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News TSMC plant Halbleiterfabrik in Dresden

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TSMC baut mit der European Semiconductor Manufacturing Company (ESMC) in Dresden seine erste europäische Halbleiterfabrik, die 2027 den Betrieb aufnehmen soll. Das rund 10 Mrd. Euro teure Projekt (Joint Venture mit Bosch, Infineon, NXP) stärkt die europäische Chip-Versorgung.

Hier ein paar Details:

  • Standort: Dresden, Sachsen (im Rahmen des "Silicon Saxony" Clusters).
  • Joint Venture (ESMC GmbH): TSMC hält 70 % der Anteile, während Bosch, Infineon und NXP jeweils 10 % halten.
  • Fokus: Herstellung von 28/22-Nanometer- und 16/12-Nanometer-Chips, vorwiegend für die europäische Automobil- und Industriebranche.
  • Investition & Subventionen: Die Gesamtkosten belaufen sich auf über 10 Milliarden Euro. Das Projekt wird im Rahmen des European Chips Act staatlich gefördert.
  • Arbeitsplätze: Es sollen ca. 2.000 Arbeitsplätze entstehen, wobei bereits in Fachkräfteausbildung (u.a. Kooperationen mit sächsischen Hochschulen) investiert wird.
  • Weiterer Ausbau: Neben der Produktion ist ein Entwicklungszentrum in München geplant, das im dritten Quartal 2025 eröffnet werden soll.
Die offizielle Seite:


Ich finde wichtig das dieser Schritt gegangen wird. Es sind zwar keine Computerchips in kleinster Fertigung, aber man möchte auch in der Autoindustrie nicht von einen Standort abhängig sein. Man weiß ja nie wie sich die Lage in Taiwan noch entwickelt.

Intels Pläne eine Chipfabrik in Magdeburg zu bauen wurden leider eingestellt. Obwohl der Staat das Projekt mit 10 Milliarden Euro gefördet hätte.
 
Auch die Transportwege wären viel kürzer und sinnvoller auch wenn ich bezweifle das wir Endkunden davon profitieren würden! Aber zu mindest Arbeitsplätze würden damit gesichert werden, wenn die Kosten für Unternehmen günstiger wären.
 
Gelsenkirchen oder Duisburg könnte das Werk auch gut gebrauchen.
Ehrlicherweise sind das aber auch zwei unattraktive Standorte für die Mitarbeiter:innen die man dort brauchen wird. Wenn die dann pendeln würden, wäre das auch wieder nix wert. Einerseits, weil die Straßen eh schon verstopft sind und zweitens, willst du ja Leute mit höheren Einkommen in der eigenen Stadt halten. Aber sowohl Gelsenkirchen, als auch Duisburg müssten eh ganz woanders anfangen. Wie viele Teile des nördlichen Ruhrgebiets bzw. des Kerns, wurde dort einfach zu wenig investiert, im Grunde eine Ghettoisierung vorangetrieben und nun ist man verwundert, wieso Einzelhandel, Industrie und Menschen nicht dort sein wollen. Gerade wenn Städte wie Bochum, Dortmund und mit Abstrichen Essen, gerade zeigen wie es auch anders gehen kann, indem man Stadteile neu erschließt oder umdeutet und so der Stadt insgesamt helfen kann.
Aber glaube müssen hier jetzt nicht zu offtopic über Stadtplanung im Ruhrgebiet werden, bin da nur immer sehr emotional, weil durch das wegziehen merke ich erst, wie gebeutelt, vernachlässigt und teils hilflos meine Heimatregion ist. Jahrzehntelang der deutschen Industrie zum Aufschwung verholfen und nun fühlt es sich manchmal so an, als wäre man einfach weggeworfen worden. Da verstehe ich jeden Frust bei den Leuten vor Ort.
Umso mehr hoffe ich aber übrigens auf Olympia Rhein-Ruhr, da könnte vieles entstehen. :)
 
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