Was sagen Spieler, die die Steam Machine bereits im Alltag nutzen? Wo liegen ihre größten Kritikpunkte? Und was funktioniert vielleicht sogar besser als viele erwartet hätten? Ich habe zahlreiche Tests, Erfahrungsberichte und Diskussionen aus der Community angesehen.
SteamOS überzeugt fast alle
Ein Punkt zieht sich durch nahezu alle Erfahrungsberichte: SteamOS. Viele Spieler loben das Betriebssystem, weil es sich deutlich unkomplizierter anfühlt als ein klassischer Windows-PC. Einschalten, Spiel auswählen und loslegen, genau dieses Konsolengefühl scheint Valve gelungen zu sein. Auch die Benutzeroberfläche wird häufig als modern, übersichtlich und angenehm beschrieben. Das ist aber auch für mich wenig überraschend, da ja SteamOS sehr gut und eingängig ist. Hätte mich sehr gewundert, wenn dies zu einem Kritikpunkt geführt hätte.Endlich wieder PC-Gaming auf der Couch
Ein weiterer Punkt, der immer wieder positiv erwähnt wird, ist das Spielerlebnis im . Viele Nutzer schreiben, dass sie ihre Steam-Bibliothek heute deutlich häufiger nutzen als früher. Während ein Gaming-PC oft am Schreibtisch steht, lädt die Steam Machine dazu ein, einfach auf dem Sofa zu spielen. Für viele fühlt sich das wie die perfekte Mischung aus Konsole und PC an.Die Lautstärke wird immer wieder gelobt
Überraschend häufig wird auch die Geräuschentwicklung erwähnt. Selbst unter Last arbeitet die Steam Machine vergleichsweise leise. Gerade im Wohnzimmer ist das für viele ein großer Pluspunkt und sorgt dafür, dass das Spielerlebnis deutlich entspannter wirkt als bei manch anderem Gaming-PC.Nicht jedes Spiel läuft problemlos
Natürlich gibt es auch Kritik. Obwohl Proton und SteamOS inzwischen eine enorme Anzahl an Spielen unterstützen, funktioniert längst nicht jeder Titel fehlerfrei. Vor allem Spiele mit bestimmten Anti-Cheat-Systemen bereiten weiterhin Schwierigkeiten. Wer ausschließlich aktuelle Multiplayer-Spiele spielt, sollte deshalb vorher prüfen, ob die gewünschten Titel vollständig unterstützt werden. Da wäre es aber auch an der Zeit, dass die Publisher mithelfen dieses leidige Thema endloch in den Griff zu bekommen. Ich meine SteamOS ist jetzt nicht etwas komplett neues.Die Leistung sorgt für Diskussionen
Auch bei der Leistung gehen die Meinungen auseinander. Während viele Spieler mit der Performance vollkommen zufrieden sind, wünschen sich andere bei aktuellen AAA-Spielen etwas mehr Reserven. Besonders bei höchsten Grafikeinstellungen oder sehr hohen Auflösungen stößt die Hardware je nach Spiel an ihre Grenzen.Für die meisten Nutzer scheint das jedoch kein großes Problem zu sein. Viele berichten, dass sie lieber flüssig auf dem Sofa spielen als jedes einzelne Grafikdetail auszureizen. Jedoch siehe gleich den nächsten Absatz mit FSR4 könnte sich da auch noch viel ändern bezüglich der Meinung.
Digital Foundry sieht großes Potenzial – aber auch klare Grenzen
Ein interessantes Bild zeichnet auch die aktuelle Analyse von Digital Foundry. In mehreren Spielen wurde die neue FSR-4-Technologie auf der Steam Machine ausführlich getestet. Das Ergebnis fällt insgesamt positiv aus. Besonders die Bildqualität konnte in vielen Titeln überzeugen und lag teilweise sogar über dem Niveau der aktuellen Konsolen. Spiele wie Cyberpunk 2077, Alan Wake 2 oder Stellar Blade liefen mit passenden Einstellungen überraschend flüssig und profitierten deutlich vom neuen KI-gestützten Upscaling.Allerdings zeigen die Tests auch, dass die Hardware nicht in jedem Spiel mithalten kann. Vor allem besonders anspruchsvolle Titel wie Metal Gear Solid Delta oder Crimson Desert bringen die Steam Machine an ihre Grenzen. Hier sinken die Bildraten teilweise deutlich und Funktionen wie Frame Generation liefern derzeit nicht immer die gewünschten Ergebnisse.
Als größtes Plus hebt Digital Foundry die Bildqualität von FSR 4 hervor. Gleichzeitig wird aber auch klar, dass die Hardware nicht mit jeder Situation problemlos umgehen kann. Wer bereit ist, die Grafikeinstellungen etwas anzupassen und ein Display mit VRR (Variable Refresh Rate) nutzt, erhält laut den Tests jedoch ein insgesamt sehr überzeugendes Spielerlebnis.
Unterm Strich zeigt sich damit ein ähnliches Bild wie bei vielen Spielern: Die Steam Machine überzeugt vor allem durch ihr Gesamtpaket und das einfache Spielerlebnis. Technisch ist sie zwar nicht perfekt, bietet mit FSR 4 aber eine starke Grundlage, die sich durch zukünftige Optimierungen sogar noch weiter verbessern könnte.
Valve reagierte schnell auf Kinderkrankheiten
Wie bei fast jeder neuen Hardware blieb auch die Steam Machine nicht von kleineren Startproblemen verschont. Positiv hervorgehoben wird allerdings, dass Valve vergleichsweise schnell auf gemeldete Fehler reagierte und bereits kurz nach dem Verkaufsstart mehrere Updates veröffentlichte, die zahlreiche Probleme beseitigten. Viele Nutzer loben deshalb den schnellen Support und die regelmäßigen Verbesserungen. Auch bei Ausfällen dürfte sich die Zahl sehr gering halten und Valve reagiert sehr schnell auf dies und bietet den Kunden gute Lösungen an.Das überraschendste Fazit
Am häufigsten taucht in den Erfahrungsberichten eigentlich ein ganz anderer Satz auf: Viele Spieler schreiben, dass sie wieder häufiger spielen. Nicht weil die Hardware alles besser macht als ein Gaming-PC, sondern weil die Hürde deutlich geringer geworden ist. Einfach einschalten, Controller in die Hand nehmen und loslegen, genau dieses Gefühl scheint die Steam Machine vielen zurückgegeben zu haben.Schaut man sich die Stimmung im Netz an, fällt auf, dass die Steam Machine deutlich positiver aufgenommen wird, als es manche Diskussionen zum Verkaufsstart vermuten ließen. Ja, es gibt Kritikpunkte. Nicht jedes Spiel läuft perfekt und bei den neuesten AAA-Titeln wünschen sich manche Nutzer etwas mehr Leistung.
Gleichzeitig scheint Valve aber genau das erreicht zu haben, was viele Spieler seit Jahren wollten: Einen unkomplizierten Gaming-PC, der sich im Wohnzimmer wie eine Konsole anfühlt und den Einstieg ins PC-Gaming so einfach wie möglich macht.