Naja, ne. Klangsignatur ist Geschmacksache, ja. Aber MP3 ist IMMER verlustbehaftet. Ob man das hören kann liegt zum Einen am eigenen Gehör, das kann man sich tatsächlich antrainieren, natürlich am Abhörequipment und dem Audiomaterial, zum Anderen aber auch tatsächlich am Genre. Bei Musik, in der nicht viel passiert, wie elektronische Musik, ist es deutlich schwieriger Unterschiede zu hören, auch in der akustischen Separierung, als zB bei Orchestermusik.
Und viel Musik heutzutage wird einfach auch schon radiotauglich produziert (gerade bei der Dynamik und Räumlichkeit hört man das krass), bei der es dann tatsächlich egal ist, in welchem Material sie vorliegt.
Wenn man jetzt nen 50€ Kopfhörer hat, am besten einfach an einem Mittelklassemainboard onboard angeschlossen und als an Youtube gewöhnt ist und, sagen wir, Beethoven hört und dann plötzlich nen 500€ Kopfhörer an einer ordentlichen Audiokette mit gescheitem Audiomaterial vor sich hat, dauert es tatsächlich, bis man die ganzen Details und die Dynamik wirklich bewusst wahrnehmen kann. Hatte ich schon echt oft, wenn ich das mal jemandem gezeigt habe, man muss da echt erstmal "entgiften".
Richtig deutlich wirds, wenn man dann mal nach ner Weile zurückwechselt auf das Gewohnte. "Besser" ist erstmal diffus, zumal viele Menschen "Badewannensound" mit angehobenen Bässen und eine hohe Lautstärke gewohnt sind und das daher als "besser" erachten. Was den Meisten wiederum oft sofort auffällt, ist Räumlichkeit.
Klar gibt es, gerade im Audiobereich, mega viel Voodoo und subjektives, gerade Kabelklang, Burn In und Digital Analog Wandler sind da Stichwörter, für die man zig Tausende versenken kann. Aber eine gewisse Baseline macht definitiv einen objektiven Unterschied, den ich auch wirklich jedes Mal im RL überzeugend darlegen konnte. Auch ungeübten Hörern im A/B Blindtest.