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Hell is Us - Review

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Eine Frage hätte ich, da ich das Spiel irgendwie reizvoll finde, aber genau weiß, dass ich ein Gefühl beim Spielen nicht mag und das ist eine Art von Anspannung die ich erfahre, wenn ich mich auf den nächsten Jump Scare vorbereite, in eher ruhigen Spielen einen Gefahrenbereich betrete, der nicht als solcher erkennbar ist oder mit einem Schlag vom kleinsten Gegner umgehauen werden kann. Ich habe Videos gesehen, bei denen wirkte es so, als ob man sich in Hell is Us der Erkundung hingeben kann, ohne das dauernd irgendwelche Gegner aus dem nichts erscheinen. Gleichzeitig ist aber häufiger die Rede von Soulslike.
Also vielleicht klarer gefragt: Wie ist die Verteilung von Ruhe- und Kampfphasen, wenn ich einen Ort erkunde muss ich immer mit Gegnern rechnen?
Hoffe es ist halbwegs verständlich was ich meine, aber bei Spielen dieser Art, will ich eigtl nur Story und Combat so leicht es geht
:D
Du hast schon nicht wenig Combat. Das Spiel bietet aber genau für Combat Schwierigkeitseinstellungen. Wenn du keine Lust auf Combat hast, kannst du auf einfach spielen. Die Gegner sind dann zwar dennoch eine (wenn auch geringere) Gefahr, respawnen aber idR nicht mehr bei Tod. Gegner findest du eigentlich überall außerhalb von Menschenansammlungen. Combat wirst du also definitiv nicht ausblenden können.
 
Du hast schon nicht wenig Combat. Das Spiel bietet aber genau für Combat Schwierigkeitseinstellungen. Wenn du keine Lust auf Combat hast, kannst du auf einfach spielen. Die Gegner sind dann zwar dennoch eine (wenn auch geringere) Gefahr, respawnen aber idR nicht mehr bei Tod. Gegner findest du eigentlich überall außerhalb von Menschenansammlungen. Combat wirst du also definitiv nicht ausblenden können.
Aber schonmal gut, dass es einerseits Einstellungen gibt und anderseits keine Gegner bei Menschenansammlungen kommen. Gibt es so ein paar Erholungsmomente. Vielleicht probiere ich es dann mal bei Zeiten.
 
SO, mal ein Eindruck nachdem ich nun ins dritte Gebiet aufgebrochen bin. Langsam kommt man doch rein, was mir sehr geholfen hat, dass ich endlich das Upgrade System für Waffen freigeschalte habe und daher deutlich besser in Kämpfen bestehe. Bei den Rätseleien bzw. good deeds stört mich immer noch, dass nicht ganz klar ist häufig, ob ich im aktuellen Gebiet überhaupt die Lösung finden kann. Ansonsten machts aber langsam Spaß. Finde gut, dass man Gegner permanent tötet und dann relativ entspannt einfach erkunden kann und nicht alles dauernd respawned. Ansonsten finde ich in der Geschichte aber momentan noch zu viel "XY macht ZA und durch BC sind wir dann nach DE, wegen FG ..." also dieses Begriffsdropping ohne, dass es für mich relevant ist, weil ich nicht weiß worum es geht. Alles klingt groß und bedeutend, aber ist dann irgendwie bisher doch "nur" der ethnische Konflikt zweier Volksgruppen und der immer wiederkehrende Konflikt. Hoffe da kommt irgendwann mehr Klarheit rein und die Begriffe nehmen etwas ab. Fühle mich in etwa, wie ein Mensch im Mittelalter, dem in der Kirche alles auf Latein vorgelesen wurde, ich sollte aber glauben, dass das alles ganz toll ist. Den Vergleich mache ich übrigens nur, weil diese Religion im Spiel mich bisher mehr verwirrt als alles andere. Naja...
 
Heute den ganzen Tag gespielt und ich hab den besten Vergleich: Devil May Cry 1, es ist einfach kein Soulslike, sondern ein ganz klassisches Character-Action Game. Problem dabei dann, langsam zieht es sich, das dauernde backtracking, immer noch das Problem mit keine Idee, wann man wo was bekommen kann, trotz aufmerksamer Studie aller Texte. Da ist es noch so schön keine Marker und Hilfen zu haben, wenn es aber ohne kaum lösbar ist, einfach nervig. Dann heute noch gemerkt, es können doch Gegner wieder in geklärten Bereichen erscheinen, was mich erst genervt hat und dann aber nur noch aufregt, weil ich nicht sehe, dass ich immer genug Teile für die Mechanik für den Perma-Death sammeln kann.
Kurzzeitig hatte es mich heute echt gut dabei, aber gerade verliert es mich wieder und befürchte, wenn sich das nicht bald ändert, mach ich erstmal Pause. Nichts an dem Game ist herausragend genug, um einen zu motivieren.
 
Man darf sich auf jeden Fall nicht auf eine Mission versteifen und versuchen alles zu erledigen bevor man weiter geht. Oft sind die Lösungen über mehrere Gebiete verteilt. Teilweise auch über mehrere Akte. Backtracking ist leider unvermeidbar. Stört mich sonst eigentlich auch immer, aber bei dem Spiel irgendwie nicht. ^^

Ich war zum Glück nie an einem Punkt wo ich nicht weiter gekommen bin und habe es komplett ohne Hilfe gezockt.
 
Man darf sich auf jeden Fall nicht auf eine Mission versteifen und versuchen alles zu erledigen bevor man weiter geht. Oft sind die Lösungen über mehrere Gebiete verteilt. Teilweise auch über mehrere Akte. Backtracking ist leider unvermeidbar. Stört mich sonst eigentlich auch immer, aber bei dem Spiel irgendwie nicht. ^^

Ich war zum Glück nie an einem Punkt wo ich nicht weiter gekommen bin und habe es komplett ohne Hilfe gezockt.
Das auf jeden Fall und ich glaube auch, damit kann man das Pacing besser gestalten, als ich es nun erlebt habe.
Nach einer intensiven Session gestern, hab ich das Spiel gerade beendet und bin etwas zwiegespalten. Neben aller Kritik die ich hier schon geäußert habe, die sich nicht ändert, sogar zum Teil noch schwerwiegender ausfallen würde, finde ich die übergreifende Lore fragwürdig bis absolut unverantwortlich in der Aussage.


Die Gewalttaten des Bürgerkrieges und der Bevölkerung werden grundlegend durch göttliche Intervention erklärt und damit entschuldigt. Kontrolliert vom Einfluss des Eye of God konnten die Menschen in Hadea ja nie anders als sich gegenseitig abzuschlachten. Das empfinde ich als extrem schwach, sowohl auf einer narrativen Ebene, als vor Allem auf einer moralischen. Das Spiel präsentiert Gräueltaten, die sich gegenseitig bedingen. Der letzte Ausbruch der Calamaty wurde von externen Kräften inszeniert und ausgelöst, weil das Land einen Weg zum Frieden gefunden hat mit der "Week of Peace". Das wirkt alles dann doch etwas uninspiriert. Es gab hier Potentiale, aber die Erklärung hat mich extrem enttäuscht zurückgelassen, weil die Folge daraus auch lediglich ist: Es wird sich nichts ändern, weil die Menschen können ja nichts dafür. Das Eye of God scheint ja nicht vernichtet, sowieso die Frage, wieso ist das nicht direkt passiert, als man den Failswitch gebaut hat und d.h. 33 Jahre später (2026) bricht wieder eine Calamaty aus.
Zwischendurch dachte ich, dass die Geschichte viel mehr darüber handelt, dass Menschen aus der Gewalt auf Grund nicht enden wollender Provokationen ausbrechen können. Entsprechend die Timeloops und das nur durch eine Umdeutung der Geschichte oder der Beziehung der jeweiligen Gruppen überwunden werden kann. Eine Erzählung darüber, dass historisch gewachsener Hass keinen Platz in einer Gesellschaft hat, die selbst keine Verbindung zu diesen Gräueltaten hat. Immer wieder sehen wir auch Funken einer solchen Erzählung, die auf Vergebung, Verstehen und Verbünden hätte setzen können. Aber was ich hier mit rausnehme ist, trotz allem was wir getan haben, der Krieg geht weiter und in 33 Jahren geht es wieder los. Absoluter Scheiß, wenn man 20+ Stunden investiert und eigentlich nichts bewegt hat. Aber vielleicht verstehe ich das ja auch alles falsch.


Auf der Gameplay Ebene halte ich es für einen großen Fehler keinerlei Hilfsmittel zur Verfügung zu stellen, eine selbstgezeichnete Karte des Charakters oder Ähnliches hätte einige Male durchaus geholfen. Die Menuführung und damit einhergehenden Infos sind total überladen und unübersichtlich. Was sich beides aber auch gegenseitig bedingt, weil ich den Eindruck habe, dass die Entwickler selbst keine bessere Idee hatten.
Obwohl das Spiel insgesamt nicht lang ist, sind einige Gebiete künstlich gestreckt und man fühlt sich irgendwann wie der Postboote vom Dienst, weil es immer nur hin und her geht.

World Building ist super und darin kann man sich auch gut verlieren.

Ich habe es für 30€ physisch erworben und dafür kann ich es empfehlen, trotz aller Frustration, steckt da ein kompetentes Spiel drin, woran einige Leute richtig Spaß haben werden.
 
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