Straight Power Platinum. Was die Effizienz betrifft, hole ich mal etwas aus.
Man muss erstmal grundlegend verstehen, was ein PC Netzteil macht. Es ist ein sogenanntes Schaltnetzteil, was, vereinfacht, bedeutet, es schaltet den Strom tausende Male pro Sekunde ein und aus, passt währenddessen Spannung und Strom an und gibt die passende Energie an die PC Komponenten weiter.
Die Effizienz (Wirkungsgrad) eines Netzteils beschreibt nun, wie viel der aufgenommenen elektrischen Energie tatsächlich an den Verbraucher abgegeben wird und errechnet sich wie folgt: Wirkungsgrad = Power out / Power in * 100%. Also zum Beispiel: Ein Netzteil nimmt 500W auf und gibt an den PC 400W ab.
Daraus ergibt sich 400 / 500 * 100 = 80%, ergo gehen 20% durch Wärmeenergie verloren.
Etwas praxisrelevanter: Ein Gaming-PC wird an eine Steckdose angeschlossen. Das Netzteil hat einen Wirkungsgrad von 85 %. Der PC benötigt intern eine Leistung von 425 W.
- Wie viel Leistung nimmt das Netzteil aus der Steckdose auf?
Power in = 425/0,85 = 500 Watt
- Wie groß ist die Verlustleistung?
500W-425W = 75 Watt
Die 80 PLUS Zertifizierung bewertet die Effizienz von Netzteilen:
| Zertifikat | Effizienz (ca.) |
|---|
| 80 PLUS | ≥ 80 % |
| Bronze | ≥ 82–85 % |
| Silver | ≥ 85–88 % |
| Gold | ≥ 87–90 % |
| Platinum | ≥ 90–94 % |
| Titanium | ≥ 92–96 % |
Was nun die Wahl der Maximalleistung des Netzteils betrifft, der Sweetspot ist *1.3. Also, hypothetisch:
- CPU: 80 W
- GPU: 300 W
- Mainboard + RAM: ~50 W
- 3 M.2 SSDs: ~20 W
- 6 Lüfter: 30 W
Ergibt einen Gesamt(Peak)Verbrauch von 485W. Das Ganze nun *1,3 wären 630.5W, sprich, man würde am besten mit einem 650W Netzteil fahren.