Das Spiel kann man als eine Open-World-Kombination aus Dress-Up-Game einerseits und eine Art girly Super Mario andererseits beschreiben, denn man sammelt im Spiel u.a. sog. „Whim Stars“, mit denen man im „Heart of Infinity“ (quasi dem Skill Tree im Spiel) diverse Fähigkeiten und Rezepte freischalten kann.
Der Platforming-Anteil im Spiel ist hierbei natürlich deutlich mehr casual als in Super Mario und wird durch diverse andere Gameplay-Elemente ergänzt. Mir persönlich hat die Ursprungsversion des Spiels sehr viel Spaß gemacht und hat von mir eine sehr starke 9/10 verdient. Ausnahmsweise kann ich hier dem IGN-Review über das Spiel voll zustimmen. Zwischenzeitlich ist Infinity Nikki zeitweise leider mit Performance-Problemen, der Änderung der ursprünglichen Geschichte in den typischen Multiversum-Unsinn und ausufernder Monetarisierung aufgefallen. Kann Infinity Nikki mit dem 2.0 Update wieder punkten?
1. Story
Mit dem 2.0 Update geht’s in die neue Region „Itzaland“, in der wir den Platz einer Saintess des sog. „Docilism“ einnehmen. Zusammen mit unserem Gefährten Momo, „His Meowliness“, landen wir anfangs in einem Dorf voller Pilzlinge und müssen erst einmal mit der Identität, die wir gelandet sind, klarkommen. Auf unserer Reise lernen wir nicht nur, dass der heilige „Mothershroom“ krank ist und wir diesen retten müssen, sondern lernen auch neue Gefährten kennen. Mit unseren neuen Gefährten kommen wir langsam aber sicher einer Verschwörung auf die Schliche und müssen diese aufklären, um den Mothershroom zu retten. Alles in Allem erlebt man in dem Update eine sehr solide Geschichte, die zwar nicht herausragend, aber dennoch gut geschrieben ist.
2. Spielwelt
Die neuen Regionen sind allesamt schön gestaltet. Das Gebiet, in dem man initial landet, hat mich aufgrund des Umstandes, dass man auf übergroßen Blättern die Dächer des Pilzling-Dorfes erkunden kann, ein wenig an A Bug’s Life, das mir seinerzeit viel Spaß gemacht hat. Das Waldgebiet rund um den Mothershroom wirkt dank der Farbgebung fantastisch-surreal und die Urwälder sind wunderschön. Da sich die Lore von Itzaland auch um Titanen dreht, gibt es daher auch Ruinen – u.a. ein riesiges Kolosseum – von entsprechend großen Bauwerken. Dazu kommt das riesengroße Schneckenhaus, in dem sich die Hauptsiedlung der Pilzlinge befindet. Initial bin ich zwar mit den Pilzlingen als neue Rasse und magischen Schnecken als fahrbaren Untersatz nicht ganz klargekommen, die Spielwelt hat mich aber überzeugt.
3. Gameplay
Combat war nie ein großer Bestandteil von Infinity Nikki, wurde jetzt aber trotzdem durch Bogenschießen (mit freischaltbaren Skills und Upgrades) als neue Kampfform deutlich verbessert. Daneben gibt es auch neue Ability Costumes: Es gibt ein Outfit zur Gigantifizierung und ein Outfit, mit dem man bestimmte „sticky points“ nutzen kann, um sich wie Spider Man fortzubewegen. Die neuen Bewegungsfähigkeiten machen durchaus Spaß und fügen sich gut in die Spielwelt ein. Dazu kommen natürlich neue Dungeons, neue craftbare Outfits, diverse neue Minispiele und weitere Sachen, die man in der Open World finden kann. Gerade die Open World Erkundung macht in einer solchen märchenhaften Welt Spaß.
4. Fazit
Das 2.0 Update von Infinity Nikki hat mir viel Spaß gemacht, hat aber gegen Where Winds Meet verloren, das ich eher spielen wollte. Dazu kommt, dass ich mit dem Multiversum-Aspekt immer noch nicht zufrieden bin – auch wenn ich verstehen kann, warum der Entwickler die Wahl getroffen hat. Das 2.0 Update bekommt daher von mir „nur“ eine 8,5/10. Wer nicht davon abgeschreckt ist, dass das Spiel eher an die weibliche Hälfte der Bevölkerung gerichtet ist und sich vorstellen kann, ein sehr casual Dress-Up Super Mario in einer Märchenwelt zu spielen, wird an dem Spiel sicherlich Spaß haben. Dazu kommt, dass man aufgrund der Events zum Update sowie zum einjährigen Geburtstag des Spiels auch an ausreichend Gacha-Pulls bekommt, um zumindest an eines der zeitexklusiven Premium-Outfits zu kommen.
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