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Silent Hill f

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Was mir auch gefallen hat, war der Punkt mit den roten Pillen.

Shu gibt sie ja Hinako am Anfang und ab dann geht es los. Wenn man dann später bei Shus Haus ist, steht in einem Brief, dass er die Mischung perfektioniert hat und sogar bis an sein wahres Ich dadurch gelangen konnte. Das ist sehr interessant, da ich ab dem Zeitpunkt auch dann glaubte, dass alles, was Hinako sieht, nur in ihrem Kopf passiert, weil es durch diese Pillen initiiert wurde.
 
Ich glaube das war auch mein "Problem" mit dem Spiel, das alles recht schnell sehr deutlich wurde und es letztlich dann doch eine verhältnismäßig "einfache" Geschichte war. Da hatte ich bei SH2 einfach mehr zu tun dahinter zu steigen und auch das Ende lies noch recht viel Spielraum für Interpretation oder eben auch wie man den Sachverhalt auslegt.
Ich muss zugeben, dass ich sowohl 2R als auch f vorhersehbar und "einfach" fand. Ich muss dabei aber auch zugeben, dass man nach fast 30 Jahren Gaming, Manga & Anime und diversen Novels irgendwann weiß, welche Tropes genutzt werden und in welche Richtung sich eine Geschichte mit hoher Wahrscheinlichkeit entwickelt. Mir kommt's daher eher darauf an, wie gut eine Geschichte erzählt wird und in der Hinsicht geben sich m.E. nach beide Spiele nicht viel. Beide Spiele haben mitunter Pacing-Probleme. Bei f ändert sich das zumindest im NG+, weil sich bestimmte Abschnitte deutlich abkürzen. Bei 2R ist das hingegen ein wenig lästig, weil das Spiel generell etwas zu lang ist - was auch daran liegen mag, dass das Spiel vier Mal so viele Gegner hat wie das Original.

@AzRaeL Freut mich auf jeden Fall, dass dir das Spiel gefallen hat. Ich gehe davon aus, dass du eines der Videos gesehen hast, die rund 1,5h lang sind und auch die ganzen Cutscenes zum Ende und die Bosskämpfe umfassen? Ein wenig schade hierbei ist, dass die Story-Teile in der Shimizu-Residenz rausfallen. Gerade beim True Ending erfährt man noch viel über die Eltern:

Die Eltern sind weitaus dreidimensionaler, als man sich das vielleicht denken mag. Man erfährt bspw. dass die Mutter durchaus stillen Protest übt - bspw. indem sie dem Vater Tee mit Schmutzwasser macht, wenn sie wütend auf ihn ist. Der Grund, warum der Vater Schulden hat, liegt einerseits daran, dass er mit einem Freund in ein Business investieren wollte und der Freund mit dem Geld verschwunden ist. Andererseits liegt's daran, dass er Schulden aufnehmen musste, um Operationen für die Mutter bezahlen zu können. Die Szene in Hinakos Zimmer ändert sich beim True Ending dahin, dass sich der Vater bei Hinako entschuldigt - und das in full dogeza. Er hat immer gedacht, dass ein guter Vater von seinen Kinder gefürchtet werden muss und ihm ist bewusst, dass er keine Vergebung verdient hat. Er hofft einfach nur, dass Hinako eine gute Zukunft hat - sei das nun an der Seite von Kotoyuki oder auch an der Seite von Shu. Das entschuldigt seine Taten zwar nicht, macht ihn aber deutlich menschlicher.
Ihre Freunde habe ich durchweg als unangenehm empfunden.
Das sehe ich differenzierter:

Rinko hat's auf jeden Fall verdient, verbrannt zu werden. Für Shu habe ich ehrlicherweise ebenfalls wenige Gefühle übrig - insbesondere, weil er ihr die mit White Claudia versehenen Drogen gegeben und sie davon abhängig gemacht hat, was die Ursache für den Personality Split sein dürfte. Sakuko ist aber durchaus eine gute Freundin, die ihrerseits aber leider unter Autismus leidet und daher Außenseiter ist. Aus dem Grund ist ihr die Freundschaft zu Hinako auch so wichtig. Man kann sogar sagen, dass sie emotional von Hinako abhängig ist. Deswegen hat sie Hinako auch als "Verräter" bezeichnet - eben weil Hinako sie nach der Heirat verlassen müsste.
 
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Ihre Freunde habe ich durchweg als unangenehm empfunden. Selbst den Jungen, da er sich eigentlich nie richtig zu ihr bekannt hat. Eventuell auch aus eigenen Sozialen Zwängen heraus, aber doch immer sehr vorsichtig und nie direkt. Was sie sich wohl gewünscht hätte und wohl auch gebraucht hätte. Das mit der Pillen Thematik war eins der letzten Dinge die für mich dazu kamen in das Puzzle, Sinn zu ergeben. Auch wenn die Medizin immer wieder aufgegriffen wurde.
Shus Verhalten habe ich ehrlich gesagt anders eingeordnet...

nämlich, dass er schamhaft ist und Hinako seine Kindheitsfreundin oder "Partner" ist. Die Interaktionen zwischen den beiden waren subtil und zeigten eigentlich schon, dass Hinako Shu wichtig ist, aber er total unsicher ist, wie er es ihr zeigen kann. Er hadert ja auch sehr mit der ganzen Situation, was besonders klar wird, wenn Rinko in der Schule davon spricht, dass sie "schon tot ist" und er sie vergessen soll.

Mit den Pillen und dem 3. Ende gibt es auch eine Erklärung, wieso Shu Hinako helfen möchte. Die Pillen sollen bei Hinako vielmehr zu Klarheit zu ihrer Person und was sie möchte führen. Die Puppe soll auch Shu darstellen, bei welcher ich dachte, dass es ihr Unterbewusstsein ist, und die Puppe spricht ständig davon, dass sie nicht der Fuchsmaske trauen soll und weglaufen soll. Im 3. Ende gibt es ja quasi ein Happy End für Shu und Hinako und beide ziehen es dort vor weiterhin albern, kameradschaftlich miteinander umzugehen, was in meinen Augen auch nochmal verdeutlicht, dass es eigentlich noch ein stückweit Kinder oder sehr junge Menschen sind, die noch nicht so einen krassen Schritt wie die Ehe eingehen wollen.
 
Shus Verhalten habe ich ehrlich gesagt anders eingeordnet...
Ich sehe das doch etwas kritischer:

Die Pillen wurden mit White Claudia (was das Spiel mit dem restlichen SH-Universum verbindet) versehen, was dann ursächlich für den Personality Split gewesen sein dürfte. Darüber, dass die Puppe Shu darstellen soll, kann man streiten. Auf der mythologischen Ebene steht die Puppe zumindest für den alten Gott, der durch die Stadt zugunsten von Inari vergessen worden ist. Shu ist in dem von dir angesprochenen Ende eher unfreiwillig von dem Endboss besessen - das ist beim True Ending mit der Puppe nicht so. Ob das Ende mit Shu wirklich ein "Happy End" ist, finde ich ebenfalls streitig. Immerhin hat die Stadt in dem Ende die "divine protection" von Inari verloren, weshalb der bösartige Wasserdrache sein Siegel brechen und die Stadt zerstören konnte.
 
Ganz Kritik frei würde ich das SH2 Remake auch nicht nennen. Persönlich - ich kannte das Original nicht - kam es mir auch deutlich gestreckt vor und hatte immer so im Hinterkopf : „das Original war kürzer, was bestimmt auch besser gepasst hat“. Also da gab es für mich auch den ein oder anderen „wann bin ich im Abschnitt fertig und geht es weiter“ Moment.
 
Für mich gehört aber nicht nur eine Geschichte zu einem Spiel sondern auch das Gameplay. Und dieses Gameplay hat für mich überhaupt keinen impact. Weder hat man die Umgebung gut integriert, noch waren die Kämpfe gut zu spielen. Auch diese Notizen waren einige gut und spannend und andere wieder nur tot langweilig oder vorhersehbar.

Ich merke das wenn ich die Notiz nicht mehr aktiv lese, sondern nur noch überfliege. Ich hatte einfach das Gefühl, dass man in den ersten 60 Minuten schon alles gesehen hat und danach wurde es plump wiederholt. Ich fand eigentlich keinen Charakter spannend erzählt und habe auch bis zum Abbruch keine Sympathie zum Hauptchar aufbauen können. Der Fuchsmann hat mich maximal genervt und ich habe hier eher das Gefühl gehabt wie ich den gesehen habe und wie er sich verhalten hat auf einer Party für Erwachsenen wo man halt mal die Partner tauscht zu befinden.

Die Enden habe ich mir mittlerweile auch angesehen, weil ich abgeschlossen habe und es nicht mehr spielen will. Ja nett aber auf Netflix würde dies von mir 2,5/3 Sterne von 5 bekommen mehr aber auch nicht. Vielleicht wenn es einen Film geben würde, würde ich ihn mir ansehen aber wenn das Game Horror Puppen geheißen hätte, würde ich mit diesem Spiel niemals Parallelen ziehen können. Dazu hat mich SH2, SH3 und leider nicht fertig gespielt SH1 andere Sachen gelehrt.
 
Ich würde jetzt nicht sagen das ich es nicht mag (In dem Fall hätte ich es nicht durch gespielt), für mich persönlich trifft es schon die Kategorie "war okay".

War jetzt kein Totalausfall, gibt aber deutlich Luft nach oben.

Auf der anderen Seite: Das kleine Studio hinter F hat so ein großen Titel das erste mal gemacht, dafür war es wiederum super und zeigt das Potenzial im Team.

Stellt sich nur die Frage was Konami genau meint damit, wenn sie sagen das sie F nicht als Schablone nehmen möchten für zukünftige Titel.

Hatte das zumindest irgendwo bei der Gamestar aufgeschnappt.

Letzten Endes muss ich da aber auch wieder mein Lob an die GS aussprechen.

Schon über etliche Jahre hinweg passen den ihre Test(video) Meinungen zumeist mit meiner eigenen überein.



Das Sakuko an Autismus leidet, ist mir tatsächlich total entgangen. Das die roten Pillen schlussendlich der Auslöser für ihren Split war, hatte ich dann auch so verstanden. Hab dafür aber Shu nicht - direkt - die schuld gegeben, da ich es in der Lore eher so verstanden habe das "Naturheilkunde" und "Moderne Medizin" trotz Annäherung doch eher auf den Kriegsfuß standen und daher eher eine Glaubensfrage war welche Methode man bevorzugt.
 
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Genau solche krassen Details und Deep Diving in Lore liebe ich ja. Wenn man mit der japanischen Kultur und Mythologie vertraut ist, kommt das bestimmt gleich auf Anhieb richtig dope.
 
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Genau solche krassen Details und Deep Diving in Lore liebe ich ja. Wenn man mit der japanischen Kultur und Mythologie vertraut ist, kommt das bestimmt gleich auf Anhieb richtig dope.
Ja und nein! Wenn ich schon ein Spiel mache, welches Tief eingreifen möchte in Geschichte und Mythologie dann erwarte ich mir das auch im Spiel selbst erklärt zu bekommen. Das meinte ich damit! Da fährt man das Setting und wird eigentlich nur mir dämlichen Notizen belästigt, anstatt auch ins Detail zu gehen.
 
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Ja und nein! Wenn ich schon ein Spiel mache, welches Tief eingreifen möchte in Geschichte und Mythologie dann erwarte ich mir das auch im Spiel selbst erklärt zu bekommen.
Du fandest doch SH2 auch super, oder nicht? Da ist es genauso. Die ganze Story wurde eigentlich erst durch die Theorien im Netz gespinnt.

Das meinte ich damit! Da fährt man das Setting und wird eigentlich nur mir dämlichen Notizen belästigt, anstatt auch ins Detail zu gehen.
Das ist auch ne interessante Kritik, denn im Netz beklagen sich auch viele ganz konträr dazu, nämlich dass SH f zu offensichtlich war und weniger subtil, wie SH2. Egal, wie man es macht...
:Fresse:
 
Du fandest doch SH2 auch super, oder nicht? Da ist es genauso. Die ganze Story wurde eigentlich erst durch die Theorien im Netz gespinnt
Nein, weil ich mir bei SH2 selbst meine Theorie erstellen konnte. Ich habe da auch nicht im Netz gesucht, sondern meine eigenen Schlüsse gezogen. Auch waren für mich die ganze Szenerie weil es vielleicht westlich war, klar wo die reise hingeht und die geänderten Szenen viel Einblick gegeben haben. Nicht wie bei SH f wo ich eigentlich immer nur fetzen bekommen habe die teilweise gar keinen Sinn ergeben haben, bis auf die Familien Hintergründe.

Das ist auch ne interessante Kritik, denn im Netz beklagen sich auch viele, dass SH f zu offensichtlich war und weniger subtil, wie SH2. Egal, wie man es macht..
Ich meine hier ganz klar die ganzen Bräuche, Masken, und Hintergrundgeschichte. Das war mir zu langweilig nur mit Notizen zu lesen. Auch das Arzthaus sorry da wusste ich schon von Sekunde 1 bis ich es wieder verlassen habe was auf mich zukommt, wie als hätte ich es schon mal gespielt ^^
 
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Nein, weil ich mir bei SH2 selbst meine Theorie erstellen konnte. Ich habe da auch nicht im Netz gesucht, sondern meine eigenen Schlüsse gezogen.
Konnte man und musste man doch während SH f ja auch. Ich schaue mir erst im Nachhinein die Theorien im Netz an, um zu sehen, wo ich vielleicht richtig lag und wo daneben.

Auch waren für mich die ganze Szenerie weil es vielleicht westlich war, klar wo die reise hingeht und die geänderten Szenen viel Einblick gegeben haben. Nicht wie bei SH f wo ich eigentlich immer nur fetzen bekommen habe die teilweise gar keinen Sinn ergeben haben, bis auf die Familien Hintergründe.
Keine Ahnung, was das mit "westlich" sein zu tun hat. Bei beiden Games war das Ziel klar, bei SH 2 Maria finden und in SH f aus dem Dorf fliehen. In SH 2 haben auch manche Sachen keinen Sinn zunächst ergeben, wie zbsp die beiden NPCs, die nur wirres Zeug von sich gegeben haben, oder wieso Mary genau wie Maria aussah. Jetzt im Nachhinein weiß man das genau, aber beim Spielen war das schon weird.

Ist daher irgendwie messen mit doppeltem Maß.

Ich meine hier ganz klar die ganzen Bräuche, Masken, und Hintergrundgeschichte. Das war mir zu langweilig nur mit Notizen zu lesen. Auch das Arzthaus sorry da wusste ich schon von Sekunde 1 bis ich es wieder verlassen habe was auf mich zukommt, wie als hätte ich es schon mal gespielt ^^
Krass, wie du wirklich alles an diesem Game abwertest. Das wirkt ja fast schon emotional bei dir. Beruhig dich! SH f hat dir nichts getan
:ROFL:


Vielleicht magst du einfach nicht Japan
:Fresse:
 
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