Leaks und illegale Downloads bleiben eine der größten Herausforderungen für die Gaming-Branche. Besonders kleinere Entwicklerstudios trifft dies hart, da sie die finanziellen Einbußen kaum kompensieren können. Wenn Herzblut und jahrelange Arbeit in einem Projekt stecken, ist es für das Team extrem frustrierend, wenn das Spiel noch vor dem offiziellen Release im Netz landet – so wie kürzlich beim neuen Survival-Titel Subnautica 2.

Dreiste Support-Anfragen im Netz Bereits vor der Veröffentlichung kursierten erste Raubkopien im Internet. Auf Reddit verbreiteten sich Screenshots und Videoclips, und vereinzelt wurde das Spiel sogar schon live gestreamt.

Am 13. Mai – also nur einen Tag vor dem eigentlichen Launch – meldete sich schließlich ein Nutzer auf dem offiziellen Discord-Server des Spiels, weil er ein technisches Problem hatte. Lead Designer Anthony Gallegos reagierte darauf mit deutlichen Worten: Er bedankte sich ironisch für das Raubkopieren eines Spiels, in das er jahrelang Arbeit gesteckt habe, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Er sei enttäuscht und hoffe, dass der Nutzer seine Entscheidungen überdenke.

Nachträglich stellte Gallegos jedoch klar, dass ihn die Piraterie an sich gar nicht am meisten geärgert habe. Raubkopierer würden eben tun, was sie tun; Geld sei oft knapp und das verstehe er auch, da man schließlich selbst mal jung war.