50 Stunden - 3,5 von 4,5 Enden einschließlich - jetzt - dem True Ending freigeschaltet. Der Weg einschließlich der Story-Änderungen zum True Ending und das True Ending selbst waren wirklich kathartisch. Ich bin zumindest froh, dass ich das Spiel bis zu dem Punkt gespielt habe. Ob ich jetzt noch das letzte Ending freischalte, weiß ich noch nicht recht. Morgen werde ich vermutlich das Review zum Spiel für's Forum schreiben und dann sollte hoffentlich auch Ghost of Yotei per Post kommen.
PS: Die Screenshots sind für das Review schon einmal von 620 auf 35 heruntergebrochen.
Jedes Gebäude sieht gleich aus, immer steht ein Fahrrad vorm Haus und einenWaschmaschine oder Trockner oder was das Teil da sein soll. Die Räume sind blutleer gestaltet und die Charaktere bis auf den eigenen lahm geschrieben.
Das Spiel kommt halt nicht von einem großen AAA-Studio mit jahrelanger Erfahrung. NeoBards hat bislang hauptsächlich als Support- und Remaster-Studio gearbeitet. Die Credits des Spiels sind auch keine 10 Minuten lang - anders als wie bspw. AC Shadows' Credits mit einer Länge von über 2 Stunden.
Dazu kommt auch, dass Japan - gerade zu der Zeit - sehr uniformistisch war. "The nail that sticks out gets hammered down" ist nicht umsonst eines der Sprichwörter, die die japanische Kultur mitunter am besten versinnbildlicht. Das Spiel spielt zudem in den 60er Jahren, in denen Japan noch stark vom zweiten Weltkrieg gezeichnet und in denen an den wirtschaftlichen Erfolg, für den Japan heutzutage bekannt ist, noch nicht einmal zu träumen war. Japan war arm und das Spiel stellt die Kargheit m.E. gut dar.
Dass die Charaktere "lahm" geschrieben sind, kann ich so nicht unterschreiben. Vielleicht liegt das Problem hier, dass das Spiel ein wenig Zeit braucht, um in die Charakterhintergründe einzusteigen. Als typisches Horrorspiel bekommst du viel Lore auch über die Dokumente mit, die du über das Spiel verteilt findest.
Ist halt eine Nischen-Reihe und das Spiel spaltet zum Teil selbst die Nische.
Genau den Punkt verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Das Spiel wirkt wegen des Settings vielleicht nicht ganz wie ein Silent Hill, sondern vielleicht eher wie ein Fatal Frame; das Spiel hat aber ganz, ganz eindeutig Silent Hill DNA und ist deutlich näher an Survival Horror dran als bspw. das Silent Hill 2 Remake, das für mich eher wie ein verkappter Modern Resident Evil Klon gewirkt hat. Combat war im Übrigen noch nie die Stärke von Silent Hill, auch, wenn ich natürlich die Kritik verstehen kann, dass es mitunter zu viel Combat gibt.
Auf der anderen Seite hast du viele Leute innerhalb der Community, die vermutlich nie die Original-Spiele gespielt haben oder extrem nostalgieverblendet von SH2 sind, dass sie nichts anderes als SH2 als "Silent Hill" erkennen können. Dazu kommt die mitunter sehr feministische Story, für die man unter Umständen auch einen Teil japanische Kultur kennen und verstehen muss. Das geht mitunter so weit, dass völlig verblendete Culture Warriors das Spiel als woke und feministische Propaganda abtun - obwohl das Spiel offensichtliche thematische Überschneidungen mit Silent Hill 3 hat, über das sich seinerzeit niemand beschwert hat.