Der sogenannte Joy-Con Drift begleitet die Nintendo Switch bereits seit vielen Jahren und hat weltweit für Diskussionen gesorgt. Nun wurde bekannt, dass Nintendo of Europe eine Geldstrafe von 35 Millionen Euro akzeptiert hat. Hintergrund sind Untersuchungen der französischen Verbraucherschutzbehörde DGCCRF zum Umgang mit den bekannten Defekten der Joy-Con-Controller.

Beim Joy-Con Drift registrieren die Analogsticks Bewegungen, obwohl diese gar nicht berührt werden. Für Spieler kann das dazu führen, dass sich Figuren selbstständig bewegen oder Eingaben fehlerhaft erkannt werden. Das Problem wurde bereits kurz nach dem Start der Nintendo Switch im Jahr 2017 von zahlreichen Nutzern gemeldet.

Die französischen Behörden werfen Nintendo vor, Verbraucher über einen längeren Zeitraum nicht ausreichend über bekannte Probleme informiert zu haben. Laut den Ermittlungen soll Nintendo bereits seit mehreren Jahren Kenntnis von den Defekten gehabt haben. Die Behörde sieht darin eine irreführende Geschäftspraxis, da betroffene Kunden möglicherweise neue Controller gekauft haben, obwohl Reparaturmöglichkeiten bestanden.

Nintendo hat die Strafe akzeptiert, betont jedoch gleichzeitig, dass die Einigung kein Schuldeingeständnis darstellt. Das Unternehmen verweist darauf, dass inzwischen verschiedene Maßnahmen zur Unterstützung betroffener Kunden angeboten werden und Reparaturen in vielen Fällen kostenlos durchgeführt werden.

Für Nintendo kommt die Meldung zu einem interessanten Zeitpunkt. Mit der Nintendo Switch 2 befindet sich bereits die nächste Konsolengeneration auf dem Markt. Bisher gibt es keine größeren Hinweise darauf, dass die neuen Controller in ähnlichem Ausmaß von Drift-Problemen betroffen sind. Ob das Problem langfristig endgültig gelöst wurde, wird sich allerdings erst in den kommenden Jahren zeigen.

Hattet ihr selbst Probleme mit Joy-Con Drift auf eurer Nintendo Switch oder seid ihr davon verschont geblieben? Und wie zufrieden seid ihr bisher mit den Controllern der Switch 2?
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