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Allgemeine Diskussionen rund um das Thema Audio

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Thread owner
Da ich den "Was habt ihr gerade gekauft"-Thread nicht zerreden will, mache ich mal hier weiter mit dem Thema, das dort begonnen hat 😊



Naja, ne. Klangsignatur ist Geschmacksache, ja. Aber MP3 ist IMMER verlustbehaftet. Ob man das hören kann liegt zum Einen am eigenen Gehör, das kann man sich tatsächlich antrainieren, natürlich am Abhörequipment und dem Audiomaterial, zum Anderen aber auch tatsächlich am Genre. Bei Musik, in der nicht viel passiert, wie elektronische Musik, ist es deutlich schwieriger Unterschiede zu hören, auch in der akustischen Separierung, als zB bei Orchestermusik.

Und viel Musik heutzutage wird einfach auch schon radiotauglich produziert (gerade bei der Dynamik und Räumlichkeit hört man das krass), bei der es dann tatsächlich egal ist, in welchem Material sie vorliegt.

Wenn man jetzt nen 50€ Kopfhörer hat, am besten einfach an einem Mittelklassemainboard onboard angeschlossen und als an Youtube gewöhnt ist und, sagen wir, Beethoven hört und dann plötzlich nen 500€ Kopfhörer an einer ordentlichen Audiokette mit gescheitem Audiomaterial vor sich hat, dauert es tatsächlich, bis man die ganzen Details und die Dynamik wirklich bewusst wahrnehmen kann. Hatte ich schon echt oft, wenn ich das mal jemandem gezeigt habe, man muss da echt erstmal "entgiften".

Richtig deutlich wirds, wenn man dann mal nach ner Weile zurückwechselt auf das Gewohnte. "Besser" ist erstmal diffus, zumal viele Menschen "Badewannensound" mit angehobenen Bässen und eine hohe Lautstärke gewohnt sind und das daher als "besser" erachten. Was den Meisten wiederum oft sofort auffällt, ist Räumlichkeit.

Klar gibt es, gerade im Audiobereich, mega viel Voodoo und subjektives, gerade Kabelklang, Burn In und Digital Analog Wandler sind da Stichwörter, für die man zig Tausende versenken kann. Aber eine gewisse Baseline macht definitiv einen objektiven Unterschied, den ich auch wirklich jedes Mal im RL überzeugend darlegen konnte. Auch ungeübten Hörern im A/B Blindtest.


Koeter, ich weiß gar nicht was ich dir da jetzt genau antworten soll.

Einerseits hast du da absolute Selbstverständlichkeiten aufgezählt, so ist der Sinn des MP3 Formats natürlich die verlustbehaftete Datenreduktion, und damit gehen halt immer Informationen verloren.

Andererseits sehe ich das ähnlich wie du, da wirfst du bei mir offene Fenster ein (um den Spruch mal etwas abzuwandeln) 🤭
Nur mit dem Unterschied, dass ich nicht glaube in der Lage zu sein herauszuöhren, ob ich da gerade ein gutes MP3 (aber dann ruhig mit 320 kbit/s) oder eine CD höre, und soooo schlecht ist meine Anlage nicht.



Es ging ja aber um den Test der "c't" bei dem ich selbstverständlich nicht dabei war 😩), deswegen noch ein paar Anmerkungen dazu, weil du das ja (richtigerweise) erwähnt hattest.

Testumgebung war ein ehemaliger Test-/Hörraum der Zeitschrift "Hifi Vision".

Das Equipment bestand aus einem Marantz CD 14 CD-Player nebst PM 14 Verstärker, an den B&W Nautilus 803 per Straight Wire Kabeln angeschlossen war.
Als Kopfhörer wurde der Elektrostat Sennheiser Orpheus benutzt, der damals schlappe 20.000 DM kostete.

Die MP3s wurden gerippt und zusammen mit den originalen Songs auf CD gebrannt, damit es auch da keine Klangverfälschungen gab und alles von einem Gerät wiedergegeben wurde (in dem Falle eben dem CD 14).

Ausgesucht wurde eine Liste von 17 Songs, darunter Peter Gabriel, Brahms und Shostakovitch.

Nur soviel dazu, ich glaube sehr viel besser kann man das nicht testen, höchstens noch (wie du ebenfalls bereits erwähnt hast), wenn die Tester sich dafür mehr Zeit nehmen zum einhören, das wird aber schwierig werden.



Wie ich bereits anmerkte, ich glaube nicht, dass ich da große Differenzierungen heraus hören würde im Vergleich CD zu MP3, das beziehe ich aber nur auf mich!

Ich höre durchaus heraus, ob gerade meine Magnat oder Quadral spielen (die Quadral haben die besseren Mitten & Höhen), auch zwischen meinen beiden Kopfhörern (AKG 285 und Beyerdynamic Amiron Wireless, letzterer gefällt mir klanglich gar nicht).
Sicherlich sind auch einige Lieder einfach besser aufgenommen und rein vom Klang besser (Dead Can Dance auf Tidal z.B. 😊).

Ich würde mir auch nie anmaßen zu sagen, Andere würden lügen, oder sich da etwas einbilden, das weiß ich ja gar nicht 🤔😉
Zumal unsere Anatomie auch zusätzlich nicht gleich ist (Stichwort Hörkanal), oder unsere Vorlieben. Unser lieber Cook ist zB. der Kopfhörer-Typ, ich dagegen lausche lieber über meine Lautsprecher, die umso besser klingen, je länger ich über meine Kopfhörer höre(n muss) 🤭
 
Joah, die Amiron sind recht warm und dunkel, hatte die mal da, meins sind die auch nicht.

Was du schreibst hat absolut Hand und Fuß. Der Faktor, den ich versuchte herauszuarbeiten und der in vielen Blindtests fehlt, ist Zeit. Jetzt waren wir natürlich nicht bei dem Test dabei und kennen auch weder die Probanden noch deren Hörgewohnheiten und sicherlich gibt es auch Menschen, die solche Unterschiede nicht, oder nur schwer wahrnehmen, aber dass sie null Komma null Unterschied gehört haben sollen, finde ich schon bemerkenswert. Aber ich kann da halt auch nur von meinen Erfahrungen berichten und die zeigen mir immer wieder, dass mal eben reinhören sehr selten ausreicht.

Allerdings hatte ich auch schon das ein oder andere Lied, bei dem ich selbst auch null Unterschied höre. Musik von Lorde zum Beispiel ist bemerkenswert dahingehend.
 
Manche hören Unterschiede, andere nicht. Ich denke eine allgemein gültige Leitregel gibt es da nicht.

Wobei auch das verwendete Equipment ein nicht zu unterschätzender Faktor ist. Bei einem 50€ Bluetooth Kopfhörer dürfte sich beispielsweise alles ziemlich gleich anhören, egal ob CD oder 320 kbit MP3.
 
Mensch ist sehr individuell. Manches ist physischer Natur und andere Dinge sind halt wirklich Erfahrung und jahrelang Antrainieren unserer Wahrnehmung bzw Gehirn.

Gibt auch unzählige Leute die zwischen 60Hz und 120Hz auf Handy oder Tablet bis Monitor angeblich keinen Unterschied sehen. Dann hast halt solche Blindtest die klar zeigen dass erfahrene Leute zumindest bis zu gewissen Grad schon unterschieden können:

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Bei Audio ist es halt ähnlich. Habe jetzt auch gut 30 Jahre Erfahrung im Hifi Bereich und schon einige Lautsprecher testen können und war jahrelang Mod im Hifi-Forum.

Ich bin auch keiner der an Kabelvoodoo und Reinigungsmagnete glaubt.

Was Audioqualität angeht kann ich zumindest für mich sagen dass es ab 48khz 24bit aufwärts schon schwierig wird da noch Unterschiede zu erkennen. Vieles hängt halt in erster Linie von guten Master ab.

Bei Blindtest im Netz hat man auch oft das Problem dass Leute dann eine Quelle in unterschiedlichen Formaten umwandeln. Zudem dass Leute es am PC/Laptop über Windows/MacOS anhören wo keine Bitperfect Ausgabe stattfindet da das OS nicht automatisch umschaltet wie iOS/iPad OS. Muss man dann manuell oft machen. Gibt nur Software wie Qobuz oder Tidal die dann den Soundmixer umgehen und 1:1 des Quellmaterial ausgeben.

Kommen halt viele Faktoren hinzu die den "Testaufbau" beeinflussen. Letzten Endes kann es halt immer Geschmacksache sein. Gute CD Master wird immer ehrlicher klingen als Schallplatte oder Röhrenverstärker weil die wiederum das Signal verzerren. Diesen 2warmen" Klang mögen aber viele Leute. Genau wie Leute bei ANC Kopfhörer Unterwegs eher die berüchtigte Badewannenabstimmung bevorzugen.

Gewöhnen kann sich der Mensch an viele Dinge. Kannst auch von UHD BD zu BD zurück. Andere von BD zur DvD Qualität. Wenn du Jahre erst mal gewissen Standard kennst wirst immer im Hinterkopf die bessere Qualität kennen und etwas merken.
 
Thread owner
Beim AB Vergleich ist auch die Lautstärke ein nicht zu unterschätzender Faktor. Wird nicht korrekt eingepegelt und B ist beispielsweise nur wenige dB lauter als A, dann wird B fast automatisch als "besser" empfunden.
Ja, da sagst du was. Schön, dass du darauf hinweist 😊👍🏻

Ich hatte neulich ein Händler-Video gesehen, wo verschiedene Lautsprecher getestet und vorgestellt wurden, und genau darauf haben die auch geachtet.
 
Das kenn ich, hab ich auf den Augen. Sehe überall nur Pfeifen...
:Ähhh:
 
Wobei auch das verwendete Equipment ein nicht zu unterschätzender Faktor ist. Bei einem 50€ Bluetooth Kopfhörer dürfte sich beispielsweise alles ziemlich gleich anhören, egal ob CD oder 320 kbit MP3.
Mein jetziger Kopfhörer hat 60 Euro gekostet. Der hat einen deutlich besseren Klang als der davor für 30 Euro.
Ich kann damit zumindest die Klangqualität von YouTube Videos sehr gut differenzieren.
Einen Vergleich Mp3 und CD kann ich gar nicht machen. Habe kein CD Laufwerk mehr und auch keine Anlage mit CD Player.
Jedenfalls kann ich mir keine Kopfhörer für mehrere hundert Euro leisten. Macht aber auch sowieso keinen Sinn weil ich kein Highend-Equipment habe.
;)
 
Exakt. Unterschiede in der Qualität, bzw "Klanggüte" sind eher Dinge wie Räumlichkeit, Tiefenstaffelung, Auflösung, Trennung/Separierung, Ortbarkeit. Du hörst plötzlich Dinge und in einer Weise, die du vorher gar nicht wahrgenommen hast.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Der Klang ist für einen solch eher günstigen DAC/Amp richtig gut. Als Vergleich habe ich den Fiio K17. Und der schneidet klanglich weitaus weniger “besser“ ab, als man anhand des Preises meinen würde. Die zwei sind sich doch sehr ähnlich und sehr nah beieinander. Der K13 ist durch den etwas wärmeren Klang ein guter Spielpartner für meinen Arya Organic. Wobei die Unterschiede zwischen DAC/Amps im Vergleich ja sowieso immer eher subtil sind. Die Hauptarbeit beim Klang leisten Kopfhörer oder Lautsprecher.
Gekauft habe ich den K13 weil ich sehr neugierig auf das Gerät war und ihn bei AliExpress inkl. Zoll für knapp 250 € bekommen habe. Kostet im deutschen Fiio Shop 319. Ich denke, ich werde ihn als Zweitgerät neben dem K17 behalten.
 
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