FOMO - Die Furcht davor etwas zu verpassen

Gehts auch etwas unpersönlicher?
Ich wüsste nicht wo ich persönlich geworden bin. Ich bin - ursprünglich - auf deine von dir angestoßene Prämisse zur Beeinflussung durch Werbung eingegangen. Das diese eine psychologische Prämisse zugrunde liegt und dann zitierst du mich und schreibst, das Werbung psychologisch wirkt. Da darf ich mich schon fragen, ob das von mir geschriebene gelesen worden ist.


Und in wiefern widerspricht das meiner Feststellung, dass sich Phobien nicht einfach durch pures Wissen besiegen lassen? Das mir eine Minispinne i. d. R. nichts tun kann weiß ich, die Angst ist aber real und da, beispielsweise. Das heißt nicht im Umkehrschluss das man sie grundsätzlich nicht besiegen kann.

Du hast aber von klar werden und wissen wie es funktioniert geschrieben und so lassen sich aber psychologische Mechanismen nicht einfach aushebeln.
Ehrlich, lassen wir das. Wie man von Werbung auf Phobien kommt, erschließt sich mir nicht.
Natürlich lassen sich psychologische Mechanismen nicht "einfach" aushebeln, sonst gäbe es keine massenhaft überlaufenen Psycholog:innen.

Nur gehört aber auch mal dazu, sich dieser Mechanismen klar zu werden, ob nun mit Hilfe oder ohne. Was man nicht versteht, kann man nicht begreifen. Und da liegt der Hund des wahrscheinlichen Missverständnisses begraben. Wenn ich zum Bleistift begreife - aus welchen Gründen auch immer - wie ich auf bestimmte Dinge reagiere - psychologisch gesehen - und darüber hinaus mich eines tiefer gehenden Verständnis, in dem Fall Werbung, bediene, dann kann man schon in der Lage sein, Dingen/Werbung gegenüber resilienter zu werden. Natürlich nie zu 100%, aber doch mehr als der "08/15" Mensch.
 
Wenn ich auf einem Platz stehe und in die luft gucke und laut *boah krass* sage und möglichst noch mit dem Finger drauf zeige, dann versichere ich Dir, gucken 90 % der Menschen da auch hin, so funktionieren wir und genau so etwas lässt sich dann, trotz Religion entsprechend nutzen/ ausnutzen.

Da ist ja genau der Sinn solcher Maßnahmen, Bereiche anzusprechen, die sich eben nicht direkt ansprechen/kontrollieren lassen sondern einfach nur reagieren. Wenn alle Mensch auf einmal panisch wegrennen wird das bei jedem umstehenden Menschen das gleiche Bedürfnis hervorrufen, egal wie emotional/psychologisch gefestigt man ist und genau diese inneren Bedürfnisse werden getriggert und angesprochen, bei vielen Werbemaßnahmen.

Das schließt natürlich nicht aus, das man das ein Stück weit wegtrainieren kann aber tatsächlich wirkt es und auch langfristig, so dass du irgendwann später einmal eine Entscheidung triffst, weil du Jahre vorweg mal was gehört hast dazu und dann eben in einer Werbung und dann kaufst du als Waschmitteln, wenn du keine Ahnung hast eben den weißen riesen und nicht action-netto subber Weiß vom Discounter. ;-)

Also ja, man kann sich dem Entziehen, ein Stück weit aber nicht in Gänze. Werbung wirkt immer, auf die ein oder andere Weise. ;-)

Und als Bogen zu Fomo entsprechend eben auch, schwer sich dem zu entziehen, wenn es Gruppendynamiken tangiert. Das lässt sich dann dementsprechend leider auch ausnutzen.

Grüße
 
Ich wüsste nicht wo ich persönlich geworden bin. Ich bin - ursprünglich - auf deine von dir angestoßene Prämisse zur Beeinflussung durch Werbung eingegangen. Das diese eine psychologische Prämisse zugrunde liegt und dann zitierst du mich und schreibst, das Werbung psychologisch wirkt. Da darf ich mich schon fragen, ob das von mir geschriebene gelesen worden ist.
Ich habe einfach Kraft meines Denkens den inhaltlichen Zusammenhang vergrößert um den Kontext klarer zu machen. Welche Gemeinsamkeiten bestehen habe ich ja versucht darzustellen.
Ehrlich, lassen wir das. Wie man von Werbung auf Phobien kommt, erschließt sich mir nicht.
Natürlich lassen sich psychologische Mechanismen nicht "einfach" aushebeln, sonst gäbe es keine massenhaft überlaufenen Psycholog:innen.
In dem inhaltlichen Kontext wirken eben Mechanismen gleichen Ursprungs. DIe beiden Beispiele sollten nur das deutlich machen, da mehr Bezug, was bei dem ursprünglich genennten Thema Fomo im Hintergrund passiert. ;-)
Nur gehört aber auch mal dazu, sich dieser Mechanismen klar zu werden, ob nun mit Hilfe oder ohne. Was man nicht versteht, kann man nicht begreifen. Und da liegt der Hund des wahrscheinlichen Missverständnisses begraben. Wenn ich zum Bleistift begreife - aus welchen Gründen auch immer - wie ich auf bestimmte Dinge reagiere - psychologisch gesehen - und darüber hinaus mich eines tiefer gehenden Verständnis, in dem Fall Werbung, bediene, dann kann man schon in der Lage sein, Dingen/Werbung gegenüber resilienter zu werden. Natürlich nie zu 100%, aber doch mehr als der "08/15" Mensch.
Klar kann man das, siehe oben nur ist man im Alltag von so vielen Themen mittlerweile abgelenkt, dass sich solche nötigen tiefgreifenden Gedanken und die damit einhergehenden Umkonditionierungen zum Gewohnten allein zu einem Thema doch kaum einer macht in der Praxis, vor allem nicht ohne Leidensdruck. ;-)

Sorry fürs Abschweifen @AzRaeL aber das Thema war dann doch auffällig interessant und tatsächlich, siehe Beispiele, breitgefächerter und tieflegender als man zunächst vermuten könnte. :-)

Für mich stellt sich aber auch die Frage, warum stellst du diese Frage, mit welchem Hintergrund genau? Gibt es da gerade in deinem beruflichen Umfeld Dinge, die dich diesbezüglich beschäftigen?

Grüße
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Doch. Ich kenne Menschen, die sich nahezu komplett all dem Entziehen, weil sie auch keinen Fernseher besitzen und Handys wie in den 90ern benutzen ;)
Und wenn die im öffentlichen Raum unterwegs sind gucken die beim Laufen nur auf die Füße? Ich "behaupte" mal das sie sich auch beeinflussen lassen, ja auch durch Werbung aber dann entsprechend für andere Themen. ;-)

Grüße
 
Sorry fürs Abschweifen @AzRaeL aber das Thema war dann doch auffällig interessant und tatsächlich, siehe Beispiele, breitgefächerter und tieflegender als man zunächst vermuten könnte. :-)
Alles gut, finde die Abschweifung noch im Kontext :)
Für mich stellt sich aber auch die Frage, warum stellst du diese Frage, mit welchem Hintergrund genau? Gibt es da gerade in deinem beruflichen Umfeld Dinge, die dich diesbezüglich beschäftigen?
Achso ne, ist aus dem Thread Cozy Games entstanden, wo ich meine eigene FOMO thematisiert habe und deshalb lieber ausgliedern wollte, um den Thread dort nicht zu sprengen.
Und wenn die im öffentlichen Raum unterwegs sind gucken die beim Laufen nur auf die Füße?
Witzig, dass du das ansprichst, da das ein Teil der religiösen Praxis ist. Gerade das Thema freizügig gekleidete Frauen nicht anschauen ist da ein großes Thema, womit Werbung per se visuell zu vermeiden ist und darüber hinaus auch Blicke auf der Straße nicht umherschweifen sollen.
 
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