Braucht Lara Abenteuer wirklich so eine starke emotionale Komponente oder reicht es die vorhandenen Charaktere glaubhafter wirken zu lassen?
Ich sehe da keinen entweder/oder. Für mich geht beides Hand in Hand. Menschen haben Emotionen und daher ist zwangsläufig daran gebunden Emotionalität zu bündeln, wenn man einen fiktionalen Charakter glaubwürdig machen kann.
Das verstehen gute Storyteller und deshalb hat auch Santa Monica guten Job mit Kratos geleistet und ND macht es seit jeher.
Die Zeit ist halt auch vorbei, wo eine Backgroundstory in 2 Zeilen passt, oder überhaupt keine wie bei Link und Mario.
Das waren dann Ikonen, die auch heute noch sehr gut funktionieren, aber auch weil sie nicht den Anspruch haben, deepes Storytelling vorzugaukeln. Bei Lara bin ich da halt zwiegespalten. Ist halt nicht mehr 90er, wo Sexsymbol der Nerds in engen Pants gegen T-Rex kämpfen kann und alle jubeln. Ich meine klar, manche wollen das und haben nur den Anspruch.
Ich fände etwas mehr deepness cool, aber halt nicht wie im Reboot, weil es da total cringe war. Meistens kam mir Lara einfach nur wie eine emotionsgestörte Psychopathin vor, die nicht mal richtig empathisch mit ihrem besten Freund umging.
Aber lasst uns gerne die Debatte im Blick behalten in Bezug auf das Remake. Ich bin echt gespannt, ob sie sie eindimensional belassen oder mehr Tiefe reinbringen. Wenn sie sie eindimensional belassen - was okay wäre, siehe oben Mario und Link - dann muss es vom Gameplay halt richtig richtig geil sein. So 08/15 darf es halt nicht sein. Entweder sie punkten in Story, oder im Gameplay. Beides wäre Meisterdisziplin. Im Reboot punkteten sie auf keiner Ebene meines Erachtens.