Thema Raubkopieen
24. September 2026 14:21
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Wie Diebstahl hier relativiert wird, abgesehen davon dass die Publisher auch nicht tolle Maßnahmen fahren, lässt tief blicken. Sorry, ohne das persönlich zu meinen.
Da wäre es halt schön wenn die Zeit flexibel ist und sich dem Spiel anpasst. Ein großes RPG mit 60h Spielzeit kann dann von mir aus 4h haben. Das kleine Indie Game mit 4h Spielzeit dann aber auch nur 1h. Wäre meiner Meinung nach eine faire Lösung.Auch das Refunden bei Steam ist so eine Sache. Ich finde die 2 Stunden zuwenig.
Steam ist da aber aus Erfahrung heraus sehr kulant. Mir wurde auch mal nach 3 Std Refund gewährt. Fragen kostet nichts.
Nein so hab ich es nicht gemeint. Nur weil die nun selber mal draufgekommen sind das wir das auch bauen können? Zu welchem Preis? Aber wie wollen die plötzlich was können das die Konkurrenz seit 30-40 Jahren schon macht. Da wird eben auch viel zugekauft. Die haben gewaltig was versemmelt. Generell ist da ganz Europa in solchen Sachen komplett hinten dran, braucht man nur mal an den Netzausbau denken. Furchtbar. Aber jeder soll mit E Autos und Sondermüll rumfahren. Und dann wundern warum man keine eigenen Fabrikate überteuert kauft, wenn die Konkurrenz ein Eck günstiger und qualitativ besser ist....Willst mir damit sagen dass das Werk in Salzgitter nur Tarnung ist:
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99 % GPU-Auslastung ist gut. 99 % CPU-Auslastung ist ein Hilferuf.
Ich bekomme aber keinen wirklichen Gegenwert mehr. Das was sich halt fundamental ändert, ich bezahle für einen Service statt ein Produkt und das halte ich in Bezug auf ein unendlich verfügbares Produkt für falsch. Es ist nicht mal so, dass ich dir widerspreche, aber für mich gibt es auf Grund des Verhaltens der Publisher an dieser Stelle kein falsch und richtig. 400€ für eine CE, davon kommt kein Cent bei den Leuten an, die das Spiel gemacht haben, das landet alles im Gewinnbeutel der Investoren. Wo verletze ich also die Rechte der Produzierenden? Ja rechtlich, aber emotional, moralisch? Sehe ich nicht. Die Chance ist doch gar nicht so minimal. Neben den großen Stores für 3DS, Wii, WiiU, PS Vita, PS3 uvm. sind historisch betrachtet für den US Markt (weltweit kenne ich keine Untersuchungen dazu) ~80% der Spiele bis PS2 Generation, wenn ich mich richtig erinnere, nicht mehr über einen Markt abseits des Gebrauchtmarktes oder eben Raubkopien verfügbar. Indem Sinne ist raubkopieren sogar essentiell für Spieleerhalt, weil Publisher sich einen Scheiß drum kehren und GoG auch nur in dem Rahmen arbeiten können, indem sie es tun. Wenn wir uns nur mal die Liste von StopKillingGames anschauen, sehen wir, wie groß das Problem bei Onlinetiteln ist. Sony hat dieses Jahr zig Filme aus ihrem Streamingservice entfernt, die nun nicht mehr legal verfügbar sind. Das ist schon ein Kampf um Besitz, Kulturgut und Deutungshoheit, wenn man es ganz hoch stilisieren will. Da kommen wir zu dem Punkt:Wieso? Ist ja nicht so, dass digitale Güter per Knopfdruck entstehen. Der Wert einer Sache ist mMn gekoppelt an die Aufwendung von Ressourcen, um etwas zu produzieren. Davon ab, ist alles vergänglich. Viele alte Games und Konsolen, die man physisch erworben hat, sind auch dem physikalischen Verfall unterlegen. Nichts hält ewig. Wahrscheinlich halten digitale Lizenzen noch viel länger. Aber nur weil es eine minimale Chance besteht, dass man irgendwann keinen Zugriff mehr auf ein digitales Gut hat, rechtfertigt man die unrechtmäßige Aneignung auf dubiosen Seiten? Man verletzt damit ganz klar die Rechte der Produzierenden. Nichtsdestotrotz bleiben ja einem Ausnahmen wie GoG um Games wirklich zu besitzen. Inwiefern macht dann das Argument für Raubkopien noch Sinn?
Ich bin niemand der dir erzählt das Computerspiele Kunst sind, aber sie sind eindeutig Kulturgut. Kulturelle Teilhabe ist essentieller Bestandteil unserer Gesellschaft. Würde ich an einer Schule arbeiten, wo es den Schüler:innen nicht möglich wäre Spiele zu kaufen oder in der Bibliothek zu leihen, auf Grund ihrer finanziellen Situation oder mangelnder Verfügbarkeit und sie hätten aber trotzdem einen PC...ich würde denen zumindest erzählen, dass das etwas ist was man tun kann, das es Konsequenzen haben kann, nicht auf anderes übertragbar ist, aber durchaus valide Punkte dafür existieren, warum es moralisch zu rechtfertigen ist. Ganz genau wie bei Filmen und Serien btw. Für mich wirkt es so als ob man überall aus kultureller Teilhabe rausgepreist wird und das hat Auswirkungen auf Gesellschaft. Deswegen bleibe ich bei meinem Statement aus dem ersten Post: Wer kann sollte kaufen, wer nicht kann, go for it. Wer kann und nicht mag, keine Probleme mit, aber selbst würde ich es momentan nicht tun. Ich bin ganz gut im boykottieren.Ganz ehrlich, würdest du deine Schüler in der Klasse zum illegalen Download von Software ermutigen?
Für mich liegt das Problem hier eher, dass ich einen Code physisch erwerben kann. In dem Falle würde ich außerdem MM/ Saturn schaden, weil Rockstar sein Geld schon bekommen hat. Da gibt es einen Unterschied für mich, effektiv stehle ich ja etwas physisches aus einem Laden. Aber da steckt für mich ja das viel größere Problem hinter, dass wir der Möglichkeit beraubt werden zu warten, dass das Spiel gebraucht günstiger wird. Momentan haben wir Preisdruck durch den Gebrauchtmarkt, aber ich bin echt gespannt, ob wir Sales und ähnliches noch erleben auf Konsolen, wenn alles digital ist. BTW ist der Erwerb des digitalen Codes in einem lokalen Geschäft für mich in Bezug auf GTA VI immer noch der momentan beste Weg, da verdient immerhin jemand was dran. Bin mir trotzdem noch nicht sicher, ob ich es mir kaufen werde.Also kann ich einfach am 19. November in nächsten MM/Saturn gehen, mir die GTA Hülle mit Code einstecken und ohne zu zahlen an der Kasse vorbei. Digitale Code ist ja kein Besitz auf Dauer (wobei der Zeitraum nicht jetzt schon festgelegt ist) und Rockstar ja genug Kohle hat und MM/Saturn von einem Teil nicht pleite geht. Wenn es mir dann nach 1-2 Wochen gefällt gehe ich zurück zur Kasse und zahl es im Nachhinein dennoch. So funktioniert Wirtschaft nicht auch wenn man Publisher und Ladenpreis als zu hoch ansieht und den Gegenwert den man bekommt.
Da würde ich bedingt widersprechen. Wie schon ausgeführt sind Computerspiele Kulturgut und kulturelle Teilhabe ist essentiell. Nicht umsonst gilt der Zugang zum Internet mittlerweile als Grundrecht, weil es essentiell der Teilhabe an Gesellschaft dient. In dem Bereich ordne ich Spiele ebenfalls ein. An der Stelle möchte ich auch nochmal sagen, ich boykottiere sau viele Studios und werde mir keine neue PlayStation holen, wenn sich da nicht noch was ändert, aber das kann man einfach nicht von allen erwarten. Weil sich auch nicht alle diese Gedanken machen. Der Großteil der Leute weiß einfach nicht, was für negative Auswirkungen gewisse Dinge haben oder haben können. Da ist ein Widerstand, sei er durch raubkopieren oder boykottieren sicherlich nicht schlecht. Wenn Firmen sich dann mehr abschotten, ziehen sie aber die falschen Schlüsse und außerdem machen sie das ohnehin auch ohne einen wachsenden Schwarzmarkt. Ich erinnere mich nicht daran, dass wir uns alle illegal Autos zusammengebaut haben oder so. Autos sind einfach so geworden, Abomodelle für Sitzheizungen und und und. Alles wegen Investoren und der Gier nach Gewinnmaximierung. Unternehmen die es anders machen, werden durchaus dafür belohnt, aber noch von zu wenigen, weil das Problem nicht erkannt wird von großen Teilen der Bevölkerung. BTW im PC/ Smartphone Bereich hat es doch übrigens was gebracht, wir erleben mehr und mehr Hersteller, die sich bemühen Reparatur freundlichere Produkte zu entwickeln. Aber nicht wegen Konsumentenverhalten, weil die hatten ja kaum eine Wahl mehr, sondern Regulierungen. Das brauchen wir auch bei Spielen. Deswegen war und ist Stop Killing Games ein erster wichtiger Schritt.Warum Verzicht und damit richtiges Zeichen setzen dass man es nicht braucht wenn die Konditionen nicht stimmen so schwer? Wir reden hier nicht von Grundnahungsmittel die man zum Überleben braucht. Je mehr man die Piratengruppe immer größer wird (nur weil sie klein erscheint wächst sie ja dennoch wenn jeder das Recht für sich beansprucht) desto mehr werden die Firmen sich abschotten und Maßnahmen ergreifen. Medien wandeln gab es schon immer wie auch Technik die immer abhängiger wird. Früher konntest billig Auto aufmotzen und Heute kostet dich "Glühbirnenwechsel bzw LED Tausch" einen ganzen Scheinwerfer für mehrere Hundert wenn nicht gar Tausende Euro. Genau wie Chips immer mehr verlötet werden man im PC Bereich immer weniger wechseln darf. Hier da wird mal wieder entgegengewirkt aber dann muss ich halt die Anbieter unterstützen die es halt als Alternative anbieten. Auch wenn die Auswahl dann geringer ist.
Eine Lizenz mit einem Game von meistens über 20-60 Std Spielzeit für 70€ (über Keys ja mittlerweile oft zu Release sogar für 40€) halte ich für einen enormen Gegenwert. Viel größerer Gegenwert als ein Kinobesuch. Die 400€ Box halte ich für ein unpassendes Beispiel, da es einfach nur Fan Merchandising ist und eigentlich gar nichts mit dem Thema Raubkopie zu tun hat. Außerdem wieso hat sich so eine extreme Anti-Haltung ggü Publisher und Investoren im Allgemeinen etabliert? Entwickler dürfen Geld verdienen aber Investoren, ohne dessen Geld manche Games gar nicht erst in dem Rahmen zur Stande gekommen wären, sollen keinen Cent sehen? :Fresse: Ich kann manchem aus rationaler Sicht irgendwie nicht folgen. Denke daher, dass es hier eher eine emotionalgeladene Argumentationskette ist.Ich bekomme aber keinen wirklichen Gegenwert mehr.
Wenn du es aus irgendeiner Seite im Netz ziehst anstatt bei Steam, Epic oder offiziellen Key-Seller zu kaufen schadest du den Shops dann nicht wie MM/Saturn und Co? Sehe da halt nicht wo der große Unterschied liegt. Wenn man es sich ohne Kosten beschafft schadet man immer irgendeinem Händler der es dir verkauft hätte. Dieses "man kann es sich alsJugendlicher nicht leisten" zählt für mich nicht als Rechtfertigung. Damit könnte man ja alles legitimieren dass man sich was untern Nagel reißt was man nicht bezahlen könnte.Für mich liegt das Problem hier eher, dass ich einen Code physisch erwerben kann. In dem Falle würde ich außerdem MM/ Saturn schaden, weil Rockstar sein Geld schon bekommen hat. Da gibt es einen Unterschied für mich, effektiv stehle ich ja etwas physisches aus einem Laden.
Die Mona Lisa ist auch Kulturgut aber ich kann dennoch nicht einfach in Louvre rennen und das Bild abhängen weil ich es mal Woche privat Zuhause gern betrachten möchte. Gibt viele Kunstgüter die halt hinter hohen Bezahlschranke(Ortsabhängig sind wo man hinreisen muss) stecken oder an die man halt nicht rankommt weil sie in Privatkollektion oder Bundesarchiv verstaut liegen. Sind hier nicht unendliche Hürden bisher an Game ranzukommen. Bisher gibt es auch immer noch Sales wo man halt darauf warten muss. Erst wenn es halt komplett aus dem Rahmen läuft muss man sich halt überlegen ob man die Sache dann noch unterstützt. Gibt dennoch zich andere Unterhaltungsmedien auf die man halt ausweichen kann. Grundsätzliches Recht auf Zocken sehe ich irgendwie schwer zum durchsetzen.Da würde ich bedingt widersprechen. Wie schon ausgeführt sind Computerspiele Kulturgut und kulturelle Teilhabe ist essentiell. Nicht umsonst gilt der Zugang zum Internet mittlerweile als Grundrecht, weil es essentiell der Teilhabe an Gesellschaft dient. In dem Bereich ordne ich Spiele ebenfalls ein.
Signatur:
-PC: RTX 5070 Ti / Ryzen 5700X / Gigabyte B550I Pro AX/ 32GB DDR4 / 2x NVMe 3TB / Cooler Master NR200 ITX / Mac Mini M4/ Gaming: LG 55G5 OLED
-TV Heimkino: LG 65C2 OLED, Canton Chrono 5.1 -Konsolen: PS5 Pro, Nintendo Switch
Das Zocken für Jugendliche ein unbedingt zu erstrebenswertes Gut ist, halte ich mit meinem Realitätsabgleich für bedenklich. Wir haben heute eher das Problem der Abschottung und Abkapselung vieler Jugendlicher in Online-Welten durch Gaming- und Social-Network-Süchte, dessen kranken Folgen u.a. auch das hier schon gut dokumentierte Incel-Dasein ist, wo Leute nur noch alles in abwertende Kategorien stecken, und weder was von Beziehungen zu Frauen noch allgemein Freundschaften oder sozial adäquates Verhalten verstehen, weil Ihnen mitunter der reale Kontakt zu Menschen fehlt und sie sich in ihrer Hatespeech-Bubble extremisieren.
Ja, aber der Kinobesuch war schon immer eine Serviceleistung. Computerspiele nicht. Ich sehe da ein Problem wegen der Besitzfrage.Eine Lizenz mit einem Game von meistens über 20-60 Std Spielzeit für 70€ (über Keys ja mittlerweile oft zu Release sogar für 40€) halte ich für einen enormen Gegenwert. Viel größerer Gegenwert als ein Kinobesuch.
Weil das die größte Seuche unserer Zeit ist. Hinter allem was (bis auf Naturkatastrophen etc.) schief läuft, steckt irgendein Unternehmen, welches aus Gründen der Gewinnmaximierung konsumentenfeindliche Entscheidungen getroffen hat. Generell alles dem Gewinn zu unterwerfen ist das dümmste, was wir gesellschaftlich hinnehmen. Öffentlich gehandelte Unternehmen werden das immer tun und das Produkt wird dadurch immer schlechter. Inhabergeführte Unternehmen laufen stabiler, arbeiten auch auf Gewinn, aber nicht um jeden Preis.Die 400€ Box halte ich für ein unpassendes Beispiel, da es einfach nur Fan Merchandising ist und eigentlich gar nichts mit dem Thema Raubkopie zu tun hat. Außerdem wieso hat sich so eine extreme Anti-Haltung ggü Publisher und Investoren im Allgemeinen etabliert?
Klar darf ein Investor Geld verdienen, aber bitte im Rahmen und nicht auf Kosten der Studios. Wenn Private Equity in den USA ein Unternehmen, wie ein Studio kauft, ist der erste Schritt den Kaufpreis dem Studio als Schulden zuzuschreiben und dadurch unmittelbar, mittel- und langfristig höhere Gewinne für die Investoren aus dem Kauf zu ziehen. So zuletzt bei EA passiert. Das bringt den Studios nichts, verschärft nur Ungleichheit und in der Regel folgt dann nach Widerverkauf oder vorher zur Gewinnmaximierung eh Stellenabbau. Wie mehrfach erwähnt, es gibt andere Wege und Investoren die anders agieren, macht das halt, aber es spiegelt halt nicht die Mehrzahl.Entwickler dürfen Geld verdienen aber Investoren, ohne dessen Geld manche Games gar nicht erst in dem Rahmen zur Stande gekommen wären, sollen keinen Cent sehen? :Fresse:
Ne, dem würde ich nicht so zustimmen. Du gehst nur mit einer anderen Sichtweise ran. Rational empfinde ich das Verteidigen von Unternehmen und deren ausbeuterischen Systemen auch nicht. Aber rechtlich ist alles was die tun einwandfrei und damit unterliegt dem eine Rationalität und ich verstehe warum Leute das nicht so sehen wie ich. Für mich aber sehe ich den Fehler im System selbst, glaube da gäbe es bessere Praktiken durch mehr Regulierung und wenn mehr Kontrolle bei denen liegt, die das Produkt wirklich erschaffen, bin ich überzeugt wären die Probleme geringer. Denn davon bin ich auch überzeugt, wenn etwas gut ist, wird es genutzt. Siehe Steam als größtes Beispiel.Ich kann manchem aus rationaler Sicht irgendwie nicht folgen. Denke daher, dass es hier eher eine emotionalgeladene Argumentationskette ist.
[JUSTIFY]Ich sehe das halt anders. Das Thema ist zu komplex, um es auf ein einfaches Ja oder Nein herunterzubrechen. Mir persönlich geht's in der Debatte vorwiegend auch nicht um Piraterie, sondern um das ganz offensichtliche Ungleichgewicht zwischen Verwertungsgesellschaft einerseits und Spieler andererseits. Aber selbst, wenn wir nur Piraterie betrachten, gibt es Fälle, die m.E. moralisch zu rechtfertigen sind. Mir fallen hier auf Anhieb drei Fälle ein:[/JUSTIFY][JUSTIFY]Die gibt es nicht! Entweder ich akzeptiere die Bedingungen oder wenn sie mir nicht gefallen, dann kaufe ich sie mir nicht. So einfach ist das und überhaupt kein Grund es dann illegal zu laden.[/JUSTIFY]
- [JUSTIFY]Der Download von Abandonware, also Software, die (aus welchen Gründen auch immer) nicht mehr vertrieben oder verkauft werden, ist m.E. moralisch gesehen völlig unbedenklich, im rechtlichen Sinne aber immer noch Piraterie. Anders als bei aktuellen Spielen entgeht dem Verwerter hier aber kein Umsatz. Es gibt mittlerweile bspw. diverse Spiele, die keinen Rechteinhaber mehr haben, weil diese pleite gegangen sind. Dazu gibt's auch diverse Retro-Spiele, die nicht mehr vertrieben werden. Spiele wie die originale Resident-Evil-Trilogie bekomme ich immer noch auf aktuellen Plattformen. Für diverse andere Spiele gilt das aber nicht. Große Klassiker wie Silent Hill 2 oder Silent Hill 3 sind einfach nicht mehr käuflich erwerblich. Der Rechteinhaber erleidet hier bei Piraterie keinen Schaden. Ganz im Gegenteil: Die IP wird am Leben gehalten, was dazu führen kann, dass Spiele neu aufgelegt werden. Gerade bei JRPGs war es in der Vergangenheit oft der Fall, dass Fan-Translations (im Grunde auch Piraterie) dazu geführt haben, dass es Spiele überhaupt erst auf den US-amerikanischen und europäischen Markt geschafft haben. Witzig an speziell dem Aufhängepunkt des entgangenen Umsatzes: der Weiterverkauf physischer Datenträger ist aus der Sicht der Verwerter auch nicht astrein. Ein Schelm also, der böses dabei denkt, dass Sony physische Datenträger abschaffen will und jeder Verwerter den Weiterverkauf digitaler Lizenzen unterbindet.[/JUSTIFY]
- [JUSTIFY]Rechtlich gesehen fällt auch die Umgehung von DRM-Maßnahmen schon in den Bereich der Piraterie. Das beißt sich allerdings sehr stark mit dem Right to Repair, wenn DRM-Maßnahmen für krasse Performance-Einbußen sorgen. Der Wechsel von Denuvo zu Enigma hat in Resident Evil 4 Remake bspw. für Performance-Verlusten von bis zu 40 % gesorgt. Welche Interessen sollten hier schwerer wiegen? Die Interessen des Verwerters nach einem schlechten Kopierschutz oder die Interessen des Spielers, dass er sein gekauftes Spiel auch tatsächlich spielen kann? Man mag mich als Spieler biased nennen, aber: Ich möchte meinen, dass Piraterie völlig in Ordnung ist, wenn sie notwendig dafür ist, sein Right to Repair umzusetzen.[/JUSTIFY]
- [JUSTIFY]Dritter und letzter Fall verständlicher Piraterie: Gerade GaaS sind ständig dem Wandel unterworfen. Das kann natürlich bedeuten, dass ein Produkt immer besser wird. Es kann allerdings auch bedeuten, dass Produkte immer schlechter werden. Vor Kurzem hat Steam bspw. einen Battlefield-6-Spieler refunded, obwohl er das Spiel bereits mehr als 400 Stunden gespielt hat. Der Grund? Der Entwickler hat den Spielmodus entfernt, den er hauptsächlich spielt. Gerade im MMORPG-Bereich gibt es dafür private server, um bestimmte Patch-Stände zu erhalten. Mittlerweile haben wir die absurde Situation, dass private server, die eigentlich kein market replacement sind (da sie nur alte Patchstände präservieren), dafür sorgen, dass die Verwerter mit ihnen in Konkurrenz treten - wie das im Falle von World of Warcraft Classic der Fall ist. Private server sind im Grunde auch Piraterie, haben aber eine wichtige Funktion im Markt, weil sie Entwicklern zeigen, welche Spielbestandteile Spieler aus welchem Patchstand schätzen.[/JUSTIFY]
- [JUSTIFY]dass ein "Right to Refund" klar definiert ist (gerade im Fall von false advertisement),[/JUSTIFY]
- [JUSTIFY]dass tatsächliche Monopole aufgebrochen werden und (Quasi-) Monopole ihre Monopolstellung nicht missbrauchen,[/JUSTIFY]
- [JUSTIFY]dass eine Plattform dazu verpflichtet ist, deinen Account (also deine Spiele-Bibliothek) wieder herzustellen, wenn dieser bspw. aufgrund zu rigider Plattformvorgaben gelöscht worden ist oder zumindest Schadensersatz zahlen muss,[/JUSTIFY]
- [JUSTIFY]dass Plattforminhabern gerade bei unendlich oft replizierbaren Artikeln wie Spielen bspw. dynamic pricing verboten wird,[/JUSTIFY]
- [JUSTIFY]dass Lizenzen weiterverkaufbar sind (Man mag die Vergangenheit von NFTs belächeln, aber gerade im Zusammenhang mit Lizenzen sind NFTs der beste Anwendungsbereich.), oder[/JUSTIFY]
- [JUSTIFY]dass Plattforminhaber/Verwerter dich nicht einfach ersatzlos enteignen dürfen.[/JUSTIFY]
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