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Psychologie, Philosophie und andere Geisteswissenschaften

29. Oktober 2025 18:30
118 Antworten
Depressionen könne ja auch hormonell bedingt sein. Man muss nicht unbedingt ein Problem haben. Oder Langeweile ist auch ein Weg der in eine Depression führen kann, siehe viele Promis....
Depressionen könne ja auch hormonell bedingt sein. Man muss nicht unbedingt ein Problem haben.
Ja klar sind das häufig Hormonstörungen. Weil nicht genug Glückshormone ausgeschüttet werden. Das führt dann zu den anderen Problemen. Antriebslosigkeit, negative Gedanken, Müdigkeit, Gedächtnisprobleme usw.
Oder Langeweile ist auch ein Weg der in eine Depression führen kann, siehe viele Promis....
Das kommt oft wenn sie mal Erfolg hatten und der irgendwann nicht mehr da ist.
Das kommt oft wenn sie mal Erfolg hatten und der irgendwann nicht mehr da ist.
Manche haben Erfolg gehabt und hatten ausgesorgt, und bräuchten keine Erfolge, sind trotzdem depressiv. Amerika soll schlimm sein, das soll fast jeder einen Psychiater haben.
Manche haben Erfolg gehabt und hatten ausgesorgt, und bräuchten keine Erfolge, sind trotzdem depressiv.
Ja dann haben sie "alles" erreicht und wissen nichts mehr mit sich anzufangen.
Amerika soll schlimm sein, das soll fast jeder einen Psychiater haben.
Ja habe ich auch mehrfach gehört. Edit: Nicht wundern. Ich hatte die anderen Beiträge wieder gelöscht weil die Bullshit waren.
Menschen mit starken Depressionen sind oft in einer negativen Gedankenwelt versunken. Und sehen andere Perspektiven nicht mehr. Ich meine ihnen einen Weg aufzuzeigen wie sie da wieder rauskommen.
Im Systemischen "zeigt" man keine Perspektiven oder Wege. Man glaubt, dass der Mensch selber in sich schon alles nötige trägt, um eine Lösung und einen Weg für sich selber zu finden und ihn auch zu gehen. Veränderungsprozesse von innen sind die nachhaltigsten und die möchte man gerne anstoßen als systemischer Therapeut.
Was meinst du mit Rahmenbezug?
Reframing bedeutet auch Umdeutung der Lebenssituation, der Diagnose, der Symptome und so weiter. Es geht dabei darum, Menschen zu ermutigen, die Dinge in ihrem Leben anders zu betrachten. Positiver und konstruktiver zu betrachten. Das ist manchmal und je nach Depression tatsächlich ein sehr langwieriger Weg, da die Synapsen im Hirn ja quasi daran "gewöhnt" sind, auf eine bestimmte leidvolle Art zu denken. Damit sind auch oft sehr tiefliegende Glaubenssätze verbunden, wie "Ich bin nicht gut (genug), ich bin nichts wert, ich bin dumm, hässlich" etc. Ich kenne das aus meiner Arbeit mit Menschen mit Depressionen nur zu gut, wenn ich frage "Was funktioniert oder läuft denn gut in Ihrem Leben?" und der Klient dann sagt "Also das läuft gut, aber das ist schlecht und das ist schlecht und das ist auch echt nervig..." Daran merke ich zbsp, dass das negativ und destruktive Denken mental schon so tief verankert ist, dass selbst eine Frage nach dem Positiven im Leben mit lauter Negativität gefüllt wird, was diese Person dann zu eher destruktiven, schweren Emotionen führt. Das ist dann leider so ein Teufelskreis. In meiner Arbeit ist es dann das Ziel wirklich manchmal auch kleinschrittig vorzugehen und auch zu respektieren, dass dieser Mensch jetzt halt nicht plötzlich zum Sonnenschein wird, nachdem ich ihn lediglich nach schönen Dingen in seinem Leben befragt habe. Oft steht erstmal das starke Bedürfnis sehr viel Leid zu berichten im Vordergrund, bis die Aufmerksamkeit auf andere Dinge im Leben gelenkt werden können. Ich mag hierbei die Metapher vom vollen Glas, wo nichts anderes hereinpasst, und deshalb erstmal das Glas ausgeleert werden muss, damit neues, klares, erfrischendes Wasser eingeschenkt werden kann^^ Das ist auch vollkommen legitim, denn oft haben diese Menschen auch sehr viel Leid erfahren und ihre Trauer, Wut, Angst, Niedergeschlagenheit ist mehr als berechtigt. Ich versuche dann langsam anzustoßen, dass es bestimmt auch etwas Gutes gibt, auch wenn es nur ein kleiner Samen Gutes ist. Wenn der gefunden wurde, dann versuche ich darauf, Aufmerksamkeit und Achtsamkeit zu legen, bis aus dem Samen, eine Pflanze wird, und daraus ein Bäumchen und irgendwann hoffentlich ein stabiler, großer Baum mit Früchten, sodass aus der Problemtrance hoffentlich eine Denke etabliert ist, die das Gute und die Freude im Leben sieht, sucht und findet. Ist natürlich hier von mir sehr idealtypisch beschrieben. Dieser Weg ist in der Realität oft auch anstrengend und mit Rückschlägen verbunden, aber ich bin überzeugt, dass vielen Menschen mit solchen Gesprächen und so einer Haltung geholfen werden kann, wenn sie wirklich bereit sind daran zu arbeiten, denn die größte Arbeit in einer Therapie obliegt tatsächlich den Klienten selber.
Warum irritierend? Wenn ich zu meinen Psychiater (welcher auch Psychotherapeut ist) gehe, fragt der mich immer zuerst wie es mir geht. Und anhand meiner Beschreibungen schätzt er meine Situation bzw mentale Verfassung ein.
Im Systemischen spricht man von Systeme durch Fragestellungen irritieren, sodass das System sich neu organisieren kann. Quasi eine Horizonterweiterung.
Was haltet ihr eigentlich von Weisheiten und Aphorismen? Spielen die in euren Leben eine Rolle? Oder sind sie für euch eher unwichtig? Für mich können das auch Orientierungshilfen sein im Leben. Wenn es mir schlecht ging hatte ich mich dran erinnert und sie haben mir schon öfter aus gewissen Situationen rausgeholfen.
Was haltet ihr eigentlich von Weisheiten und Aphorismen? Spielen die in euren Leben eine Rolle? Oder sind sie für euch eher unwichtig?
Unwichtig nicht, einige bewahrheiten sich ja, je nach dem wie aufmerksam man beobachtet, reflektiert oder welchen Lebensstil man hat. Aber ich entscheide oft nach meinen Erfahrungen und auch situationsabhängig.
Aber ich entscheide oft nach meinen Erfahrungen und auch situationsabhängig.
Ja klar das mache ich meistens auch.
Ich habe übrigens die KI mal über die Möglichkeit der Entstehung des Bewusstseins gefragt:


Kann man das Bewusstsein als emergentes Produkt eines Neuronenkollektivs verstehen?

Ja, die Vorstellung, dass Bewusstsein ein emergentes Produkt eines Neuronenkollektivs ist, stellt eine der wichtigsten und am weitesten verbreiteten Theorien in den Kognitionswissenschaften und der Philosophie des Geistes dar.

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🧠 Was bedeutet Emergenz?





Emergenz beschreibt das Phänomen, dass ein komplexes System Eigenschaften aufweist, die seine einzelnen Komponenten nicht besitzen und die auch nicht einfach durch die Summierung oder Reduktion der Eigenschaften der Teile erklärt werden können. Der klassische Satz dazu lautet: "Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile."


  • Beispiel: Wasser ($H_2O$) hat die emergente Eigenschaft, flüssig zu sein. Weder einzelne Wasserstoff- ($H$) noch Sauerstoffatome ($O$) besitzen diese Eigenschaft. Die Flüssigkeit entsteht erst durch das komplexe Zusammenspiel einer großen Anzahl von Molekülen.


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💡 Bewusstsein als emergentes Phänomen





Angewendet auf das Gehirn bedeutet dies:


  • Einzelne Neuronen sind Zellen, die elektrische Signale weiterleiten – sie sind nicht bewusst.
  • Das komplexe, hochgradig vernetzte Zusammenspiel und die synchronisierte Aktivität von Milliarden von Neuronen und ihren Synapsen führen zu einem Zustand, der als Bewusstsein oder subjektives Erleben ("Qualia") bezeichnet wird.
  • Das Bewusstsein wird als eine neuartige Eigenschaft angesehen, die auf der Ebene des gesamten neuronalen Netzwerks (dem "Kollektiv") entsteht und nicht auf die Ebene einzelner Zellen reduziert werden kann. Es ist eine Makro-Eigenschaft des Gehirns.





Starke vs. Schwache Emergenz





Innerhalb der Emergenztheorie gibt es unterschiedliche Grade der Erklärung:


  • Schwache Emergenz: Die neuen Eigenschaften sind zwar unvorhersehbar oder schwer zu berechnen, könnten aber prinzipiell durch die Kenntnis aller Interaktionen der Einzelteile erklärt oder simuliert werden. Viele betrachten Phänomene wie Schwarmintelligenz von Ameisen als schwach emergent.
  • Starke Emergenz: Die neuen Eigenschaften sind grundsätzlich nicht aus den Gesetzen der Einzelteile ableitbar oder erklärbar, selbst bei vollständiger Kenntnis aller Komponenten und ihrer Wechselwirkungen. Das Bewusstsein wird oft als Paradebeispiel für starke Emergenz angeführt, da die subjektive Natur des Erlebens (das "Wie fühlt es sich an?") – das sogenannte Leib-Seele-Problem oder die "Erklärungslücke" (Explanatory Gap) – schwer allein durch physikalische Prozesse zu fassen ist.



Zusammenfassend ist die Sichtweise, dass Bewusstsein ein emergentes Produkt eines Neuronenkollektivs ist, ein zentraler Erklärungsansatz im modernen Naturalismus und in der Neurowissenschaft, auch wenn die genaue Art der Emergenz (stark oder schwach) und die neuronalen Korrelate des Bewusstseins weiterhin intensiv erforscht und debattiert werden.


Natürlich kann das keiner genauer erklären, weil noch viel zu komplex. Aber ich denke das der Ansatz richtig ist. Allerdings muss man mit anderen Fachgebieten interdisziplinär zusammenarbeiten. Da können die Definitionen und Vorstellungen davon anders aussehen. Auch wird man die subjektive Perspektive und Gefühlswelt (u.a. Qualia) wohl so nicht erklären können.
Du fragst ne KI nach Bewusstsein. Damit habe ich heute alles gesehen, was es zu sehen gibt. ^^