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Physisch, Digital oder Abo? Warum Gaming zwischen Nostalgie und Moderne mehr Grauzonen hat als man denkt

Thread owner
Ich denke man sollte hier ganz klar und fair dies distanziert betrachten! Es wird keiner gezwungen ein Abo abzuschließen. Wie es eben DaStash schon beschrieben hat, läuft alles nebenbei mit. Ich kann es im Abo spielen, aber ich kann es mir auch direkt holen. Ich glaube auch nicht, dass die Hersteller wenig bekommen, sondern eine sichere Einnahmequelle haben! Es ist auch nicht so, dass die Games ja dann ausschließlich im Abo sind, sondern du kannst sie ja auch kaufen. Auch einen Zwang gibt es für sie bestimmt nicht, du kannst dein Game auch normal zum kauf anbieten in jedem Store.
 
Thread owner
Also mir persönlich ging es rein um das wegfallen von physischen Medien. Ein Abo a la Gamepass nutzen wir gar nicht.
Und genau das ist ja das Gute! Wir haben die Wahl! Das eine schließt das andere nicht aus. Ich bin aktuell wirklich zufrieden mit dem 14€ PS Plus Extra. Wenn der mal 25 kostet, dann wird es für mich erledigt sein. Aber aktuell wie in meinem Fall will ich nicht 40€ für RDR1 auf den Tisch legen, daher sind 14€ dafür in Ordnung. Die nächsten Games die ich aus dem Katalog zocken möchte sind, die die Spidey Teile. Das sind für mich z.B. Games, die spiele ich einmal durch, dann ist es für mich durch.
 
Es wurde doch auch schon vor vielen Jahren beschnitten. Wir erinnern sicherlich uns doch alle noch so gerne an die Zeit zurück, wo du die Packung öffnest und dann mal das Booklet in die Hand genommen hast und darin eine Vorgeschichte, Charakter Beschreibung usw. vorgefunden hast. Heute hast, mit Glück einen Zettel drinnen wo nichts drauf steht aber ein Zettel ist drinnen.

Ich möchte auch nicht den Eindruck erwecken, ich bin 100% Pro für Digital! Aber den Kampf gegen Windmühlen ist es mir nicht wert, den kann man nicht gewinnen. Was mir viel besser gefallen würde, lasst uns endlich unsere digitalen Games, tauschen, verkaufen, verleihen! Dann ist das ganze einfach wieder rund und damit kann ich leben! Und ob das Game jetzt 10,15,20, oder nur 5 Jahre supported wird, kann ich eh nicht beeinflussen daher will ich da keinen Gedanken verschwenden.
Für mich ist digital an sich nicht das Problem, sondern das sich die Anbieter dahinter verstecken und Archivierung und einfache Weitergabe verhindern. Gäbe es das, hätte ich damit nicht einmal ein Problem. Aktuell, Achtung *magic*, nehme ich die BlueRay in die Hand --> Laufe zu meiner Tochter --> insert... ét voilaz, schon kann sie spielen. Und genau dieser Workflow wird aktiv verhindert, auch das Gebrauchtverkaufen etc., wobei ich das nicht mache, sehe aber den Punkt. Booklet ist nice to have aber nicht kriegsentscheidend für mich.

Grüße
 
Aktuell, Achtung *magic*, nehme ich die BlueRay in die Hand --> Laufe zu meiner Tochter --> insert... ét voilaz, schon kann sie spielen. Und genau dieser Workflow wird aktiv verhindert, auch das Gebrauchtverkaufen etc.
Vielleicht verstehe ich gerade was falsch, aber was genau ist an dem Workflow nun positiv?

Ich bin sogar froh, dass ich mir diese banalen Schritte beim PC sparen kann. Hat mich schon immer genervt bei der PS4 und 5 die Discs wechseln zu müssen. Oder jetzt bei der Switch 2, wo ich wieder mal seit langem viel Retail angehäuft habe. Kann nicht mal eben jetzt im Bett einfach Zelda starten, sondern muss aufstehen ins andere Zimmer, SD Karte holen, wechseln. Bäääh
:kotz:


Voll nervig.
 
Problem mit der Wertschätzung habe ich zum Glück bei mir nicht. Film, Musik oder Game im Abo ist bei mir nicht weniger wert als auf einem Datenträger. Sind eh die gleichen 0 und 1 sofern es im Stream natürlich nicht komplett andere Wiedergabequalität hat. Betrifft ja bei Games nur Cloud-Nutzung.

Egal ob Apple TV, Netflix, Apple Musik/Qobuz oder Game Pass, nutze Dinge nicht weil sie Morgen schon wieder rausfliegen könnten. Abo nur wenn ich halt in 1-2 Monaten auch einige Sachen darin finde die einen Gegenwert bringt. Häufig habe ich Dinge entdeckt die ich so nie zum Vollpreis Retail gekauft hätte. Trotzdem dann durchgespielt haben und schöne Erinnerung daran. Wenn ich es dauerhaft haben möchte oder es vor dem Durchzocken aus dem Abo fliegt dann holt man es sich halt im Sale. Sachen sind paar Monate später eh günstiger oder man kommt durch aktives Abo mit Rabatten ran.

Sehe daher Abos halt eher wie Früher wo man jeden Monat auch einiges an Geld für paar Zeitschriften ausgegeben hat wo dann schon mal eine Demo Disk dabei war. Ich mein wir haben sogar Games gekauft weil da eine Demo dabei war von etwas was man kaum erwarten konnte.

Glaube es ist halt immer Sache der eigenen Einmstellung. Wenn man Abo nicht als einzige Quelle sieht sondern nur als Überblick wo man in genug Dinge reinschnuppern kann und dann doch 1-3 Sachen durchzockt über die Monate die sonst viel mehr Geld gekostet hätten. Trotzdem im Nachhinein die Wahl hat es auch dauerhaft zu erwerben. Solange man Abos monatlich kündigen kann sehe ich da keine Verpflichtung darin daran gebunden zu sein. Für mich nur zusätzliche Option ein Medium zu nutzen. Wenn mir Game nach 10-15 Stunden keinen Spaß macht warum soll ich mich dann selbst zwingen es durchzuspielen nur weil man es ganz gekauft hat? Wenn man Spiele dann eh wieder verkauft oder über Gebrauchtmarkt holt oder gar von Kumpel ausleiht dann hat der Publisher auch keine vollen Einnahmen durch den anderen Nutzer der es bekommt.
 
Vielleicht verstehe ich gerade was falsch, aber was genau ist an dem Workflow nun positiv?

Ich bin sogar froh, dass ich mir diese banalen Schritte beim PC sparen kann. Hat mich schon immer genervt bei der PS4 und 5 die Discs wechseln zu müssen. Oder jetzt bei der Switch 2, wo ich wieder mal seit langem viel Retail angehäuft habe. Kann nicht mal eben jetzt im Bett einfach Zelda starten, sondern muss aufstehen ins andere Zimmer, SD Karte holen, wechseln. Bäääh
:kotz:


Voll nervig.
Kannst du dich noch damals zu PS4 Release an die Werbung erinnern, wie man Spiele weitergeben kann? Ist das Gleiche in Grün.
;-)


Grüße
 
Kannst du dich noch damals zu PS4 Release an die Werbung erinnern, wie man Spiele weitergeben kann? Ist das Gleiche in Grün.
;-)
Ne, aber ich verstehe jetzt die Kritik. Es geht darum, dass man es ausleihen oder in deinem Fall dann bei den Kindern auf deren Konsole abspielen kann. Aber kann man das nicht digital auch, wenn man einfach dementsprechend Benutzer und Family Share einrichtet?
 
Ne, aber ich verstehe jetzt die Kritik. Es geht darum, dass man es ausleihen oder in deinem Fall dann bei den Kindern auf deren Konsole abspielen kann. Aber kann man das nicht digital auch, wenn man einfach dementsprechend Benutzer und Family Share einrichtet?
Ganz ehrlich, das ist unnötig kompliziert und ich bin mittlerweile von diesen ganzen Anmeldungen/ Konto-anlegen etc. nur noch genervt. Ich will einfach was nutzen und nicht ständig, einstellen, anlegen, Passwortabfrage und 2FA bestätigen müssen. Nervt euch das nicht?

Grüße
 
Retail ist es natürlich einfacher, trotzdem kann man natürlich auch auf PC und Konsole zusätzliche Nutzer einbinden die dann auf die Spielbibliothek zugreifen können. Egal ob Kinder, Frau oder Mann im Haushalt. Erst wenn Games die eigenen 4 Wände verlassen sollen an Freunde ist Digital natürlich beschränkter außer man shared da im Vertrauen die Konten.

Mir wären wie gesagt Lizenschlüssel auf Chipkarte in Zukunft auch lieber (Module werden ja nicht billiger) als auf hochrotierende Disk. Blu-ray ging noch aber die UHD-Scheiben sorgen schon dafür dass Konsole oder ein Player ordentlich brummt.



@DaStash

Man greift ja über separates Konto über Steam oder Konsole auf die Spielbibliothek zu. Nix ständig mit Passwort und 2FA nötig.
 
Retail ist es natürlich einfacher, trotzdem kann man natürlich auch auf PC und Konsole zusätzliche Nutzer einbinden die dann auf die Spielbibliothek zugreifen können. Egal ob Kinder, Frau oder Mann im Haushalt. Erst wenn Games die eigenen 4 Wände verlassen sollen an Freunde ist Digital natürlich beschränkter außer man shared da im Vertrauen die Konten.

Mir wären wie gesagt Lizenschlüssel auf Chipkarte in Zukunft auch lieber (Module werden ja nicht billiger) als auf hochrotierende Disk. Blu-ray ging noch aber die UHD-Scheiben sorgen schon dafür dass Konsole oder ein Player ordentlich brummt.



@DaStash

Man greift ja über separates Konto über Steam oder Konsole auf die Spielbibliothek zu. Nix ständig mit Passwort und 2FA nötig.
Na dann erkläre mir das mal ganz kurz, wenn das so einfach ist. Ich habe eine Xbox und mich da auch belesen es war mir aber "einfach zu kompliziert" für einen einfachsten Vorgang und ich hatte weder Zeit und lust Family-Shares einzurichten, erst und zweit Konsole etc. zu definieren blablabla, das ist alles geschaffen worden, damit man es möglichst nicht nutzt.

Wie genau geht es bei der Xbox?

Grüße
 
Auf Steam, Xbox oder Playstation habe ich einfach ein Benutzerkonto für meine Frau angelegt. Solange ich das Gerät als Hauptplattform aktiviert habe kann sie einfach auf meine Spielbibliothek zugreifen. In Steam gibst dazu in den Optionen einfach die Freigabe.

Bei Kinderkonto kann man soweit ich weiß dann eh sämtliche Beschränkungen hinzufügen dass die Titel ab gewissen Alterklasse nicht sehen bzw zocken können. Macht man ja auch nur 1 mal und nicht ständig neu. Kauft man für die Kids zusätzliche Konsole müsste man die ebenfalls bei der Erstinstallation anpassen.

Wie gesagt gilt sowas wenn es in den eigenen 4 Wänden stattfindet. Sharing außerhalb an andere Familienmitglieder oder Freunde ist da natürlich umständlicher.
 
Außerdem kaufst du doch selber auch wahrscheinlich zu 99% digital. Ist aus der Warte heraus dann schon ziemlich paradox einen auf Anti-Digital zu machen.
Ich habe nichts gegen digitale Medien. Ich habe etwas gegen die extrem kundenfeindliche Rechtslage, die bislang nur nicht ausgenutzt wird, weil wir noch einen Funken Wettbewerb im Markt haben und Valve mit Steam Kundenschutz betreibt. Sony selbst hat schon Präzedenzfälle gesetzt und gekaufte Inhalte gelöscht. Der AI-Boom wird die Gaming-Branche weiter dazu treiben, in Richtung Streaming zu gehen, was seinerseits mit einem weiteren Verlust von Rechten und Möglichkeiten einhergehen wird. Gerade der Multiplayer-Bereich könnte in Zukunft sehr unangenehm werden dank AI-Moderation. Auf Youtube hat das derzeit zu einem beispiellosen Massensterben von völlig legitimen Kanälen geführt, die ihrerseits nichts falsch gemacht haben, aber einer fehlerhaften AI zum Opfer gefallen sind.
 
Ging alles an mir vorbei. Ist dann wohl blöd für die betroffenen, aber so lange das Thema jetzt keine relevante Breite hat, wird es wohl Gründe haben.

Aber davon auszugehen, dass irgendwann du ein Game im Store kaufst und nach kurzer Zeit einfach seitens Store es gelöscht wird, halte ich für übertriebene Schwarzmalerei.

Selbst wenn es soweit kommen sollte, vertraue ich auf die Gesellschaft, die sich dagegen auflehnen wird, zumal es sogar in manchen Ländern Institutionen gibt, die sich für Käuferschutz einsetzen.
 
Selbst wenn es soweit kommen sollte, vertraue ich auf die Gesellschaft, die sich dagegen auflehnen wird
Und ab wann ist der Punkt erreicht? Selbst hier, unter Enthusiasten, stehen diejenigen, die eine Meinung gegen solche Praktiken vertreten und sich beispielsweise gegen Abos aussprechen, als Minderheit da und werden belächelt.

Wer soll aufstehen, wer wird sich wann auflehnen? Und wie?

Sind wir mal ehrlich, die Bequemlichkeit hat im Gros gesiegt, da steht keine Couchpotatoe mehr auf. Achselzucken ist ja selbst hier schon an der Tagesordnung.
 
Ablehnung oder Belächeln sehe ich hier auch nicht. Jeder hat nun mal andere Lebensweisen und Vorlieben. Dinge ändern sich auch mit dem Alter was einem Wichtig ist. Muss Manchmal erkennen können dass es Gründe gibt warum Leute in gewissen Alterklassen unterschiedliche Interesse haben und alte Hobby dann einstellen.

Ist Derjenige der auf Minimalismus im Leben setzt der wahre Lebenskünstler oder Leute die Dinge sammeln und sich daran erfreuen? Gibt da kein absolutes Richtig oder Falsch. Kann sich über die Jahre ändern was die Lebenseinstellung angeht. Man Selber muss damit glücklich werden und auskommen. Aufdrängen auf Andere dass nur diese eine Sichtweise die Richtige ist ist eher das Problem der Gesellschaft in vielen Dingen. Jeder weiß anscheinend was für den Anderen das Beste ist. Funktioniert aber nicht pauschal. Dem einen kann der Erhalt von Medium wichtig sein, dem Nächste ist gesunde Familie der Mittelpunkt und Andere wiederum setzen sich für den Naturschutz ein usw....

Wie Jemand ein Medium nutzt und was ihm ab gewissen Punkt zu weit geht ist eben sehr unterschiedlich. Deswegen ist es ja gut solange es Optionen gibt und es nie in das eine Extrem geht. Dass sich Dinge ändern weil die Gesellschaft mit der Zeit sich wandelt, anders aufwächst oder Technik unterschiedlich funktioniert fällt über die Zeit gewohnte Dinge weg. Wenn die Industrie will hat sie sich über Jahrzehnte fast immer durchgesetzt. Gibt es Vorreiter der oft scheitert und 10 Jahre später ist es fast überall normal.

Sollte man Gaming so an Ketten legen wird sich die Welt dennoch weiterdrehen und man kann andere Interessensfelder nachgehen oder entdecken. Es ist halt wie oft gesagt ein Hobby und nicht wirklich lebensnotwendiges Gut was man dauerhaft braucht. Gab Zeit vor Gaming und kann auch Zeit nach Gaming geben was die Unterhaltung angeht. Klingt hart für Sache die einem am Herzen liegt aber im Kern wandelt sich die Welt schon immer.
 
Und ab wann ist der Punkt erreicht?
Sobald es kundenfeindlich wird. Das sehe ich noch nicht gegeben.

Selbst hier, unter Enthusiasten, stehen diejenigen, die eine Meinung gegen solche Praktiken vertreten und sich beispielsweise gegen Abos aussprechen, als Minderheit da und werden belächelt.
Ich glaube, dass wir hier zu viele Themen vermischen, die man eigentlich besser differenzieren sollte. Für mich persönlich sind sowohl physikalische Datenträger, digitale Version, als auch Abos verschiedene Themen mit unterschiedlichen Pro/Contras.

Wer soll aufstehen, wer wird sich wann auflehnen? Und wie?
Der Kunde mit seinem Geldbeutel^^
 
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