Laut mehreren Medienberichten hatte Microsoft das Ziel, den Xbox Game Pass bis 2026 auf rund 77 Millionen Abonnenten auszubauen. Tatsächlich soll der Dienst aktuell jedoch nicht einmal die Hälfte dieser Zahl erreichen und bei rund 30 Millionen Abonnenten liegen.
Milliarden investiert aber Ziel trotzdem deutlich verfehlt
In den vergangenen Jahren hat Microsoft enorme Summen in den Gaming-Bereich investiert. Die Übernahmen von Bethesda und Activision Blizzard, zahlreiche Day-One-Releases sowie immer neue Vorteile für Game-Pass-Abonnenten sollten den Dienst kontinuierlich wachsen lassen.Die aktuellen Zahlen zeigen jedoch ein anderes Bild. Trotz dieser Investitionen stagniert das Wachstum offenbar deutlich hinter den eigenen Erwartungen. Die Euphorie wie sie damals war, ist längst abgeflacht und heute liest man im Netz noch kaum von einem tollen Paket sondern eher das der Pass immer unübersichtlicher und unattraktiver wurde.
Haben die Preiserhöhungen viele Spieler abgeschreckt?
Ein möglicher Grund könnten die zuletzt gestiegenen Preise sein. Erst vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass Microsoft durch die Preisanpassungen mehrere Millionen Abonnenten verloren haben soll. Viele Spieler kündigten ihr Abo oder wechselten auf günstigere Modelle. Zwar wurden einige Tarife später wieder attraktiver gestaltet, doch der erhoffte Wachstumsschub blieb bislang offenbar aus.Steckt Xbox mitten in einem Strategiewechsel?
In den vergangenen Monaten sorgte Microsoft immer wieder für Schlagzeilen. Neben Entlassungen und Umstrukturierungen veröffentlichte das Unternehmen zahlreiche ehemalige Xbox-Exklusivtitel auch für PlayStation. Gleichzeitig wurde mehrfach betont, dass Xbox künftig deutlich plattformübergreifender denken möchte.Rückblickend könnte diese Entwicklung erklären, warum Microsoft seine Strategie immer stärker verändert. Sollte der Game Pass tatsächlich weit hinter den eigenen Erwartungen liegen, wäre ein solcher Kurswechsel durchaus nachvollziehbar.
Ist das Abo-Modell vielleicht doch nicht die Zukunft?
Die eigentliche Frage lautet mittlerweile gar nicht mehr, ob 30 Millionen Abonnenten viel oder wenig sind. Für sich genommen ist das eine beeindruckende Zahl.Spannender ist vielmehr, ob Microsoft das Potenzial des Game Pass am Ende überschätzt hat. Viele Spieler kaufen ihre Lieblingsspiele weiterhin lieber dauerhaft oder warten gezielt auf Angebote. Andere möchten nicht mehrere verschiedene Abonnements gleichzeitig bezahlen. Vielleicht stößt das Modell deshalb langsam an seine natürlichen Grenzen.