PlayStation-Fans kündigen PS Plus – Wächst der Widerstand gegen Sonys Disc-Aus?

Nach Sonys Plänen, physische PlayStation-Spiele ab 2028 einzustellen, kündigen immer mehr Spieler ihre PS-Plus-Mitgliedschaft. Wir beleuchten die Hintergründe und die Erfolgsaussichten des Protests.

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Die Diskussion um Sonys Entscheidung, ab 2028 keine neuen PlayStation-Spiele mehr auf Disc zu veröffentlichen, nimmt immer größere Ausmaße an. Was zunächst mit hitzigen Diskussionen in sozialen Netzwerken begann, entwickelt sich inzwischen zu einer regelrechten Protestbewegung. Auch bei der Unterschriftensammlung gibt es nun schon 300.000 Stimmen.

Immer mehr PlayStation-Spieler kündigen ihre PlayStation Plus-Mitgliedschaft, um ihrem Unmut Ausdruck zu verleihen. Auf Plattformen wie X, Reddit und YouTube teilen Nutzer ihre Kündigungen öffentlich und rufen andere dazu auf, sich ebenfalls am Protest zu beteiligen.

Es geht längst nicht mehr nur um die Disc

Wer denkt, dass sich der Ärger ausschließlich um physische Datenträger dreht, irrt. Für viele Spieler steht viel mehr auf dem Spiel. Sie befürchten, dass mit einer vollständig digitalen Zukunft wichtige Verbraucherrechte verloren gehen. Dazu gehören unter anderem der Weiterverkauf von Spielen, das Verleihen an Freunde, das Sammeln physischer Editionen und die langfristige Archivierung von Videospielen.

Immer häufiger fällt deshalb eine zentrale Frage:

Besitzen wir unsere Spiele in Zukunft überhaupt noch oder kaufen wir nur noch eine zeitlich begrenzte Nutzungslizenz?

„Ich habe Verständnis für Fans von physischen Datenträgern, aber Sony wird diese Entscheidung nicht rückgängig machen“, sagte Toto gegenüber IGN. „Sie wussten sicherlich, wie die Reaktionen im Internet ausfallen würden, und warten nun darauf, dass dieser Sturm vorüberzieht. Sony hat über 120 Millionen aktive PlayStation-Nutzer“, fuhr er fort. „Etwa 50 Millionen Menschen haben ein PlayStation-Plus-Abo. Nehmen wir mal rein hypothetisch an, dass 500.000 aus Protest kündigen – das wäre nur 1 Prozent des Geschäfts, das wegfällt – natürlich nicht genug, um Sony zum Umdenken zu bewegen. Der digitale Bereich ist einfach zu lukrativ.“

Kann ein Boykott überhaupt etwas bewirken?

Genau darüber wird derzeit heftig diskutiert. Einige Spieler hoffen, dass eine große Kündigungswelle Sony zum Umdenken bewegen könnte. Andere halten einen Boykott für aussichtslos.

Branchenanalysten sehen die Chancen auf eine Kehrtwende allerdings eher gering. Ihrer Einschätzung nach hat Sony den öffentlichen Gegenwind bereits einkalkuliert und wird die Strategie trotz der Proteste nicht ändern. Der Grund liegt auf der Hand: Digitale Verkäufe sind für das Unternehmen deutlich profitabler als physische Spiele. Produktions-, Verpackungs- und Vertriebskosten entfallen, während Verkäufe über den PlayStation Store höhere Margen ermöglichen.

Die Community lässt nicht locker

Unabhängig davon, ob der Protest am Ende erfolgreich sein wird, wächst der Widerstand weiter. Neben einer Petition zum Erhalt physischer PlayStation-Spiele häufen sich inzwischen Boykottaufrufe in den sozialen Medien. Viele Spieler möchten Sony deutlich machen, dass sie auch in Zukunft selbst entscheiden wollen, ob sie ein Spiel digital oder auf Disc kaufen.

Die Diskussion zeigt einmal mehr, dass es längst nicht nur um einen Datenträger geht. Es geht um Eigentum, Wahlfreiheit und die Zukunft des Gamings.

Ob Sony seine Entscheidung noch einmal überdenkt, bleibt abzuwarten. Momentan sieht jedoch alles danach aus, als würde das Unternehmen den eingeschlagenen Kurs konsequent weiterverfolgen.

„Ich glaube schon, dass Sony angesichts der Kritik in irgendeiner Form reagieren wird (und ehrlich gesagt hätten sie das nicht ankündigen sollen, ohne klarzustellen, wie Discs auf der PS6 funktionieren werden“, sagte Daniel Ahmad, Director of Research & Insights bei Niko Partners, in einem Beitrag auf X/Twitter. „Aber ich wäre überrascht, wenn sie an dieser Stelle eine komplette Kehrtwende machen würden.“ „Ihre aktuelle Gewinnmarge ist schon seit Jahren zu schwach, daher haben sie das Gefühl, handeln zu müssen“, schloss Toto. „Aus wirtschaftlicher Sicht sind digitale Verkäufe einfach zu sinnvoll, besonders für Plattformbetreiber.“

Eure Meinung ist gefragt!

Macht ihr aktuell mit bei dem Boykott? Wir wissen ja das wir einige Gamer hier in unserem Forum haben, die sogar den Schritt gehen und die kommenden Konsole nicht mehr angreifen werden, sollte es so kommen. Aber ist denn für euch Steam dann wirklich die bessere Alternative? Wir sprechen hier genauso von einem digitalen Monopol wo keiner von uns weiß, wie entscheidend der Weg von Sony und anderen ist und hier stelle ich mir dann die Frage, ob das nicht ein allgemeiner nähcster Schritt ist und dann alle auf diesen Weg setzen.

Diskussion (18)

KuroSamurai117#57027
Immer Timing Sache. Bist nur etwas zu früh dran geht es komplett nach hinten los. Siehe MS mit Xbox One. 5-10 Jahre später ist plötzlich Digital und Always One in immer mehr Bereichen vertreten. Jetzt haben wir auch Großteil auf Konsole die Digital kaufen. Schafft es gerade auf der Kante richtig dran zu sein hast erst etwas Gegenwind und 3-5 Jahre später haben sich fast alle damit abgefunden.

Immer Frage ob man Alterntiven findet oder standhaft genug ist dem Gaming dann den Rücken zu kehren wenn die Grundparameter einem nicht mehr passen.
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L1F4D#57028
Der Gegenwind aktuell scheint zwar ziemlich groß, aber ich denke Sony bleibt bei der Entscheidung standhaft und das Timing ist auch gut gewählt. Lange genug vor der Ankündigung der neuen Generation, somit ausreichend Zeit damit sich alles wieder etwas beruhigt.

Eventuell kommt man dann bei der PS6 Ankündigung noch mit neuen Formen des digitalen Vertriebs um die Ecke und schon hat man einen Teil der Spieler wieder auf seine Seite gezogen.

Es bleibt auf jeden Fall spannend. ^^
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GagGorilla#57029
Ja aber wir können wir uns das vorstellen mit unseren PS5 Spielen? Die möchte ich ja auch mitnehmen und hier scheitert es schon. Also muss ja ein Laufwerk geben!? Dann können sie aber gleich auch die Spiele pressen für die 6er ;)
L1F4D#57030
GagGorilla
Ja aber wir können wir uns das vorstellen mit unseren PS5 Spielen?


Ist halt die Frage ob Sony da was ähnliches in der Hinterhand hat, ähnlich wie das was letztens zu Microsoft zu lesen war. Also Spiele auf der PS5 in eine digitale Lizenz umwandeln, um sie dann auf der PS6 zu nutzen.

GagGorilla
Also muss ja ein Laufwerk geben!?


Theoretisch könnte man wegen der Abwärtskompatibilität ein externes Laufwerk anbieten.

GagGorilla
Dann können sie aber gleich auch die Spiele pressen für die 6er ;)


Nö, zu wenig Umsatz. Außerdem kaufst du zu viel gebraucht. :p
KuroSamurai117#57031
GagGorilla
Ja aber wir können wir uns das vorstellen mit unseren PS5 Spielen? Die möchte ich ja auch mitnehmen und hier scheitert es schon. Also muss ja ein Laufwerk geben!? Dann können sie aber gleich auch die Spiele pressen für die 6er ;)


Indem man über seine PS5 die Disc auch auf Digitale Lizenz schiebt? Du hast ja keine große Retailsammlung dann die PS5 schon verkauft.

Wie L1F4D schon sagt über ein externes BD-LW. Problem könnte halt nur sein wenn man auf Disc nicht wie bei MS eine ID hat die man zuordnen kann. Sony wird kaum wollen dass man im Freundeskreis dann eine Disc an 10 Leute weitergibt und die einfach eine Lizenz für ihren Account erstellen. Art DRM muss es ja für Sony geben.

Wie man ab Beispiel von Nintendo sieht kannst dort auch nicht deine Wii (U) Disc auf Switch mitnehmen. Bleibt halt Cut wenn sich das Medium ändert.
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