Gaming wird zum Luxus! Wohin entwickelt sich der Markt?

Wir alle verfolgen den Markt und Woche für Woche sagen wir uns, jetzt haben wir die Spitze des Eisbergs erreicht und trotzdem werden wir eines Besseren belehrt. Schauen wir uns mal die verrückten Zeiten an, die wir aktuell erleben: In der Konsolenwelt leben wir schon länger in einer komischen Blase, die einfach nicht platzen will. Die Xbox Series X und die Playstation 5 haben sich für viele Spieler da draußen nicht wirklich abgehoben. Klar, es gibt tolle Features und sinnvolle Ergänzungen wie sc

117 94🔥 Heiß diskutiert IIIII

Wir alle verfolgen den Markt und Woche für Woche sagen wir uns, jetzt haben wir die Spitze des Eisbergs erreicht und trotzdem werden wir eines Besseren belehrt. Schauen wir uns mal die verrückten Zeiten an, die wir aktuell erleben:

In der Konsolenwelt leben wir schon länger in einer komischen Blase, die einfach nicht platzen will. Die Xbox Series X und die Playstation 5 haben sich für viele Spieler da draußen nicht wirklich abgehoben. Klar, es gibt tolle Features und sinnvolle Ergänzungen wie schnelles Laden, den DualSense Controller oder bei Xbox die potente Hardware und Quick Resume. Eigentlich war alles angerichtet für einen neuen, starken Zyklus und die Gamer könnten sich freuen. Und ja, man muss auch fair sagen, es gibt viele Spieler, die mit dem aktuellen Angebot zufrieden sind und genau das bekommen, was sie wollen (sieht man ganz klar an den Marktzahlen). Ich versuche hier aber bewusst das Gesamtbild zu betrachten, denn so richtig zündet es nicht.

Auch wenn Sony beeindruckende Zahlen liefert, fehlt vielen einfach dieses „Wow“-Gefühl. Bei Microsoft kennen wir das Problem leider schon länger! Konsolen werden gefühlt mitten im Zyklus fallen gelassen. Anstatt neue Spieler zu gewinnen, hält man an einem Preis fest, der für viele kaum nachvollziehbar ist, und gleichzeitig wird schon massiv Werbung für neue Projekte wie Helix gemacht. Microsoft tanzt einfach auf zu vielen Hochzeiten und das schon seit Jahren (Xbox Ally, Cloud Gaming usw.).

Doch kommen wir zum nächsten Punkt, der für viele noch frustrierender ist die Preispolitik. Wir starteten 2020 mit der Playstation 5 bei 399€ für die Digital-Version und 499€ mit Laufwerk. Heute liegen wir bei 499€ bzw. 599€, und das nach 6 Jahren, also eigentlich schon am Ende des Lebenszyklus. Auch wenn gerne Argumente wie Speicherkrise oder AI hergenommen werden: Bei Konsolen wie PS5 oder Xbox greifen diese schlicht nicht, denn der verwendete Speicher ist hier nicht der entscheidende Faktor. Stattdessen werden klassische Punkte genannt wie Transport oder Herstellungskosten.

https://blog.playstation.com/2026/03/27/new-price-changes-for-ps5-ps5-pro-and-playstation-portal-remote-player/

Bildquelle: Playstation Blog

Schaut man sich die PS5 genauer an, fällt auf, dass sie 2020 noch ein deutlich aufwendigeres Innenleben hatte (z.B. Kühlung) und heute vieles optimiert wurde. Es wird also teilweise sogar günstiger produziert, und trotzdem steigt der Preis. Über die Xbox Series X will ich eigentlich gar nicht viel sagen, denn die steht seit Jahren stabil bei rund 600€, und ich glaube, ich spreche für viele! Kaum jemand versteht diesen Preis wirklich.

Wer jetzt denkt „Dann wechsle ich halt auf PC“, wird direkt enttäuscht, denn auch das PC-Segment sieht aktuell nicht besser aus. Früher bekam man die absolute Speerspitze bei Grafikkarten für etwa 1.000 – 1.200€ (ja, früher sogar deutlich günstiger), und war damit ganz oben dabei. Heute sieht das komplett anders aus! Eine RTX 5090 liegt bei rund 3.000€ und mehr, eine 4090 immer noch bei ca. 2.200€. Also greift man eine Stufe tiefer wie eine 5080, doch selbst da muss man ordentlich schlucken. Was früher High-End war, ist heute nur noch obere Klasse, aber nicht mehr die absolute Spitze.

Bildquelle: Geizhals

Nvidia kann sich das aktuell leisten, weil der KI-Boom den Gaming-Markt ein Stück weit in den Hintergrund drängt. Dass man Generationen überspringt oder Preise massiv anzieht, ist kein Zufall, sondern eine klare Strategie. Und ja, auch hier muss man fair bleiben: Die Technik entwickelt sich weiter und liefert teilweise beeindruckende Leistung, aber die Preisentwicklung steht für viele einfach in keinem gesunden Verhältnis mehr.

Und genau das bereitet mir persönlich Bauchschmerzen, denn günstige Hardware, wie wir sie früher kannten, wird es so nicht mehr geben. Auch der Gebrauchtmarkt wird das nicht auffangen, weil jeder verständlicherweise sagt „Ich habe das Teil teuer gekauft, also verkaufe ich es nicht billig“. Wenn man sich im Netz umsieht, geht die Tendenz klar Richtung 800 bis 1.000€ für Konsolen, und damit wird Gaming für viele einfach unattraktiv. Auch sucht man vergebens nach günstigen Bundels wie es früher gang und gebe war! Konsole + 3 Games + 2 Controller für Summe 399€! Heute bekommst du in die Schachtel ein Game, welches du brav aufgezahlt hast mittels Download Code dazu!

Wer kauft seinem 10–14-jährigen Kind mal eben eine Konsole in dieser Preisklasse oder erfüllt den Wunsch nach einer 2.500€ Grafikkarte? Gleichzeitig sieht man im Netz neben den Beschwerden über die Preise auch eine enorme Verteidigung dieser Entwicklungen. Viele sagen „alles wird teurer“, und genau daraus entstehen richtige Lager und Diskussionen.

Das eigentliche Problem ist aber, wir gewöhnen uns daran. Wir sagen zwar, dass es zu teuer ist, kaufen es am Ende aber trotzdem (mich in 99% der Fälle eingeschlossen(, und genau dadurch wird sich nichts ändern. Der Widerstand wird kleiner, die Akzeptanz größer, und die Preise werden weiter steigen. Ich bin überzeugt, dass wir eine Konsole für 300€ nie wieder sehen werden oder eine Grafikkarte der Sperrspitze für unter 1.000€

Wie seht ihr das? Wie geht ihr damit um und wo liegt eure persönliche Schmerzgrenze? Macht ihr irgendwann einen Cut oder sagt ihr euch einfach, es bringt nichts und kauft trotzdem?

Diskussion (94)

KuroSamurai117#52825
Wer genug Neues entdeckt und an vielen Games Spaß hat sei es gegönnt. Gut wenn man für Hobby vollen Elan hat.

Mir machen sich halt Wiederholungen breit wo man viele Dinge schon zich mal gesehen hat. Dass es auch noch andere interessante Dinge im Leben gibt die aber halt Zeit kosten. Muss sich halt immer die Waage halten. Wenn man zu viel macht kann man schnell auch die Lust verlieren und es in Arbeit ausarten. Dann lieber bisschen zurückfahren und mit dem was über bleibt immer noch Spaß haben.

Jetzt nicht so dass man anfängt lustlos auf der Couch zu liegen und die Decke anzustarren. Macht halt hier da andere Dinge gerade mit geliebten Menschen. Interessen können sich immer etwas wandeln. Dachte vor einem Jahrzehnt auch dass ich noch mit 70 Jahren jeden Tag 3 Stunden daddeln werde.^^
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GagGorilla#52826
AzRaeL
Diese Sätze hier haben mich heute echt getriggert^^ Fühle mich dabei irgendwie schuldig und schlecht^^ Bei mir macht es 'ne gefühlt gegen gesetzte Entwicklung: Je älter ich werde, umso mehr zocke ich ^^


Auch kommst du gerade von einem Monat Detox! Da wäre ich auch 22 Stunden am Stück spielen :)
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Gast123#52827
KuroSamurai117
Wer genug Neues entdeckt und an vielen Games Spaß hat sei es gegönnt. Gut wenn man für Hobby vollen Elan hat. Mir machen sich halt Wiederholungen breit wo man viele Dinge schon zich mal gesehen hat. Dass es auch noch andere interessante Dinge im Leben gibt die aber halt Zeit kosten. Muss sich halt immer die Waage halten. Wenn man zu viel macht kann man schnell auch die Lust verlieren und es in Arbeit ausarten. Dann lieber bisschen zurückfahren und mit dem was über bleibt immer noch Spaß haben. Jetzt nicht so dass man anfängt lustlos auf der Couch zu liegen und die Decke anzustarren. Macht halt hier da andere Dinge gerade mit geliebten Menschen. Interessen können sich immer etwas wandeln. Dachte vor einem Jahrzehnten auch dass ich noch mit 70 Jahren jeden Tag 3 Stunden daddeln werde.


Ich denke es kommt auf das gesunde Mittelmaß an.
Solange andere Dinge nicht in Mitleidenschaft gezogen oder sogar vernachlässigt werden, ist das doch ok.
Die Interessen können sich auch je nach Lebensabschnitt ändern und verlagern.
Manche Hobbys kann man auch mit seinen Partner oder Kindern zusammen ausüben.
Meine Frau interessiert sich nicht für Computer - und Videospiele. Mein Sohn schon.
Der ist auch Sportler (U.a. Fußballspieler) und mit dem spiele ich gerne Tischtennis und Schach.
Mit meiner Frau gehe ich dafür spazieren, wir kochen zusammen oder gucken einen Film.
Wir teilen uns auch das gemeinsame Hobby "Tiere".:love:
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Machara#52828
KuroSamurai117
Dachte vor einem Jahrzehnt auch dass ich noch mit 70 Jahren jeden Tag 3 Stunden daddeln werde.^^


Ich denke mir dabei nur - in meinen gesunden Phasen zock ich locker 6h+ pro Tag - süß. :Hammer:

Möchte mal noch andere Gesichtspunkt einwerfen, Namentlich DLSS 4.5 - bald DLSS 5 und FSR 4, die ja schon dafür sorgen, dass man eine Zweiklassengesellschaft hat. FSR 4 wird schon gar nicht mehr angeboten was nicht 9xxx im Namen hat und auch DLSS 4.5 läuft performenstechnisch unterhalb von 4xxx schlechter, bei DLSS 5 wird es - wahrscheinlich - nicht besser aussehen.
Hast du kein Geld oder bist auch nicht gewillt, mehr als x Betrag auszugeben, bist du schon im Nachteil was diese Techniken anbelangt. Klar könnte man sagen, NuTz Es HaLt NiChT! Nur laufen neuere Spiele dann eben auch wie ein Sack Nüsse, da sie vorrangig für solch proprietäre Technik optimiert werden.
AM PC Markt kann man wenigstens noch auf Indie Games ausweichen, aber auch da muss man abwarten, wie sich das Ganze entwickelt - auch bezüglich "KI".

Weiterer Gesichtspunkt - den mir Phil von PCGH klar gemacht hat, deshalb mal ein Teilzitat davon:

Und da sich auch schon wieder die Inflation zu übertakten droht, werde ich materialiserten Lohn vermutlich demnächst eh zu größeren Teilen in den Supermarkt zum Lebensmitteleinkauf leistungsträgern. da bleibt wenig potentielle Lust und Toleranz für High-End-preisige Hardware[...]


Auch ich merke und weiß, Lebensmittel sind nach Corona förmlich explodiert im Preis - wenn man sich durchweg Gesund ernähren möchte - konnte ich mit meinem geringen Einkommen noch vor Corona locker 30 -50€ beiseite legen, fressen allein die Lebensmittelkosten das jetzige Einkommen komplett auf - trotz moderate Preiserhöhung beim Einkommen, aber auch da wird ja nicht angepasst.
Menschen mit höherem Einkommen, dafür aber mit Lebenspartner, Familie und ect. dürften das auch schon deutlich merken.
Ergo, ist das Kaufverhalten dadurch schon sehr eingeschränkt, dass andere Märkte deutlich darunter leiden.

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Losgelöst davon, da eventuell zu politisch (muss und sollte man auch nicht näher drauf eingehen).

Ich würde mir wünschen, dass die Menschheit insgesamt mal so langsam begreift - Kapitalismus, det isses nicht. Unendliches Wachstum beißt sich nun mal mit endlichen Ressourcen.
Und wenn das nicht klappt, dann koppelt doch zumindest den Lebensmittelmarkt vom Wirtschaftssystem ab, denn auch da wird viel Schindluder getrieben, aufgrund von Kapitalismus. Dann kann man zumindest die anderen Märkte wieder stärken.
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GagGorilla#52829
@Machara da gehe ich mit! Mehr gibt es dazu gar nichts zu sagen!
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