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MULTI GTAVI

Multi Titel
Ganz ehrlich? 26 Minuten ist ganz schön lang^^
Hab auch nur durchgezappt auf reines Gameplay und bisschen Dialoge, um zwar einen Eindruck zu bekommen, aber auch nur, um mir so wenig wie möglich vorwegzunehmen. Waren effektiv 10min, die ich geschaut habe.
Also kein Bauchdecke auf, Gedärme raus, Arm ab, Bein hängt nur noch am Muskel Gore?
Ne, aber wie gesagt, es gab fast nur Schießereien mit 9mm, wo sowas ja nicht direkt passiert. Die Schüsse mit Shotgun waren auch alle aus Distanz und soweit ich mir erinnere, gab es den Full Gore bei RDR2 auch nur aus nächster Nähe mit Flinte.
 
Was mich ein wenig stört um ehrlich zu sein, sind die ganzen Kleinigkeiten wie zB gewisse Gegenstände beim Autoklauen, Beziehungssimulator, Nachtanken etc.

Etwas Sorgen machen mir diese ganzen integrierten micro-management Systeme, könnte einfach zu viel des Guten sein
Na ja andersrum beschweren sich ja auch sehr viele, immer wieder darüber, wieso Openworlds so flache Kulissen sind aufgrund fehlender Interaktionen mit dieser.

MMn steigern solche kleinen Details die Immersion, wie bei RDR2. Ist vielleicht Geschmackssache, aber ich liebte es in RDR2 mit der Welt zu interagieren. Da ist ja auch viel Physik dabei und sowas finde ich immer total befriedigend in Games.

Man kann es halt nie jedem Recht machen. Finde es gut, dass Rockstar noch so einen Weg geht und keine Ubisoft Openworlds macht, wo alles schön aussieht bei Zero Interaction.👎
 
Ein Spiel soll ein Spiel sein und keine Lebenssimulation, denn das hab ich alles im echten Leben (nein, ich klaue keine Autos :D )
Seh ich anders, ein Spiel kann ruhig wert auf Realismus legen und versuchen neue Benchmarks in einigen Bereichen setzen. Ich finde es eher erschreckend wie man sich mit Stagnation so abfinden kann, die wir über weite Teile der Generation hatten.
Mal gucken, wie viel Gore in der releasten Fassung noch sein wird.
Ich denke das ist eine bewusste Entscheidung, dass man in GTA nicht auf so viel Gore wie in RDR setzt.
 
Weil es zum generell ernsteren Western-Setting in RDR besser passt als zu GTA
Schade, wenn es wirklich so ist. Gerade weil das Szenario so real ist in GTA, wäre es gut, da auch den Gore real zu halten. Es muss nicht Splatter sein, aber Realismus. Kann mir einfach nicht vorstellen, dass ein Teppich komplett ohne Blutlache oder ohne Spritzer an den Wänden bleiben, wenn man einen NPC in den Kopf schießt. Das ist einfach unglaubwürdig. Ich hoffe sehr, dass es dazu jetzt viel Feedback aus der Community direkt an Rockstar gibt, sodass die das noch fixen bis Release
 
Schade, wenn es wirklich so ist. Gerade weil das Szenario so real ist in GTA, wäre es gut, da auch den Gore real zu halten. Es muss nicht Splatter sein, aber Realismus. Kann mir einfach nicht vorstellen, dass ein Teppich komplett ohne Blutlache oder ohne Spritzer an den Wänden bleiben, wenn man einen NPC in den Kopf schießt. Das ist einfach unglaubwürdig. Ich hoffe sehr, dass es dazu jetzt viel Feedback aus der Community direkt an Rockstar gibt, sodass die das noch fixen bis Release
Ist nur eine Vermutung, ich bin bei dir das System was RDR da hatte war eigentlich perfekt. Nur ist die Gewaldarstellung auch immer eine Stilfrage sieht man ja auch im Film
 
‘We Have To Be Careful’ - Rockstar on GTA 6’s Approach to Satire

Thirteen years is a long time. It can feel especially long when you’re developing a game in a series that loves nothing more than to satirize the times we live in. GTA 6 has the challenge, then, of not feeling out of touch with the world its trying to find the funny side of.

It’s something that Rob Nelson, co-studio head of Rockstar North is astutely aware. “That’s a question a lot of people ask: how do you deal with satire in today’s world?” he told IGN on an exclusive visit to the developer’s Scottish office.

“I think there’s always stuff to satirize. As long as humans are humans, other humans will figure out ways to satirize what we do. For us, because we work on such a long development cycle, we have to not jump on stuff and instead choose our angle of approach carefully and decide what things are going to be a bit more timeless. We’re not a TV show coming out every week or every month. We have to be careful that what we’re choosing to satirize is not going to feel dated in a weird way. I think those broader things are OK to satirize, but very specific political issues or memes will date fast. Even the way our characters speak we think about it a lot, so that they're not using extremely contemporary slang. Even though our characters are a certain age, they need to feel somewhat timeless.”

Being able to feel a connection with the two protagonists is a huge part of Rockstars’s games. They are, typically, people commits crimes and doing horrible things to one another, so creating a warmth toward them is a real challenge. This is something that Rockstar has decades of experience doing by now, though. Making sure they feel true-to-life when talking, and giving them believable, and somewhat relatable backgrounds is a huge part of this.

“Jason and Lucia as characters have rich backstories that we sometimes explicitly talk about, sometimes just allude to,” Nelson reveals. “I think there is enough detail there if you want to pay attention, but we also have purposely left them with some room for interpretation so that hopefully the connection can be enhanced between the player and these characters. That is maybe as important as it has ever been for these characters in particular because I think for this story to work for you, for you to buy into this relationship, you have to be able to connect with them in some way. Hopefully a good number of people will feel like they can do that.”

Satire, nor characters, are the aspects that Rockstar settles on first when developing a new Grand Theft Auto game, though. The origin point is the world, and, in the case of GTA 6, a return to Vice City.

“A lot of people ask how do you think about satire and what angle to use? But satire is not usually the first thing that we think about, it’s something that develops,” Nelson explains. “The first thing we think about is where are we going to set it? – OK, Miami and Florida – Vice City and Leonida. Then we go there and start meeting with as many different people as we can. We start figuring out what sorts of experiences we want the player to have, and what places we want them to go, and what types of people we want them to meet. Then we figure out what’s a good character set to take the player through that? Those are the big things. Then, we ask, ‘What do we want to improve upon that we did before?’ Certainly choice. Another big thing is trying to connect who you are in the narrative with who you are in the open world as much as possible, so it feels like one singular experience.”
Quelle

Liest sich für mich wie ein Text, der 3x die Rechtsabteilung durchflossen hat, bevor es das Go gab und leider so, als ob Rockstar etwas den Biss in Sachen Satire verloren hat. Wenn man sich im Vorfeld schon rechtfertigt und schon beim Schreiben der Dialoge Angst vor modernem Slang hat und politische Themen bewusst umschifft, nur um "zeitlos" zu bleiben, wirkt das eher wie vorgezogene Schadensbegrenzung als wie bekannte, GTA'esque Gesellschaftskritik.
 
Zuletzt bearbeitet:
‘We Have To Be Careful’ - Rockstar on GTA 6’s Approach to Satire


Quelle

Liest sich für mich wie ein Text, der 3x die Rechtsabteilung durchflossen hat, bevor es das Go gab und leider so, als ob Rockstar etwas den Biss in Sachen Satire verloren hat. Wenn man sich im Vorfeld schon rechtfertigt und schon beim Schreiben der Dialoge Angst vor modernem Slang hat und politische Themen bewusst umschifft, nur um "zeitlos" zu bleiben, wirkt das eher wie vorgezogene Schadensbegrenzung als wie bekannte, GTA'esque Gesellschaftskritik.​
Gemessen an den GTA-Online-Geschichten können wir davon ausgehen, dass die übliche satirische "GTA-DNA" in GTA VI sehr stark kastriert werden wird. Die Vergleiche hier sind zwar stark überzeichnet, treffen im Kern aber zu:
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Gemessen an den GTA-Online-Geschichten können wir davon ausgehen, dass die übliche satirische "GTA-DNA" in GTA VI sehr stark kastriert werden wird. Die Vergleiche hier sind zwar stark überzeichnet, treffen im Kern aber zu:
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Jeder valide Punkt des Videos disqualifiziert sich leider durch das dumme, homophobe, sexistische Incelgeheule zwischendrin. Anstrengend...
 
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Mag sein; ändert aber nichts daran, dass das Writing über die Jahre qualitativ schlechter geworden ist und auch die Artikel über das Spiel derzeit nichts anderes vermuten lassen. Natürrlich hoffe ich, dass dem nicht so sein wird. Allerdings wird HR-Culture und Co. auch vor Rockstar nicht Halt gemacht haben. Die Leute, die Rockstar erst zu Rockstar gemacht haben, sind immerhin zu sehr großen Teilen auch schon weg.
 
Man muss halt auch irgendwann mal akzeptieren das sich die Zeiten ändern und wir nicht mehr im Jahr 2005 leben. Wem das alles nicht passt, alles zu woke ist, dann die Spiele einfach nicht kaufen.
Wenn ich die Thumbnails von dem YouTube Kanal sehe reichts mir eigentlich schon. Wie kann man sich so einen Müll anschauen?
 
Mag sein; ändert aber nichts daran, dass das Writing über die Jahre qualitativ schlechter geworden ist und auch die Artikel über das Spiel derzeit nichts anderes vermuten lassen. Natürrlich hoffe ich, dass dem nicht so sein wird. Allerdings wird HR-Culture und Co. auch vor Rockstar nicht Halt gemacht haben. Die Leute, die Rockstar erst zu Rockstar gemacht haben, sind immerhin zu sehr großen Teilen auch schon weg.
Das ist einfach Zeitgeist bedingt, wir haben gewisse Dinge auch als Gesellschaft überwunden. Daher sind wir an einem Punkt, wo junge Zielgruppen manche Dinge auch nicht mehr wollen. Kernzielgruppe von GTA sind vor Allem junge Leute, weswegen in dem Spiel sicherlich auch eher deren Lebenswelt abgebildet wird, als die durchschnittliche von unserm Ü30 Club hier. Hab mir das Gameplay weitgehend angeguckt und gedacht, ah krass ich bin zu alt für manche der Themen. Sehe aber, wie das Schüler:innen von mir zum ausflippen bringen wird, weil die ihre Lebenswelt da total wieder erkennen. Glaube man muss dann manchmal auch akzeptieren aus Dingen herauszuwachsen.
Ansonsten hab ich gemerkt, dass ich es eben auch für sau schwierig halte den Blick auf die Gegenwart komödiantisch zu überziehen, wenn die Realität halt maximal absurd ist. Deswegen hielt ich Florida eigentlich für ein gutes Vorbild, weil es schlicht der absurdeste Staat zu sein scheint. Im Gameplayvideo wird der Fokus aber viel stärker auf dieses Gangsterding gelegt als mir lieb wär.
 
Man muss halt auch irgendwann mal akzeptieren das sich die Zeiten ändern und wir nicht mehr im Jahr 2005 leben. Wem das alles nicht passt, alles zu woke ist, dann die Spiele einfach nicht kaufen.
Mir gehts nicht um Wokeness, sondern darum, dass die GTA Reihe seit GTA3 eine der schärfsten gesellschaftskritischen Parodien der modernen Popkultur darstellt. Für mich ist das eine Frage von Kunstfreiheit. Genau wie Journalisten ihre Pressefreiheit brauhcen, um frei arbeiten zu können, muss man auch seine Kunst in Form eines Spiels komplett frei gestalten dürfen.

Ob narzisstische, skrupellose soziopathische CEOs, konservative & waffennarrische Politiker vs. rückgratlose liberale Politiker, realitätsferne Hollywood-Elite, südstaatenflagge tragender White-Trash, paranoide Aluhutträger, Sexismus als "Konsumgut", moralische Verlogenheit tief religiöser Politiker, die heimlich einer Homoaffäre nachgehen, Trevors Pansexualität, die tiefe, homophobe Unsicherheiten bei seinen Gegenübern entlarvt und und und ... all das sind Aspekte, die zum Nachdenken anregen und nicht despektierlich in das Spiel eingebaut wurden, sondern das Gegenteil von Despektierlichkeit lehren sollen.

Das sind auf den ersten Blick im Spiel viellleicht "spaßige" Gags, die aber in ihrer Gänze ein so umfangreiches satirisches Bild zeichnen, bzw. den USA einen Spiegel vorhalten, bei dem keiner ungeschoren davonkommt. Diese Satire fällt in ihrer Wirkung viel größer als ein bloßer Homo- oder rassistischer Joke aus, als welcher manche Punchline oder Phrase bei vielen Spielern vermutlich oberflächlich einfach so rüberkommt, und kann sich erst durch diesen extremen Biss überhaupt richtig entfalten.

Wenn man jetzt schon anfängt und versucht sich für Satire zu rechtfertigen, gewisse Themen ausklammert und nur noch mit Samthandschuhen anfasst, ist das für mich ein Zeichen, dass man sich nicht mehr traut, so ausufernd und "frei" zu arbeiten. Und genau damit bleibt am Ende ein riesiger Teil von dem, was GTA eigentlich ausmacht, auf der Strecke.

Das sind jetz nur meine Gedanken zum Interview und aus dem uns anerzogenen GTA, wie wir es kennen und mögen. Das heißt nicht automatisch, dass GTA VI am Ende zahm ausfallen wird, aber es ist eben eine Sorge von mir.
 
Das ist einfach Zeitgeist bedingt, wir haben gewisse Dinge auch als Gesellschaft überwunden. Daher sind wir an einem Punkt, wo junge Zielgruppen manche Dinge auch nicht mehr wollen. Kernzielgruppe von GTA sind vor Allem junge Leute, weswegen in dem Spiel sicherlich auch eher deren Lebenswelt abgebildet wird, als die durchschnittliche von unserm Ü30 Club hier. Hab mir das Gameplay weitgehend angeguckt und gedacht, ah krass ich bin zu alt für manche der Themen. Sehe aber, wie das Schüler:innen von mir zum ausflippen bringen wird, weil die ihre Lebenswelt da total wieder erkennen. Glaube man muss dann manchmal auch akzeptieren aus Dingen herauszuwachsen.​
Das sehe ich persönlich kritisch, weil gerade jüngere Leute immer stärker aus dem Hobby gepreist werden:
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Ich gehe schon davon aus, dass die AAA-Industrie sich langsam damit anfreunden muss, dass der Markt mittlerweile gesättigt ist und sich - gerade in EU / NA - nicht weiter vergrößern lässt. Im Zweifel wird der Markt sogar eher schrumpfen. Wachstumspotential sehe ich woanders und "woanders" hat bislang noch starke ökonomische Probleme, um überhaupt am Markt teilnehmen zu können. In digital only Zeiten (ggf. ohne regional pricing) und den sehr starken PSN-Beschränkungen sieht das eher düster aus.​
Ansonsten hab ich gemerkt, dass ich es eben auch für sau schwierig halte den Blick auf die Gegenwart komödiantisch zu überziehen, wenn die Realität halt maximal absurd ist. Deswegen hielt ich Florida eigentlich für ein gutes Vorbild, weil es schlicht der absurdeste Staat zu sein scheint. Im Gameplayvideo wird der Fokus aber viel stärker auf dieses Gangsterding gelegt als mir lieb wär.​
Florida - zumindest Miami - soll ja durchaus dystopische Züge haben. Vermutlich ist das hier stark überzeichnet, wird in Grundzügen wohl aber Kernwahrheiten abbilden:
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Mir gehts nicht um Wokeness, sondern darum, dass die GTA Reihe seit GTA3 eine der schärfsten gesellschaftskritischen Parodien der modernen Popkultur darstellt.
Mein Kommentar war nur auf das Video bzw. den YouTube Kanal bezogen. Hat mich kurz getriggert weil ich diese Debatte alles nur noch woke, gay, uglyfiziert usw. nicht mehr sehen kann. :Fresse:
Dein gepostetes Interview habe ich mir ehrlich gesagt noch nicht durchgelesen. ^^

Wenn man jetzt schon anfängt und versucht sich für Satire zu rechtfertigen, gewisse Themen ausklammert und nur noch mit Samthandschuhen anfasst, ist das für mich ein Zeichen, dass man sich nicht mehr traut, so ausufernd und "frei" zu arbeiten. Und genau damit bleibt am Ende ein riesiger Teil von dem, was GTA eigentlich ausmacht, auf der Strecke.

Das werden wir dann sehen ob es extrem weichgespült ist um nicht anzuecken, oder ob noch genug Satire enthalten ist. In den Leaks gab es doch schon Anspielungen auf die MAGA-Bewegung. Ich denke es wird schon einiges in der Richtung enthalten sein, aber ich wäre auch nicht überrascht wenn man da ein bisschen vorsichtiger/zurückhaltender geworden ist.
 
Das sehe ich persönlich kritisch, weil gerade jüngere Leute immer stärker aus dem Hobby gepreist werden:​
Das seh ich nicht so, Spiele waren noch nie so günstig wie heute, vor allem in der Gesamtheit wenn man bedenkt was diese Titel heutzutage nach kurzer Zeit schon nur mehr kosten und wie viel von Epic und Co. mehr oder weniger verschenkt wird.

Bei der Hardware siehts natürlich anders aus.
Ob narzisstische, skrupellose soziopathische CEOs, konservative & waffennarrische Politiker vs. rückgratlose liberale Politiker, realitätsferne Hollywood-Elite, südstaatenflagge tragender White-Trash, paranoide Aluhutträger, Sexismus als "Konsumgut", moralische Verlogenheit tief religiöser Politiker, die heimlich einer Homoaffäre nachgehen, Trevors Pansexualität, die tiefe, homophobe Unsicherheiten bei seinen Gegenübern entlarvt und und und ... all das sind Aspekte, die zum Nachdenken anregen und nicht despektierlich in das Spiel eingebaut wurden, sondern das Gegenteil von Despektierlichkeit lehren sollen.
Den Großteil davon hätte ich in dem gezeigten Gameplay schon in irgendeiner Form gesehen.
 
Das seh ich nicht so, Spiele waren noch nie so günstig wie heute, vor allem in der Gesamtheit wenn man bedenkt was diese Titel heutzutage nach kurzer Zeit schon nur mehr kosten und wie viel von Epic und Co. mehr oder weniger verschenkt wird.
80 Taler für die Broke Boii Version sind für junge Spieler im heutigen politischen Umfeld extrem viel Geld. Junge Menschen sehen mehr und mehr, wie Entry-Level-Jobs davonrauschen; dazu kommen immer höhere Lebenshaltungskosten, u.a. weil junge Menschen disproportional die fehlgeleitete Wohnungspolitik ausbaden müssen. AAA Spiele sind teuer. Der Markt, der für junge Menschen gerade deshalb interessant ist, ist der F2P- und Indie-Markt.
 
Mir gehts nicht um Wokeness, sondern darum, dass die GTA Reihe seit GTA3 eine der schärfsten gesellschaftskritischen Parodien der modernen Popkultur darstellt. Für mich ist das eine Frage von Kunstfreiheit. Genau wie Journalisten ihre Pressefreiheit brauhcen, um frei arbeiten zu können, muss man auch seine Kunst in Form eines Spiels komplett frei gestalten dürfen.

Ob narzisstische, skrupellose soziopathische CEOs, konservative & waffennarrische Politiker vs. rückgratlose liberale Politiker, realitätsferne Hollywood-Elite, südstaatenflagge tragender White-Trash, paranoide Aluhutträger, Sexismus als "Konsumgut", moralische Verlogenheit tief religiöser Politiker, die heimlich einer Homoaffäre nachgehen, Trevors Pansexualität, die tiefe, homophobe Unsicherheiten bei seinen Gegenübern entlarvt und und und ... all das sind Aspekte, die zum Nachdenken anregen und nicht despektierlich in das Spiel eingebaut wurden, sondern das Gegenteil von Despektierlichkeit lehren sollen.

Das sind auf den ersten Blick im Spiel viellleicht "spaßige" Gags, die aber in ihrer Gänze ein so umfangreiches satirisches Bild zeichnen, bzw. den USA einen Spiegel vorhalten, bei dem keiner ungeschoren davonkommt. Diese Satire fällt in ihrer Wirkung viel größer als ein bloßer Homo- oder rassistischer Joke aus, als welcher manche Punchline oder Phrase bei vielen Spielern vermutlich oberflächlich einfach so rüberkommt, und kann sich erst durch diesen extremen Biss überhaupt richtig entfalten.
Da haben wir doch aber das Problem, das sind genau die Dinge, die momentan scharfe Einschränkungen in den USA erleben, zwar immer noch stattfinden, aber sich dauernder Attacken seitens der Regierung ausgesetzt sehen. Will man als Unternehmen, dass am Ende Gewinn machen will, vielleicht vermeiden. Weil man auch einer großen Zahl der Spieler:innen damit auf die Füße treten würde und mindestens die Hälfte davon, scheint aus der Außenbetrachtung so, hat da auch keinen Sinn über sich selbst lachen zu können.
Abgesehen davon sehe ich Elemente dessen aber schon in dem Gameplay und ich glaube abschließend kann man das sowieso erst nach beenden der Story bewerten. Im gezeigten lag mir der Fokus klar zu sehr auf dem Gangster Kram, aber die gezeigten Locations lassen ja schon hoffen, dass da die wilden Florida Man Stories stattfinden und der perverse Immobilienmarkt Miamis bloßgestellt wird.

Wenn man jetzt schon anfängt und versucht sich für Satire zu rechtfertigen, gewisse Themen ausklammert und nur noch mit Samthandschuhen anfasst, ist das für mich ein Zeichen, dass man sich nicht mehr traut, so ausufernd und "frei" zu arbeiten. Und genau damit bleibt am Ende ein riesiger Teil von dem, was GTA eigentlich ausmacht, auf der Strecke.

Das sind jetz nur meine Gedanken zum Interview und aus dem uns anerzogenen GTA, wie wir es kennen und mögen. Das heißt nicht automatisch, dass GTA VI am Ende zahm ausfallen wird, aber es ist eben eine Sorge von mir.
Dem kann ich voll zustimmen, ich glaube aber auf Grund des Klimas und der größte von GTA, kann GTA sich das vielleicht nicht mehr erlauben. Das ist einfach zu groß geworden, im negativen Sinne. Aber sorgen wir aufs Beste :D

Das sehe ich persönlich kritisch, weil gerade jüngere Leute immer stärker aus dem Hobby gepreist werden:
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Ich gehe schon davon aus, dass die AAA-Industrie sich langsam damit anfreunden muss, dass der Markt mittlerweile gesättigt ist und sich - gerade in EU / NA - nicht weiter vergrößern lässt. Im Zweifel wird der Markt sogar eher schrumpfen. Wachstumspotential sehe ich woanders und "woanders" hat bislang noch starke ökonomische Probleme, um überhaupt am Markt teilnehmen zu können. In digital only Zeiten (ggf. ohne regional pricing) und den sehr starken PSN-Beschränkungen sieht das eher düster aus.​
Volle Zustimmung was die Übersättigung des Marktes angeht und bedingt auch zu dem Thema mit jüngeren Leuten. Gen Alpha, ganz klar, komplett Roblox, Minecraft und Fortnite. Das ist Gaming für die und da steckt auch nix tiefergehendes hinter. Spiele die nicht über Smartphone zugänglich sind, existieren für die Generation kaum im Alltag, als Kleinkind vielleicht noch Switch gespielt und jetzt eine PlayStation 4/5 für Fortnite und EA FC, aber mehr findet da nicht statt. Die ganz jungen davon, werden, durch Hardwarepreise sicherlich rausgehalten. Ausnahmen gibt es natürlich immer, aber ja da interpretiert eine Generation das Hobby gänzlich anders. Was das für Unternehmen bedeutet ist mir egal, ich sehe da eher ein Problem für die Zukunft. Wer entwickelt in so einer Generation denn neue Spiele? Neue Spieleideen, nicht immer nur aufgewärmtes, sondern mal was innovatives? Das wird spannend. Wie dann der Markt letztendlich reagiert, außer endlich gesundschrumpfen, das wird spannend.
Bei Gen Z würde ich hingegen sagen, die sind noch gut im Hobby angekommen und da finden ja auch die meisten Streamer statt. Da kommen bestimmt auch gute Spiele in der Zukunft raus. Wirtschaftlich starten die gerade erst in ihre kaufkräftigste Zeit, daher mache ich mir da auch keine Sorgen. Außer die, dass deren Interessen eben jetzt langsam die der Millennials überlagern und Spiele dadurch noch weniger für mich gemacht werden, weil in der Generation ja mit höherem Alter mehr Leute das Hobby verlassen.
Insgesamt stimme ich dir aber bei der düsteren Aussicht für den Markt zu.

Florida - zumindest Miami - soll ja durchaus dystopische Züge haben. Vermutlich ist das hier stark überzeichnet, wird in Grundzügen wohl aber Kernwahrheiten abbilden:
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Leider gerade keine Zeit zu schauen, aber alles was ich über Florida oder spezifischer Miami gelesen, von Bekannten gehört und online geschaut habe, würde mich auch bei der oder einer ähnlichen Überschrift rauskommen lassen.
 
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