Thema Raubkopieen
24. September 2026 14:21
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Stimmt, ich war jetzt im Kopf eher beim Direktvertrieb über Sony oder die Publisher. Außerdem werte ich den lokalen Arbeitsplatz höher. Aber ja grundlegend hast du da recht. Das Medium ist aber in erster Linie für sie gemacht und ist essentieller Teil der Freizeitbeschäftigung, unten führe ich dazu nochmal mehr aus.Wenn du es aus irgendeiner Seite im Netz ziehst anstatt bei Steam, Epic oder offiziellen Key-Seller zu kaufen schadest du den Shops dann nicht wie MM/Saturn und Co? Sehe da halt nicht wo der große Unterschied liegt. Wenn man es sich ohne Kosten beschafft schadet man immer irgendeinem Händler der es dir verkauft hätte. Dieses "man kann es sich alsJugendlicher nicht leisten" zählt für mich nicht als Rechtfertigung. Damit könnte man ja alles legitimieren dass man sich was untern Nagel reißt was man nicht bezahlen könnte.
Den Louvre kann ich aber als europäische:r Staatsbürger:in bis zum Alter von 25 Jahren umsonst betreten. Museen, Kinos, Schwimmbäder all das ist generell häufig zugänglicher, es gibt Rabatte für einzelne Bevölkerungsgruppen etc. Abgesehen davon werden hier aber widerholt Äpfel mit Birnen verglichen für mich. Wir reden hier über physische, teils einmalige Dinge im Vergleich zu einem unendlich verfügbaren digitalen Code. Abgesehen davon, wie kaputt Investoren den Kunstmarkt gemacht haben, was momentan auch sehr kritisch diskutiert und möglichweise reglementiert wird in Europa. Nicht unendlich Hürden und ich sage ja selbst, alles andere ist erstmal besser, aber grundsätzlich halte ich es nicht für falsch und sehe valide Gründe dafür. Mir ist der Status Quo einfach zu einseitig definiert und konsumentenfeindlich.Die Mona Lisa ist auch Kulturgut aber ich kann dennoch nicht einfach in Louvre rennen und das Bild abhängen weil ich es mal Woche privat Zuhause gern betrachten möchte. Gibt viele Kunstgüter die halt hinter hohen Bezahlschranke(Ortsabhängig sind wo man hinreisen muss) stecken oder an die man halt nicht rankommt weil sie in Privatkollektion oder Bundesarchiv verstaut liegen. Sind hier nicht unendliche Hürden bisher an Game ranzukommen. Bisher gibt es auch immer noch Sales wo man halt darauf warten muss. Erst wenn es halt komplett aus dem Rahmen läuft muss man sich halt überlegen ob man die Sache dann noch unterstützt. Gibt dennoch zich andere Unterhaltungsmedien auf die man halt ausweichen kann. Grundsätzliches Recht auf Zocken sehe ich irgendwie schwer zum durchsetzen.
Das kommt aber nicht von Spielen selbst, sondern dem verantwortungslosen Umgang damit. Eltern nehmen sich zunehmend mehr aus der Verantwortung ihrem Kind einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Geräten beizubringen, weil sie es selbst nicht können. Aber das ist doch kein Argument Zugang bzw. Teilhabe zu beschränken oder gar komplett zu nehmen. Verbote funktionieren nie so gut wie Gebote und ein Social Media Verbot, wie ja in vielen Ländern momentan beschlossen, wird das Problem nicht beseitigen.Das Zocken für Jugendliche ein unbedingt zu erstrebenswertes Gut ist, halte ich mit meinem Realitätsabgleich für bedenklich. Wir haben heute eher das Problem der Abschottung und Abkapselung vieler Jugendlicher in Online-Welten durch Gaming- und Social-Network-Süchte, dessen kranken Folgen u.a. auch das hier schon gut dokumentierte Incel-Dasein ist, wo Leute nur noch alles in abwertende Kategorien stecken, und weder was von Beziehungen zu Frauen noch allgemein Freundschaften oder sozial adäquates Verhalten verstehen, weil Ihnen mitunter der reale Kontakt zu Menschen fehlt und sie sich in ihrer Hatespeech-Bubble extremisieren.
Siehe GoG. Mit GoG müsste ja eigentlich jegliches Argument für Raubkopien sich erübrigt haben.Ja, aber der Kinobesuch war schon immer eine Serviceleistung. Computerspiele nicht. Ich sehe da ein Problem wegen der Besitzfrage.
Wahrscheinlich indirekt sogar an Naturkatastrophen schuld, durch Umweltverschmutzung und Klimaerwärmung. Ich erkenne jetzt deine Systemkritik und bin selber auch ein Gegner des neoliberalen Kapitalismus.Weil das die größte Seuche unserer Zeit ist. Hinter allem was (bis auf Naturkatastrophen etc.) schief läuft
Aber wie oft passiert denn sowas wirklich, als dass es im Kontext Gaming eine nennenswerte Größe darstellen darf?Klar darf ein Investor Geld verdienen, aber bitte im Rahmen und nicht auf Kosten der Studios. Wenn Private Equity in den USA ein Unternehmen, wie ein Studio kauft, ist der erste Schritt den Kaufpreis dem Studio als Schulden zuzuschreiben und dadurch unmittelbar, mittel- und langfristig höhere Gewinne für die Investoren aus dem Kauf zu ziehen. So zuletzt bei EA passiert.
Ich verteidige weder Ausbeutung noch Unternehmen, die dies systematisch fördern nicht. Ich verurteile aber Diebstahl. Es gibt für mich nur ganz wenige wirklich sehr außergewöhnliche Kontexte, die Diebstahl rechtfertigen, und Gaming ist definitiv keins davon. Nur weil andere Unrecht begehen, erlaubt es mir mein moralischer Kompass nicht auch Unrecht zu begehen als Rechtfertigung.Ne, dem würde ich nicht so zustimmen. Du gehst nur mit einer anderen Sichtweise ran. Rational empfinde ich das Verteidigen von Unternehmen und deren ausbeuterischen Systemen auch nicht.
Hier gehe ich mit. Daher habe ich auch echten Respekt davor, wenn jemand das Problem wirklich an die Wurzel greifen und ausreißen möchte, indem er ernsthaft politisch aktiv wird. Raubkopien ist für mich dagegen kein respektables Verhalten, was irgendwas ändern wird, sondern einfach nur eine Nutznießung mit moralisch fragwürdiger Rechtfertigung.Aber rechtlich ist alles was die tun einwandfrei und damit unterliegt dem eine Rationalität und ich verstehe warum Leute das nicht so sehen wie ich. Für mich aber sehe ich den Fehler im System selbst, glaube da gäbe es bessere Praktiken durch mehr Regulierung und wenn mehr Kontrolle bei denen liegt, die das Produkt wirklich erschaffen, bin ich überzeugt wären die Probleme geringer.
Ja, in einer idealen Welt übernehmen die Eltern die Verantwortung. In unserer realen Welt, sollten wir als Gesellschaft eine Verantwortungsgemeinschaft bilden und uns um alle gegenseitig kümmern. Deswegen halte ich solche Regularien, wie Social Media Verbote für sinnvoll, da hier Staat die elterliche Verantwortung ein stückweit übernimmt. Bei mir zu Hause gibt es auch Verbote und eine Gesellschaft kann ohne Verbote nicht funktionieren, alles andere wäre Anarchie. Aus meiner privaten und beruflichen Erfahrung sind gerade die Kinder, mit den allermeisten Freiheiten, weil Eltern sich teilweise nicht interessieren, oder es sogar als Erziehungsparadigma haben, die mit den größten Problemen. Gerade die maximale Online-Freiheit sehe ich sogar als das größte Problem. Ich kenne lauter verstörte und irritierte Kids, aufgrund all den Dingen, die sie sich Tag für Tag auf TikTok, Insta, Darknet und sonst wo geben. Grenzen durch Verbote geben dagegen Kindern halt in einer Welt, die äußerst schnell überfordern kann. Selbst Erwachsene sind überfordert…Das kommt aber nicht von Spielen selbst, sondern dem verantwortungslosen Umgang damit. Eltern nehmen sich zunehmend mehr aus der Verantwortung ihrem Kind einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Geräten beizubringen, weil sie es selbst nicht können. Aber das ist doch kein Argument Zugang bzw. Teilhabe zu beschränken oder gar komplett zu nehmen. Verbote funktionieren nie so gut wie Gebote und ein Social Media Verbot, wie ja in vielen Ländern momentan beschlossen, wird das Problem nicht beseitigen.
Ja, nur das Angebot ist eben noch zu klein für den Massenmarkt.Siehe GoG. Mit GoG müsste ja eigentlich jegliches Argument für Raubkopien sich erübrigt haben.
Hätte ich vielleicht früher schon deutlicher machen können.Wahrscheinlich indirekt sogar an Naturkatastrophen schuld, durch Umweltverschmutzung und Klimaerwärmung. Ich erkenne jetzt deine Systemkritik und bin selber auch ein Gegner des neoliberalen Kapitalismus.
Embracer Gruppe hat über 40 Studios geschlossen, über 80 Spiele gecancled und tausende Mitarbeiter:innen in den letzten 5 Jahren (?) entlassen. EA hat gerade den eigenen Kaufpreis als Schuldner bekommen, was sicherlich zeitnah zu Entlassungen und anderen Maßnahmen führen wird. Passt nicht ganz, aber Microsoft, Sony und Tencent arbeiten als Unternehmen mit ähnlicher Methodik, was uns unter anderem Tango Gameworks, Arkane Austin, Bluepoint Games, Sony London Studio gekostet hat, neben tausenden Entlassungen bei anderen Studios.Aber wie oft passiert denn sowas wirklich, als dass es im Kontext Gaming eine nennenswerte Größe darstellen darf?
Verstehe ich auch. Hab an der Stelle so eine Robin Hood Einstellung 😀 Edit:Ich verurteile aber Diebstahl. Es gibt für mich nur ganz wenige wirklich sehr außergewöhnliche Kontexte, die Diebstahl rechtfertigen, und Gaming ist definitiv keins davon. Nur weil andere Unrecht begehen, erlaubt es mir mein moralischer Kompass nicht auch Unrecht zu begehen als Rechtfertigung.
Aber das bringt den Kids am Ende ja auch nichts bei. Auch hier wäre ich eher für strengere Regulierung der Unternehmen und ihrer Praxis. Geschultes Personal in Schulen, Jugendhäusern usw. die Medienkompetenzen in Bezug auf social media, gaming und co gezielt mit den Kindern erarbeiten und zu guter Letzt auch medienfreie Zeiten und/ oder Räume schaffen. Generell ein Verbot halte ich aber für eine Verschiebung des Problems. Soviel von Seite der Gesellschaft. Eltern müssen das natürlich auch machen, nichts ist dysfunktionaler als "Mein Kind darf erstmal alles.".Ja, in einer idealen Welt übernehmen die Eltern die Verantwortung. In unserer realen Welt, sollten wir als Gesellschaft eine Verantwortungsgemeinschaft bilden und uns um alle gegenseitig kümmern. Deswegen halte ich solche Regularien, wie Social Media Verbote für sinnvoll, da hier Staat die elterliche Verantwortung ein stückweit übernimmt.
Regeln und Gebote, Verbote sollte es so wenige in unserer Gesellschaft geben wie möglich, weil die immer ein Abwiegen individueller Freiheit und gesellschaftlichem Leben sind.Bei mir zu Hause gibt es auch Verbote und eine Gesellschaft kann ohne Verbote nicht funktionieren, alles andere wäre Anarchie.
Ja total, ich würde es nur, wie oben beschrieben lösen wollen, nicht durch schlichte Verbote. Aber eigentlich glaube ich, sind wir in der Sache auf einer Linie.Aus meiner privaten und beruflichen Erfahrung sind gerade die Kinder, mit den allermeisten Freiheiten, weil Eltern sich teilweise nicht interessieren, oder es sogar als Erziehungsparadigma haben, die mit den größten Problemen. Gerade die maximale Online-Freiheit sehe ich sogar als das größte Problem. Ich kenne lauter verstörte und irritierte Kids, aufgrund all den Dingen, die sie sich Tag für Tag auf TikTok, Insta, Darknet und sonst wo geben. Grenzen durch Verbote geben dagegen Kindern halt in einer Welt, die äußerst schnell überfordern kann. Selbst Erwachsene sind überfordert…
Ja, kann passieren, wenn man durch Disney sozialisiert wird :crazyhair:Verstehe ich auch. Hab an der Stelle so eine Robin Hood Einstellung 😀
Herbstferien gehts wieder ins Disneyland 😀Ja, kann passieren, wenn man durch Disney sozialisiert wird :crazyhair:
Müsste man nicht Disney auch boykottieren bei ganzen Argumenten hier? Was die schon alles für Dinger gedreht haben, Sachen aufgekauft, geschlossen und Marken an die Wand fahren, sollte man doch auch nicht noch mit einem Ticket belohnen? Die haben auch Medieninhalte limitiert, sind bei Lizenzen strickt oder nehmen Sachen wie Filme vom Markt damit eine Knappheit entsteht.
Hhhmm, wirkt irgendwie nicht so konsequent. :Ähhh:
Signatur:
-PC: RTX 5070 Ti / Ryzen 5700X / Gigabyte B550I Pro AX/ 32GB DDR4 / 2x NVMe 3TB / Cooler Master NR200 ITX / Mac Mini M4/ Gaming: LG 55G5 OLED
-TV Heimkino: LG 65C2 OLED, Canton Chrono 5.1 -Konsolen: PS5 Pro, Nintendo Switch
was ich relativ oft mache, ist Retromes, Nintendo, Sega auf Cardridges zu kaufen und dann die dazugehörige Rom aus zweifelhaften Quellen zu besorgen. weil ich nicht immer Bock habe nach der Arbeit an der Original Hardware zu setzen, da ist ein Emulator dann angenehmer. Rechtlich gesehehen sollte man die Sicherheitskopie von seiner eigenen Cardridge ziehen... Bei neuen Zeugs lohnt sich keine Kopie. So wenig wie ich aktuelles Spiele, da kann ich das auch kaufen...
"Offtopic" Da habe ich ja mal eine Diskussion angeleiert. Hier noch mal mein Persönliches Statement. Ich besorge mir Spiele zum Antesten und wenn es dann für mich Spass macht, Deinstalliere ich es und kaufe es.



und many many more ...
Ui ui, ich hab noch nicht alle Beiträge hier gelesen, sehe aber Begriffe wie Raubkopie und Diebstahl ...
Um das mal ein bisschen auseinanderzuhalten :
"Raubkopie" ist ein emotional aufgeladener Begriff, den das Gesetz nicht kennt. Wer ein Spiel aus dem Internet herunterlädt, begeht auch keinen "Diebstahl", sondern eine Urheberrechtsverletzung. Ein Diebstahl würde die physische Wegnahme einer Sache voraussetzen.
Viele Beispiele hier verfehlen dahingehend komplett den eigentlichen Punkt.
Signatur:
(╯°□°)╯︵ ┻━┻
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