FOMO - Die Furcht davor etwas zu verpassen

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Liebe Pixelprimaten!

Wie geht ihr persönlich mit dem leider doch weit verbreiteten Thema FOMO (Fear of missing out) um?

„Leidet“ ihr überhaupt daran? Wie geht ihr damit um?

Oder kennt ihr welche im Umfeld, die damit kämpfen und welche Strategien haben diese Leute?

Hier soll es neben den oben gestellten Fragen ganz allgemein um das Thema FOMO gehen, welches auch unabhängig vom Gaming sich durch ganz viele Bereiche des Entertainments zieht.

Teilt gerne eure Erfahrungen mit uns!
 
FOMO direkt habe ich nicht auch nicht diese Angst von jemanden gespoilert zu werden zu einem Spiel, aber ich habe das Spielen in den letzten Jahren verlernt. Damit meine ich gar nicht das ich jetzt schlechter bin als damals aber ich spielte Games wie eine Checkliste. Eigentlich war das so, dass ich zwar bock zum spielen hatte aber nicht eine Freude entwickelt habe, sondern nur Ok weiter gehts. Ich will heute mindestens soweit kommen.

Früher hast du dir ein Game gekauft und hast es gespielt wie du wolltest. Heute werden wir geleitet von Videos oder Erfolgen die uns der Hersteller vorgibt. Es entstand daher bei mir eher so ein, ich muss was abhaken wie beim Einkaufen und nicht ich will heute das Game spielen. Auch habe ich heute weniger Geduld als früher und schaue schneller nach Lösungen im Netz nach, anstatt selbst das zu lösen dabei ist das aber doch genau das, was dieses Game ausmacht, selbst die Lösungen zu finden. Ich bin auch etwas erschrocken wenn ich gucke wie viele Spiele ich mir ständig kaufe und wie viele ich davon tatsächlich dann durchgespielt habe.

Das ändere ich gerade massiv in dem ich es wieder so spiele wie ich es will. Egal was der Release Kalender sagt, ich mache zuerst das fertig bis was neues auf dem Tisch, Platte landet. Aktuell spiele ich SH2 erneut und stecke schon bei einem Safe im Motel fest. Könnte jetzt nach dem Code googeln aber nein, ich will das selber lösen :P. So habe ich auch wieder den Reiz, hoffe der Tag ist schnell um, damit ich am Abend endlich diesen fu... Code rausfinde - also wieder ein Gefühl wie früher wo man froh war, dass die Schule bald aus ist.
 
Interessantes Thema Azrael, hatte schon FOMO das Niemanden dieses Thema interessiert. :crazyhair:

Spaß beiseite. Mich würde interessieren: Warum kommt es überhaupt zu FOMO? Gab es FOMO schon immer oder ist das eher aus dem kapitalistischen geboren, um auch eine Art psychischen "Druck" auf Kaufinteressierte zu erzeugen? Oder ist das doch eher was gesellschaftliches?

Ich kenne zwar den Begriff und auch das es im schlechten "Pattern"-Stil zum Einsatz kommt, siehe diverse Games mit Ingame-Shop und nem digitalem, limitierendem Angebot.
War aber noch nie betroffen davon.
 
Interessantes Thema Azrael, hatte schon FOMO das Niemanden dieses Thema interessiert. :crazyhair:

Spaß beiseite. Mich würde interessieren: Warum kommt es überhaupt zu FOMO? Gab es FOMO schon immer oder ist das eher aus dem kapitalistischen geboren, um auch eine Art psychischen "Druck" auf Kaufinteressierte zu erzeugen? Oder ist das doch eher was gesellschaftliches?

Ich kenne zwar den Begriff und auch das es im schlechten "Pattern"-Stil zum Einsatz kommt, siehe diverse Games mit Ingame-Shop und nem digitalem, limitierendem Angebot.
War aber noch nie betroffen davon.
FOMO kannst du doch eigentlich auch über dein ganzes Leben legen und jedes Konsumgut heranziehen. War es bei uns als Kinder ein Spielzeug, was wir gesehen haben oder einer in der Schule hatte, was wir dann auch unbedingt haben wollten, oder heute mit Elektronik. Heute muss es bei den meisten der neuestes Scheiß sein. iPhone 16? Pah nee gibt schon 17 daher ist mein 16er alt und total ungeeignet und habe nicht so eine tolle Kamera usw.

Ich könnte da jetzt 1.000 Bsp aus dem normalen Leben aufzählen aber ich würde gerne im Gaming, PC Bereich bleiben.
 
FOMO kannst du doch eigentlich auch über dein ganzes Leben legen und jedes Konsumgut heranziehen.
Dann werde ich immer noch nicht schlau aus FOMO.
Ich könnte da jetzt 1.000 Bsp aus dem normalen Leben aufzählen aber ich würde gerne im Gaming, PC Bereich bleiben.
Beispiele helfen mir nicht FOMO zu verstehen. Ich will auf den Ursprung hinaus. Warum/Wie/Weshalb kommt es zu FOMO? Desterwegen habe diesbezüglich Vermutungen in Form von Fragen aufgestellt.
 
Meine Meinung zu diesem Thema ist unser innerlicher Ehrgeiz, Neid, dies besitzen zu wollen. Ist beim Gaming die gleiche Ausprägung wie jeder von uns reich sein wollen würde. Ich kenn keinen der sich freut, dass ein Millionär reich ist sondern der erste Gedanke ist dann "verdammt wieso bin ich das nicht"

Beim zocken dann das gleiche! Alle spielen GTA VI und du liest und hörst ständig wie toll das Spiel ist, dann kommt irgendwann der innere Drang dieses Spiel auch zu kaufen, weil du das Gefühl hast etwas zu verpassen was andere gerade in Euphorie setzt. Noch nie was gekauft, was du eigentlich gar nicht gebraucht hättest aber dann doch gekauft hast, weil es so viele toll gefunden haben?
 
Hm... ich verstehe was du schreibst, kann es aber nicht nachvollziehen oder verstehen. Ehrgeiz? Neid? Fremdwörter für mich.

Bin anscheinend da gänzlich vom anderem Schlag.

Beispiel:
Ich kenn keinen der sich freut, dass ein Millionär reich ist sondern der erste Gedanke ist dann "verdammt wieso bin ich das nicht"
Du würdest dich nicht für eine Person - die du kennst, Beispielsweise - "freuen" wenn sie zu Reichtum kommt? Ich würde das der Person jedenfalls nicht "missgönnen" oder wäre in irgendeiner Form neidisch auf die Person.

Auch dein GTA Beispiel kann ich nicht nachvollziehen, wenn ich Lust auf ein Spiel habe, dann Spiel ich es eben, aber zu dem mir selbst festgelegtem Zeitpunkt - Geld hab ich nicht im Überfluss, dies hilft dann schon eher Jahre nach Release nen Spiel zu zocken.
The Last of Us Part I ist da ein gutes Beispiel. Hab ich das erste mal gespielt als das Remake auf dem PC kam, natürlich wusste ich von der Story, hab hier und da über die Jahre Gameplay gesehen, hat mich aber nie dazu veranlasst das auf Konsole zu spielen, selbst dann nicht, als ich ne PS4 Pro geschenkt bekommen habe.

GTA VI werde ich auch hier und da in Streams mir anschauen, um dann im Jahre Anno 2035 - oder so - vielleicht selber spielen, FOMO in der Art würde das bei mir nie triggern.

Also deine Erläuterung wäre eher gesellschaftlicher Natur?
 
FOMO hat meiner Meinung nach nicht wirklich was mit Gier oder Neid zu tun, es ist vielmehr der in uns verankerte Wunsch keine tollen Erlebnisse oder Gelegenheiten zu verpassen. Sehe es ja auch bei meinen Kindern und erinnere mich dabei an die eigene Kindheit, wie traurig ich sein konnte, wenn ich etwas verpasst habe, wenn ich zum Beispiel krank war und einen Sommer nicht ins Ausland zu meinen Verwandten konnte oder Freunde ohne mich was unternommen haben. Dieses Gefühl etwas zu verpassen, was Freude bereiten könnte, ist unangenehm. Denke, dass die meisten Menschen das haben, aber die Ausprägung der Intensität unterscheidet sich dann wieder von Mensch zu Mensch.

Aber wie das so ist in der kapitalistischen Wirtschaftspsychologie werden unsere psychologischen Grundstrukturen von Unternehmen bewusst getriggert, pervertiert und mit Konsum ausgeschlachtet.
 
Du würdest dich nicht für eine Person - die du kennst, Beispielsweise - "freuen" wenn sie zu Reichtum kommt? Ich würde das der Person jedenfalls nicht "missgönnen" oder wäre in irgendeiner Form neidisch auf die Person.
Da hast du mich falsch verstanden! Wenn es eine Person ist die ich kenne, gönne ich ihr das selbstverständlich besonders wenn es im privaten/familiären Umfeld passiert. Was ich damit meine, wenn man sich ansieht fremde Personen die z.B. im Lotto den Jackpot knacken und ich auch gespielt habe, stelle ich mir vor wie geil das gewesen wäre wenn ich das geworden wäre und was ich damit alles angestellt hätte.
Auch dein GTA Beispiel kann ich nicht nachvollziehen, wenn ich Lust auf ein Spiel habe, dann Spiel ich es eben, aber zu dem mir selbst festgelegtem Zeitpunkt - Geld hab ich nicht im Überfluss, dies hilft dann schon eher Jahre nach Release nen Spiel zu zocken.
Natürlich gibt es immer andere Einflüsse und Menschen die anders damit umgehen aber der Großteil der Gamer ist so, dass er das will was gerade alle anderen als geil fühlen wie es Azrael beschrieben hat etwas zu verpassen was gerade anderen viel Freude bereitet. Hand auf´s Herz! Wenn wir unsere Games der Schande alle durchspielen müssten die wir uns nur so gekauft haben wer von euch könnte im November wirklich mit GTA VI rechtzeitig anfangen? Also kaufen wir und kaufen wir und spielen es aber dann gar nicht oder nur kurz weil wir schon wieder das nächste kaufen.
 
Also FOMO kenne ich im Gamingbereich zum Glück nicht. Ich habe keine Pile of Shame, und die meisten Games interessieren mich nicht.
Dieses Jahr werde ich insgesamt auf 1 gekauftes Spiel kommen. Also alles super easy.

Wo ich früher FOMO hatte, war auf Parties.
Eigentlich hatte man um Mitternacht genug getrunken, und jede Faser meines Körpers hätte sich darüber gefreut wenn ich nach Hause gegangen wäre.
Aber NEIN, man könnte auf den Parties ja noch irgendwas verpassen. Also blieb ich jedes mal bis Morgens um schlagmichtot, und hab´s wegen des Schädels jedes mal am nächsten Tag bereut.^^

Und dann noch ergänzend weil Azrael mal kurz was wegen Social Media im anderen Thread erwähnte.
Was Insta, Facebook und TikTok angeht, bin ich auch ganz froh das ich das wirklich auf minimalster Ebene nutze. Natürlich poste ich auch mal ein Foto vom Urlaub, aber ich hab auch kein Schmerz damit wenn ich zwei mal im Jahr was gepostet habe.
Gerade bei den Damen sieht es da oftmals gaaaaaanz anders aus. Wenn ich da an eine Ex von mir denke, mit der ich mal kurzfrisitig was hatte ..... die war ungelogen damals alle 20 Minuten auf Instagram, und hat dort auch wirklich täglich Bilder von ihr gepostet. Und diese "Sucht" nach Selbstbestätigung (also im Sinne von Likes und "wow siehst du gut aus") ist bei vielen Menschen (vorallem Frauen) oft sehr stark ausgeprägt.
 
Interessantes Thema Azrael, hatte schon FOMO das Niemanden dieses Thema interessiert. :crazyhair:

Spaß beiseite. Mich würde interessieren: Warum kommt es überhaupt zu FOMO? Gab es FOMO schon immer oder ist das eher aus dem kapitalistischen geboren, um auch eine Art psychischen "Druck" auf Kaufinteressierte zu erzeugen? Oder ist das doch eher was gesellschaftliches?

Ich kenne zwar den Begriff und auch das es im schlechten "Pattern"-Stil zum Einsatz kommt, siehe diverse Games mit Ingame-Shop und nem digitalem, limitierendem Angebot.
War aber noch nie betroffen davon.
Die Grundmechanik hinter FOMO dürfte wohl in der Evolution liegen und dem Schwarmverhalten zuzuordnen zu sein, was die Wahrscheinlichkeit zu überleben ganz füher erhöht haben dürfte. Viele dieser Evolutionsmechaniken, die wir heute noch in uns tragen, lassen sich durch Werbung gezielt ansprechen und beeinfluss, siehe rotes Verkaufspreisschild. ;-) Und ja, das betrifft auch die Leute die meinen sich durch Werbung nicht beeinflussen zu lassen.

Grüße
 
siehe rotes Verkaufspreisschild. ;-) Und ja, das betrifft auch die Leute die meinen sich durch Werbung nicht beeinflussen zu lassen.
Dahingehend muss man sich nur mit der zugrunde liegenden Psyche auseinander setzen und generell verstehen, wie Werbung eigentlich wirken soll, schon funktioniert ein rotes Preisschild nicht mehr.
Ob sich FOMO so einfach entkoppeln lassen könnte, wage ich zu bezweifeln, da unter Umständen andere Druckmechaniken wirken könnten.

FOMO + Schwarmverhalten, bzw Zugehörigkeit erschließt sich mir auch nicht. Schwarmverhalten, bzw Zugehörigkeit war ein notwendiger Überlebensinstinkt.
 
Früher hatte ich ziemlich viele Games, Filme und Serien die unbedingt sehen und erleben wollte. Habe aber schon aussortiert was mivht gar nicht interessiert. Nur was mitmachen was Andere voll begeistert eher sehr selten. Ging schon eher der eigenen Nase nach.

In letzten 4-5 Jahren hat es aber stark nachgelassen. Fast jeden Abend 2-3 Stunden zocken ist irgendwie nicht mehr. Jedes Game 3-4x durchzocken auch nicht. Zeit vergeht langsam etwas anders und die Interesse wandeln sich. Möchte auch Zeit mit anderen Leuten verbringen.

Daher muss ich nicht mehr alles Day One gleich dabei sein. Manchen lässt sich auch später erleben. Klar will man nicht immer überall gespoilert werden. Im Grunde brauch ich deswegen auch keine riesen Mediensammlung. Vieles guckt und erlebt man eh nur 1-2x. Wie beim ersten Durchgang wird es eh nie mehr werden.

Kenne aber natürlich noch Leute die jedes Jahr auch 50-100 Games sammeln aber dann 70% davon kaum anrühren. Wollen es halt nur besitzen ohne dass es dann vielleicht jemals einen Nutzen hat. Glaub sollte immer gesunde Balance einschätzen. Nichts hält ewig und Geschmack verändert sich halt auch mit der Zeit. Persönlich finde sogar teilweise etwas Minimalismus eher befreiend. Weniger unterbewusster Zwang oder schlechtes Gewissen alles gleicher Bedeutung zukommen zu lassen damit es seinen Wert erhält.

Jeder anders oder wird mit der Zeit sich vielleicht verändern. Viele Dinge die man jetzt glaubt immer zu tun kann schon in 10 Jahren anders ein.
 
„Leidet“ ihr überhaupt daran? Wie geht ihr damit um?

Nö, ne Fuck-You Mentalität regelt.

FOMO ist ein psychologischer Zustand, der von geldgierigen Anzugträgern forciert wird.

Denkt man da länger drüber nach, kommt man eventuell zu dem Schluss, dass man sich für diese Spielchen zu schade ist, so wars zumindest bei mir.
 
Interessant! Kannst du das näher ausführen? Der Zusammenhang von FOMO und Schwarmverhalten erschließt sich mir nicht ganz.
Klar, hier eine gute Zusammenfassung dazu von Google/KI. Genau das meinte ich damit.

"FOMO (Fear of Missing Out) ist keine moderne Erfindung. Sie wurzelt tief in unserer Evolution: Der Mensch ist ein soziales Wesen, das zum Überleben auf die Gruppe angewiesen war. Ausgeschlossen zu werden, bedeutete früher den sicheren Tod. [1, 2, 3, 4]

Die Evolutionspsychologie der Angst
  • Soziale Verbundenheit: In der Steinzeit war der Einzelgänger schutzlos. Unser Gehirn entwickelte ein Alarmsystem, das uns bestrafte (durch Angst und Unruhe), wenn wir den Anschluss an die Gruppe verpassten.
  • Ressourcenteilung: Informationen über die besten Jagdgründe oder Gefahren waren überlebenswichtig. Wer nicht dabei war, ging leer aus. [1, 2]

Die Dynamik des Schwarmverhaltens
  • Sicherheit in der Gruppe: Evolutionär ist es die sicherste Strategie, dem Verhalten der Masse zu folgen. Instinktiv ahmen wir andere nach, um kollektiv Bedrohungen zu entgehen. [1]
  • Synchronisation: Wie bei einem Vogelschwarm sorgt das ständige Beobachten der Artgenossen für eine blitzschnelle Anpassung an Umweltveränderungen."


Grüße
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Dahingehend muss man sich nur mit der zugrunde liegenden Psyche auseinander setzen und generell verstehen, wie Werbung eigentlich wirken soll, schon funktioniert ein rotes Preisschild nicht mehr.
Wenn es so einfach wäre die Psyche auszutricksen, gäbe es keine Phobien mehr. Aber rein theoretisch lässt sich eine Spinnenphobie beispielsweise eben nicht überwinden. ;-)

Das Gleiche gilt auch für den Einfluss auf Werbung, welche psychologisch wirkt. Viele denken zwar sie können sich dem Entziehen aber dem ist nichts so.
Ob sich FOMO so einfach entkoppeln lassen könnte, wage ich zu bezweifeln, da unter Umständen andere Druckmechaniken wirken könnten.

FOMO + Schwarmverhalten, bzw Zugehörigkeit erschließt sich mir auch nicht. Schwarmverhalten, bzw Zugehörigkeit war ein notwendiger Überlebensinstinkt.
Siehe oben.

Grüße
 
Wenn es so einfach wäre die Psyche auszutricksen, gäbe es keine Phobien mehr.
Ich habe nichts von einfach geschrieben.
Das Gleiche gilt auch für den Einfluss auf Werbung, welche psychologisch wirkt. Viele denken zwar sie können sich dem Entziehen aber dem ist nichts so.
Liest du auch was ich schreibe? Denken != sich mit der zu Grunde liegenden Prämisse auseinander setzen.
Nichts ist in Stein gemeißelt, weil ist so. Auch Phobien lassen sich - je nach Mensch und Psyche - überwinden.

Zwei Quellen beschreiben FOMO im Allgemeinen + wie man es heute versteht. Die andere Quelle bezieht sich auf die Wurzeln der menschlichen Moral und selbst die englische Quelle gesteht sich ein, das FOMO ein Überlebensinstinkt ist, der Lebenswichtig war und es heute eher eine Gefühlssache ist.

Nichts desto trotz verstehe ich mehr - dank dir und Azrael - wo eher der Ursprung von FOMO liegt.
 
Wenn es so einfach wäre die Psyche auszutricksen, gäbe es keine Phobien mehr. Aber rein theoretisch lässt sich eine Spinnenphobie beispielsweise eben nicht überwinden. ;-)
Einfach ist es nicht, aber grundsätzlich möglich und gut erforscht (Stichwort: Konditionierung).

Daher sind sogar gerade Phobien und generelle Angststörungen mit das „einfachste“ im psychotherapeutischen Kontext. Die Wirksamkeit des Kognitiv-Behavorialen-Therapieansatzes hat dahingehend sogar eine sehr hohe Studienlage mit einer guten Nachweisbarkeit von Therapieerfolgen.

Anders sieht die Sache bei Persönlichkeitsstörungen, wie Narzissmus, Borderline oder Psychosen aus, da hier vermutlich vielmehr verdeckte Ursachen, wie Traumata, Genetik etc vorliegen, welche man nicht einfach mal eben „wegtherapieren“ kann, aber das würde jetzt den Rahmen hier zu sehr sprengen,
 
Liest du auch was ich schreibe? Denken != sich mit der zu Grunde liegenden Prämisse auseinander setzen.
Gehts auch etwas unpersönlicher?
Nichts ist in Stein gemeißelt, weil ist so. Auch Phobien lassen sich - je nach Mensch und Psyche - überwinden.
Und in wiefern widerspricht das meiner Feststellung, dass sich Phobien nicht einfach durch pures Wissen besiegen lassen? Das mir eine Minispinne i. d. R. nichts tun kann weiß ich, die Angst ist aber real und da, beispielsweise. Das heißt nicht im Umkehrschluss das man sie grundsätzlich nicht besiegen kann.

Du hast aber von klar werden und wissen wie es funktioniert geschrieben und so lassen sich aber psychologische Mechanismen nicht einfach aushebeln.
Zwei Quellen beschreiben FOMO im Allgemeinen + wie man es heute versteht. Die andere Quelle bezieht sich auf die Wurzeln der menschlichen Moral und selbst die englische Quelle gesteht sich ein, das FOMO ein Überlebensinstinkt ist, der Lebenswichtig war und es heute eher eine Gefühlssache ist.
Aber es basiert genau auf dem evolutionären Hintergrund, das ist genau die Mechanik die da wirkt, nichts weiter habe ich festgestellt und auf die Frage woran das liegt geantwortet.
Nichts desto trotz verstehe ich mehr - dank dir und Azrael - wo eher der Ursprung von FOMO liegt.
Supi. :-) Ich auch, den Begriff FOMO kannte ich nämlich nicht aber das was dahinter steckt eben.
:)

Grüße
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Einfach ist es nicht, aber grundsätzlich möglich und gut erforscht (Stichwort: Konditionierung).

Daher sind sogar gerade Phobien und generelle Angststörungen mit das „einfachste“ im psychotherapeutischen Kontext. Die Wirksamkeit des Kognitiv-Behavorialen-Therapieansatzes hat dahingehend sogar eine sehr hohe Studienlage mit einer guten Nachweisbarkeit von Therapieerfolgen.
Das kenne ich auch so aber es ist eben nichts was sich aus einem theoretischen Wissen ableitet und funktioniert, sondern, so wie du es schriebst, kondotioniert werden muss und das oftmals durch stetige, jahrelange Konditionierung und dann ist eine Phobie auch nicht komplett weg, sondern man kann dann damit einigermaßen leben. Ich denke nicht das sich ein 0815 User dem Werbeeinfluss durch jahre lange Selbstdisziplin professionell wegkonditioniert. ;-)
Anders sieht die Sache bei Persönlichkeitsstörungen, wie Narzissmus, Borderline oder Psychosen aus, da hier vermutlich vielmehr verdeckte Ursachen, wie Traumata, Genetik etc vorliegen, welche man nicht einfach mal eben „wegtherapieren“ kann, aber das würde jetzt den Rahmen hier zu sehr sprengen,
Wobei Evolutionmechaniken ja auch fundamental psychologisch sind, damit man eben nicht erst über etwas nachdenken muss/braucht sondern schnell reagieren kann.

Grüße
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich denke nicht das sich ein 0815 User dem Werbeeinfluss durch jahre lange Selbstdisziplin professionell wegkonditioniert. ;-)
Da unterschätzt du die Willenskraft mancher Menschen. Es gibt Menschen, die sehr bei sich selber sind und ihre echten Bedürfnisse gut kennen, sodass Werbemanipulation da nicht gut greifen kann. Ich kenne persönlich solche Personen. Meistens sehr religiös, worin auch der Zusammenhang besteht.
Wobei Evolutionmechaniken ja auch fundamental psychologisch sind, damit man eben nicht erst über etwas nachdenken muss/braucht sondern schnell reagieren kann.
Stimmt! Nur nicht all diese Mechaniken sind noch adäquat und ja wir Menschen sind auch darauf gepolt Unstimmigkeiten und etwaige Gefahren schnell zu erkennen, da die schnelle Wahrnehmung dessen zwischen Leben und Tod entscheiden konnte. In extremer Ausprägung führt aber genau dieses Verhalten, welches damals unser Leben gerettet hat, paradoxerweise heute in Depressionen und Angststörungen, da nun mal kein Säbelzahntiger hinter jeder Ecke wartet.
Diese Beispiele kenne ich aber auch aus dem Umfeld, für die gefühlt jeder Tag ein Weltuntergang sein kann und die Weltkriege, Krisen etc. stets mental mitgedacht werden. Daher ist es auch gut, sich stets zu hinterfragen im Abgleich zwischen Realität und Kopfkino.
 
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