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Man kann Dinge nach subjektiven und objektiven Kriterien bewerten. Daher kann man z.B. an einem objektiv schlechtem Spiel trotzdem Spaß haben oder ein objektiv gutes Spiel nervig finden. Daher muss man seine eigenen Vorlieben kennen, nur dann kann man mit Tests Anderer etwas anfangen.Also ich habe mir das Video jetzt für 10 min angesehen, weil ich jetzt weiter muss! Kann ihn verstehen, aber eigentlich sagt er genau das was eh alle eigentlich wissen! Alles ist subjektiv wann ein Game für einen gut ist. Sieht man gut bei SH F ich fand es fürchterlich AzRaeL fand es geil. Auch Death Stranding hat mich gar nicht abgeholt und andere feiern es in den Himmel.
Deswegen gebe ich nicht viel auf Wertungen der Presse, weil das natürlich nur einen Geschmack abbildet. Wenn 10 schreiben, ojeee das ist mal nichts, bin ich schon vorsichtiger außer es trifft mein Geschmack voll. Am schlimmsten ist es wenn 3 sagen Top Game und 3 sagen echt ein Müll, daher wie im Video schon gesagt dem einen gefällt es dem anderen nicht aber in Wirklichkeit kann man keinen allgemeinen Test machen der für die breite Masse völlig legitim ist.
Ein guter Test hilft aber jedem Interessierten einzuschätzen, ob oder wie sehr ihm das Spiel gefallen wird, ganz unabhängig davon, wie das persönliche Fazit des Testers lautet. Dafür muss die Analyse der unterschiedlichen Aspekte eines Spiels (Mechaniken, Geschichte, Steuerung, Grafik, ...) neutral und ausreichend umfangreich passieren. Die passiert vereinzelt gerade bei der Presse, wahrscheinlich aufgrund von Zeitdruck, nur unzureichend. Ein Beispiel dafür ist Alien Isolation, was einen langsamen Spielstil zwar nicht erzwingt, aber deutlich bevorteilt, was aber so manchem Tester nicht aufgefallen ist oder der Gamestar Test von Hellblade, wo der Autor die Geschichte nicht ganz erfasst hat.
Mangelnde Neutralität ist aber auch ein Problem, wenn der Tester zu nahe an dem Entwickler ist (s. Gamestar und der Test zu Gothic III). Aber auch zu emotionalisierte Bewertungen sind für die Masse nicht hilfreich. Um beim Beispiel von Death Stranding und "in den Himmel loben" zu bleiben, kann man objektiv dem Spiel zwar einiges Gutes zu schreiben, aber kann spielmechanisch deutliche Schwächen attestieren und die Geschichte als einerseits zu platt andererseits zu kompliziert kritisieren. Wie schwer diese Kritikpunkte eines Tests wiegen, muss subjektiv bewertet werden. Der Test muss hauptsächlich diese Kritikpunkte herausarbeiten. Der eine findet es meditativ durch das weitgehend leere Terrain zu navigieren, ein anderer langweilt sich wegen Unterforderung. Und an diesem Punkt muss ich an die Beschreibung des alten Wertesystems der PCGames denken. Dort stand sinngemäß, dass ein Titel zwischen 70 und 79% zwar Schwächen hat, aber für Fans dieses Genres ein unterhaltsames Spiel ist. Und genau dort würde ich Death Stranding einordnen.