In der Zukunft ist es eine Frage, die Sammler und Archiv-Fans nervös macht: Wie lange wird das noch downloadbar sein?
Und in welcher Version … man wird damit immer zur aktuellsten Version gezwungen, was bei einigen Spielen nicht wünschenswert ist
Die Antwort ist weniger ideologisch als wirtschaftlich: Speicher kostet. Große Spiele kosten noch mehr Speicher. Und je größer die Spiele werden, desto unattraktiver wird es für Publisher, jedes Release komplett „auf Karte“ zu pressen vor allem, wenn man parallel digitale Verkäufe pushen will.
Wenn das das Problem wäre und wenn man wirklich wollte, könnte man dieses Problem umgehen, indem der Hersteller die Herstellungskosten auf den Kunden umlegt.
Ich würde mehr Geld für ein komplettes physisches Spiel ausgeben, als für eine digitale Nutzungslizenz, aber komischerweise ist das Gegenteil der Fall. Man findet immer, selbst am Releasetag, eine günstigere, physische Version eines Spiels, als die, die im Online-Store angeboten wird.
Dazu kommt, dass der Hersteller die Kontrolle behalten und stärken will. Je weniger man dem Kunden in die Hand gibt, desto besser für den Hersteller.
Retail bleibt lebendig (Wichtig für Handel, Geschenke, Sammler-Regal, Sichtbarkeit im Laden)
Finde ich nicht. Anstelle der bloßen Bandbreite, die für den Download gebraucht wird zusätzlich Plastikmüll produziert, der quer um die Welt geschifft wird, aber eigentlich "nichts kann", im Prinzip das Schlechteste aus beiden Welten. Entweder / Oder wäre, was den Umweltaspekt angeht, wünschenswerter.
Für Sammler ist es der kritische Punkt. Denn Sammlung heißt oft: konservieren. Und konservieren heißt: unabhängig sein. Ein Modul, das ohne Download nicht spielbar ist, fühlt sich weniger „zeitkapsel-sicher“ an. Dazu kommt ein psychologischer Effekt: Wenn etwas physisch aussieht, erwarten viele automatisch „komplett“. Game-Key Cards brechen diese Erwartung.
Unterschreibe ich
Und ausgerechnet für Nintendo kann das heikel sein, weil die Marke traditionell stark von „Cartridge-Romantik“ getragen wird: Module, Sammler, Kindheit, Regal. Nintendo lebt mehr als andere Plattformen von dieser Emotionalität.
Kenne Switch Spieler, die auf die Switch 2 verzichten, weil sie nicht mehr d'accord mit Nintendos Umgang in dieser Sache sind.
Was haltet ihr von diesem Schritt?
Überraschung : Nichts
Gerade Nintendo sind ja dafür bekannt, experimentierfreudig mit ihrer Peripherie zu sein.
Ein echter Kompromiss wäre für mich in diesem speziellen Fall eine Cardridge mit SD-Kartenslot.
Meinetwegen soll auf der Cardridge der Key liegen, dann will ich das Spiel aber einmalig herunterladen und auf meiner eigenen SD-Karte innerhalb der Cardridge speichern können, um es jederzeit offline am Start zu haben.
Das ist alles keine Kritik am Artikel, sondern an der Sache.