobleme