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Da mir warum auch immer Evercade in der letzten Zeit öfters in die Timelines gespült wird, habe ich mich damit mal ein bisschen intensiver auseinandergesetzt. Hier im Forum gibt es auch noch nichts zum Thema, also los geht's 

Hinter Evercade steckt die britische Firma Blaze Entertainment, die schon seit den 90er Jahren im Bereich Videospiele/Hardware unterwegs ist und mit dem Game Gadget bereits 2012 einen eigenen Handheld am Start hatte. In ihrer jetzigen Form existieren sie seit 2018 und fingen an das Evercade-System zu entwickeln, das 2020 auf den Markt kam und mit dem sie sich mittlerweile ein eigenes kleines Ökosystem geschaffen haben.
Evercade ist eine Retro-Konsole, von der es bereits zehn eigenständige Modelle gibt (Handheld und stationär). Im Gegensatz zu diversen Konkurrenzmodellen arbeiten sie mit Software-Emulation. Dabei sind sowohl lizensierte, als auch eigens entwickelte Emulatoren im Einsatz. Der Vorteil dabei ist, dass diese upgedated und an Spiele angepasst werden können.
Konsole heisst ja im allgemeinen Spiel rein, einschalten, fertig. Genauso ist es hier auch, je nach Gerät habt ihr einige Games vorinstalliert, weitere bekommt ihr auf Cartridges. Und hier kommt der Clou, eine Cartridge enthält nicht ein Spiel, sondern eine kuratierte Sammlung: Die Themen sind Hersteller, Originalsystem oder Spielereihe (die Farben der Boxen sind nicht rein zufällig). Man hat sich also echt Gedanken gemacht und nicht einfach nur 20 random Games auf ein Modul geknallt.
Die offizielle Spieledatenbank enthält aktuell 762 Games. Die meisten Sammlungen kosten bei Amazon so um die 25 Euro, manche ein bisschen mehr, manche auch weniger. Andere Händler habe ich noch nicht abgeklappert und dann kommt ja noch der Gebrauchtmarkt dazu. Selbstverständlich sind alle Spiele lizensiert und jetzt kommt's ... sie laufen auf allen Evercade Konsolen, aktuellen und zukünftigen. Heisst ihr könnt die gleiche Legacy of Kain Collection zuhause am TV oder unterwegs auf dem Handheld zocken. Spielstände werden direkt auf den Modulen und nicht auf der Konsole oder in einer Cloud gespeichert.
An diesem Punkt wird's nicht nur für Spieleliebhaber, sondern auch Sammler interessant. Die Boxen sind ansehlich gestaltet, die Sammlungen gut kurtiert und eine Cartridge gehört euch, die kann euch keiner mehr wegnehmen. Im Gegenteil, durch die Software-Emulation werdet ihr sie auch zukünftig noch auf anderen Evercades spielen können. Lizenzen sind allerdings nicht für die Ewigkeit gemacht und wenn eine ausläuft, wird die gleiche Cartridge eben nicht mehr hergestellt. Dann müsst ihr Glück haben und das Game wird über eine neue Sammlung noch einmal zur Verfügung gestellt, oder eben gebraucht kaufen.
Was den Preis angeht war ich ein bisschen überrascht, das aktuelle stationäre VS-R Modell mit 2 Slots für Cartridges kostet mit der Tomb Raider Collection bei Amazon 109,- Euro. Der dieses Jahr erscheinende Nexus Handheld, der technisch nochmal einiges drauflegen soll kann für 199,- vorbestellt werden.
Über die Verarbeitung kann ich nicht viel sagen, da ich selber noch keines dieser Geräte in der Hand gehalten habe. Externe Gamepads lassen sich jedoch entweder direkt per USB oder Wireless-Adapter anschliessen. Und das ist für mich das wichtigste, man kann mit seinen gewohnten Xbox Controller spielen und muss sich nicht mit irgendetwas arrangieren, das im worst case für Kinderhände designed wurde
Die Auswahl der Games auf dem "Desktop" läuft über Gamecards mit Infos und Trivia zu dem jeweiligen Spiel, ein bisschen so wie das ES-DE Frontend, keine puren Listen mit Spielen. Bei Konsolen mit 2 Slots könnt ihr die Cartridges hotswappen und die Auswahl aktualisiert sich automatisch. Für die Optik im Game lassen sich u.a. Scanlines hinzufügen um noch mehr Retro-Feeling aufkommen zu lassen. Je nach Spiel ist Couch-Coop mit bis zu 4 Playern möglich. Die Nexus bekommt dazu noch ein Feature für simultane Sessions. So brauchen 2 Spieler im Coop oder Versus nur einmal das Modul mit der jeweiligen Sammlung.
Klingt natürlich alles echt geil, nur ob ich mir so ein Gerät kaufe: Ich weiss es ehrlich gesagt nicht. Ein paar Nachteile hat das System nämlich auch, dieser Thread ist also keine pure Werbung
Einerseits habe ich schon eine Retro-Konsole, nennt sich AppleTV. Dort läuft mit RetroArch auch alles und wer die App kennt, weiss das die noch einiges mehr kann als Evercade. Es fehlt halt das "Konsolen-Feeling" und die Spielesammlung im Regal. Dafür kann ich die Games individuell mit Shadern und Filtern aufmotzen, die Buttons per Game belegen wie ich Lust und Laune habe und vieles mehr.
Nächster Punkt ist, bei Evercade bekommt ihr die "Originalversion" eines Spiels. Nur was ist mit Ports? Wenn z.B. die Jaguar-Version irgendeines Titels identisch ist mit der für Mega Drive oder SNES, nur viel bessere Grafik und Sound bietet?
Eventuell hole ich mir vom Weihnachtsgeld eine Nexus als Spielerei und vielleicht wird das ja dann mein Einstieg ins Evercade-Universum ...
Hinter Evercade steckt die britische Firma Blaze Entertainment, die schon seit den 90er Jahren im Bereich Videospiele/Hardware unterwegs ist und mit dem Game Gadget bereits 2012 einen eigenen Handheld am Start hatte. In ihrer jetzigen Form existieren sie seit 2018 und fingen an das Evercade-System zu entwickeln, das 2020 auf den Markt kam und mit dem sie sich mittlerweile ein eigenes kleines Ökosystem geschaffen haben.
Evercade ist eine Retro-Konsole, von der es bereits zehn eigenständige Modelle gibt (Handheld und stationär). Im Gegensatz zu diversen Konkurrenzmodellen arbeiten sie mit Software-Emulation. Dabei sind sowohl lizensierte, als auch eigens entwickelte Emulatoren im Einsatz. Der Vorteil dabei ist, dass diese upgedated und an Spiele angepasst werden können.
Konsole heisst ja im allgemeinen Spiel rein, einschalten, fertig. Genauso ist es hier auch, je nach Gerät habt ihr einige Games vorinstalliert, weitere bekommt ihr auf Cartridges. Und hier kommt der Clou, eine Cartridge enthält nicht ein Spiel, sondern eine kuratierte Sammlung: Die Themen sind Hersteller, Originalsystem oder Spielereihe (die Farben der Boxen sind nicht rein zufällig). Man hat sich also echt Gedanken gemacht und nicht einfach nur 20 random Games auf ein Modul geknallt.
Die offizielle Spieledatenbank enthält aktuell 762 Games. Die meisten Sammlungen kosten bei Amazon so um die 25 Euro, manche ein bisschen mehr, manche auch weniger. Andere Händler habe ich noch nicht abgeklappert und dann kommt ja noch der Gebrauchtmarkt dazu. Selbstverständlich sind alle Spiele lizensiert und jetzt kommt's ... sie laufen auf allen Evercade Konsolen, aktuellen und zukünftigen. Heisst ihr könnt die gleiche Legacy of Kain Collection zuhause am TV oder unterwegs auf dem Handheld zocken. Spielstände werden direkt auf den Modulen und nicht auf der Konsole oder in einer Cloud gespeichert.
An diesem Punkt wird's nicht nur für Spieleliebhaber, sondern auch Sammler interessant. Die Boxen sind ansehlich gestaltet, die Sammlungen gut kurtiert und eine Cartridge gehört euch, die kann euch keiner mehr wegnehmen. Im Gegenteil, durch die Software-Emulation werdet ihr sie auch zukünftig noch auf anderen Evercades spielen können. Lizenzen sind allerdings nicht für die Ewigkeit gemacht und wenn eine ausläuft, wird die gleiche Cartridge eben nicht mehr hergestellt. Dann müsst ihr Glück haben und das Game wird über eine neue Sammlung noch einmal zur Verfügung gestellt, oder eben gebraucht kaufen.
Was den Preis angeht war ich ein bisschen überrascht, das aktuelle stationäre VS-R Modell mit 2 Slots für Cartridges kostet mit der Tomb Raider Collection bei Amazon 109,- Euro. Der dieses Jahr erscheinende Nexus Handheld, der technisch nochmal einiges drauflegen soll kann für 199,- vorbestellt werden.
Über die Verarbeitung kann ich nicht viel sagen, da ich selber noch keines dieser Geräte in der Hand gehalten habe. Externe Gamepads lassen sich jedoch entweder direkt per USB oder Wireless-Adapter anschliessen. Und das ist für mich das wichtigste, man kann mit seinen gewohnten Xbox Controller spielen und muss sich nicht mit irgendetwas arrangieren, das im worst case für Kinderhände designed wurde
Die Auswahl der Games auf dem "Desktop" läuft über Gamecards mit Infos und Trivia zu dem jeweiligen Spiel, ein bisschen so wie das ES-DE Frontend, keine puren Listen mit Spielen. Bei Konsolen mit 2 Slots könnt ihr die Cartridges hotswappen und die Auswahl aktualisiert sich automatisch. Für die Optik im Game lassen sich u.a. Scanlines hinzufügen um noch mehr Retro-Feeling aufkommen zu lassen. Je nach Spiel ist Couch-Coop mit bis zu 4 Playern möglich. Die Nexus bekommt dazu noch ein Feature für simultane Sessions. So brauchen 2 Spieler im Coop oder Versus nur einmal das Modul mit der jeweiligen Sammlung.
Klingt natürlich alles echt geil, nur ob ich mir so ein Gerät kaufe: Ich weiss es ehrlich gesagt nicht. Ein paar Nachteile hat das System nämlich auch, dieser Thread ist also keine pure Werbung
Einerseits habe ich schon eine Retro-Konsole, nennt sich AppleTV. Dort läuft mit RetroArch auch alles und wer die App kennt, weiss das die noch einiges mehr kann als Evercade. Es fehlt halt das "Konsolen-Feeling" und die Spielesammlung im Regal. Dafür kann ich die Games individuell mit Shadern und Filtern aufmotzen, die Buttons per Game belegen wie ich Lust und Laune habe und vieles mehr.
Nächster Punkt ist, bei Evercade bekommt ihr die "Originalversion" eines Spiels. Nur was ist mit Ports? Wenn z.B. die Jaguar-Version irgendeines Titels identisch ist mit der für Mega Drive oder SNES, nur viel bessere Grafik und Sound bietet?
Eventuell hole ich mir vom Weihnachtsgeld eine Nexus als Spielerei und vielleicht wird das ja dann mein Einstieg ins Evercade-Universum ...