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Digitale Spiele , egal von wem und wo , und selbst die auf Disk haben einen noch nie gehört. Man hat schon immer nur eine Lizenz erhalten.
Das mag formaljuristisch so sein; die Realität sieht jedoch völlig anders aus. Die Lizenz auf einem physischen Datenträger lässt sich einerseits - eben dank dem physischen Datenträger - weiterverkaufen. Das ist bei rein digitalen Lizenzen aufgrund der Art und Weise, wie diese softwareseitig bereitgestellt werden, und aufgrund der mitunter stark verbraucherfeindlichen AGB nicht möglich. Andererseits kann die Lizenz auf einem Datenträger nicht entzogen werden. Das ist bei rein digitalen Lizenzen sehr wohl möglich und Sony hat davon im Filmbereich auch schon oft genug Gebrauch gemacht und gekaufte Inhalte ersatzlos enteignet. Dass man auf einer Disc also auch nur eine Lizenz erwerbe, ist ein sophistisches Scheinargument.
Wartet es doch erstmal ab, dann kann immer noch gemeckert werden.
Nein.
Menschen sind in der Regel zu pattern recognition fähig. Menschen können Markttrends beobachten und darauf schließen, wie sich ein Markt entwickeln wird. Das war und ist im Gaming-Markt auch ohne Probleme möglich. Dass sich Oblivion's horse armor zu einem ganzen Sumpf von Mikro- und Makrotransaktionen ausbauen wird, war absehbar. Dass Publisher versuchen werden, den Standardpreis von Spielen zu steigern, war absehbar. Die Markttrends sprechen ganz erheblich dafür, dass Sony sich mit der PS6-Generation vollständig von phyischen Datenträgern lösen wird. Ohne hier bösartig oder offensiv herüberkommen zu wollen: Dein gesamter Beitrag liest sich für mich persönlich nach toxic positivity.
Dabei wäre "digital only" nicht einmal ein Problem, wenn die rechtlichen und tatsächlichen Rahmenbedingungen passen würden:
Menschen sind in der Regel zu pattern recognition fähig. Menschen können Markttrends beobachten und darauf schließen, wie sich ein Markt entwickeln wird. Das war und ist im Gaming-Markt auch ohne Probleme möglich. Dass sich Oblivion's horse armor zu einem ganzen Sumpf von Mikro- und Makrotransaktionen ausbauen wird, war absehbar. Dass Publisher versuchen werden, den Standardpreis von Spielen zu steigern, war absehbar. Die Markttrends sprechen ganz erheblich dafür, dass Sony sich mit der PS6-Generation vollständig von phyischen Datenträgern lösen wird. Ohne hier bösartig oder offensiv herüberkommen zu wollen: Dein gesamter Beitrag liest sich für mich persönlich nach toxic positivity.
Dabei wäre "digital only" nicht einmal ein Problem, wenn die rechtlichen und tatsächlichen Rahmenbedingungen passen würden:
- Einerseits müsste es rechtliche Rahmenbedingungen dahin geben, dass es Plattforminhabern unmöglich ist, ein Monopol zu bilden - u.a. dadurch, andere Storefronts auf den Plattformen zu erlauben, damit Wettbewerb möglich ist. Andererseits müsste das Urheberrecht radikal auf eine hauptsächlich digitale Welt abgestimmt werden - u.a. dadurch, dass der Begriff einer "Lizenz" und eines "Lizenzkaufes" so geregelt wird, dass man eine Lizenz auch tatsächlich kauft anstatt sie - wie derzeitlich üblich - faktisch nur zu mieten, und damit einhergehend, dass man Lizenzen auch untereinander verkaufen kann. Dazu wäre es auch notwendig, Plattforminhaber stärker in die Verantwortung zu nehmen und die Rechte von Nutzern gegenüber Plattforminhabern zu stärken, denn derzeit haben wir das Problem, dass hier ein gewaltiges Ungleichgewicht zugunsten von Plattformen besteht. Spieler sollten nicht grundlos gesperrt werden dürfen, Spieler sollten Rechte auf (Account-) Wiederherstellungen haben sollen und einem Plattforminhaber sollte auch kein dynamic pricing zulasten des Nutzers erlaubt sein.
- Andererseits müssten auch die tatsächlichen Rahmenbedingungen passen. Ich persönlich sehe nicht, dass Sony derzeit überhaupt fähig ist, "digital only" zuverlässig umzusetzen. Sony hat m.E. einfach nicht die Infrastruktur, die das erlauben würde. Das PSN ist jetzt schon recht langsam. Dazu kommt, dass Sony's security schlicht und ergreifend unzureichend ist. Sony hatte u.a. bereits diverse Datenlecks und PSN-Abstürze. Dazu kommen diverse Fälle, in denen Spieler schuldlos ihre Accounts verloren haben und Sony diese nicht wiederherstellen konnte. Sony ist kein Microsoft oder Amazon. Sony's digitale Infrastruktur ist im Vergleich - ohne bösartig klingen zu wollen - minderwertig.
Die Frage ist halt wieviel davon kommt beim (mostly casual) Massenmarkt wirklich an?
Das kommt sicherlich darauf an, was man als Massenmarkt versteht. Ein großer Teil des Massenmarkts dürften ball and gun gamer sein, die mit ihrem jährlichen FIFA und Call of Duty zufrieden sind. Allerdings werden auch die zwangsweise mitbekommen, dass Sony den Verkauf physischer Datenträger einstellen wird.
Es wird 100% viele geben die PS verlassen - die Frage ist inwiefern dann die höheren Margen und Gewinne mit digital only und die bestehenden Kunden die Zahlen ausgleichen können.
Das ist das Problem der Kombination von "digital only" und einer monopolartigen Stellung: Sony kann sich schlicht und ergreifend über Plattformkosten finanzieren und die machen immerhin auch, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, den Hauptumsatz bei Sony aus. Mangels Konkurrenz ist Sony auch nicht zu Exzellenz gezwungen.
Und von einen Tag auf den anderen kam ganz plötzlich das Aus von Sega als Hardware-Hersteller. Aus dem NICHTS.
Das stimmt so nicht. Es war schon weit im Voraus bekannt, dass die PS2 als Hauptkonkurrent des Dreamcast ein DVD-Laufwerk haben wird. Anhand der damaligen Markttrends war abzusehen, dass sich die PS2 deutlich besser verkaufen wird als der Dreamcast. Der N64 hat sich bspw. nur einen Bruchteil so oft verkauft wie die PS1 und ein Hauptfaktor dafür war, dass CDs das deutlich bessere Speichermedium waren.