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In einem anderen Thread kam eine sehr interessante und ausführlich begründete Meinung zu The Last of Us Part II auf, die wir gerne auslagern möchten, um sie in Ruhe diskutieren zu können. Hier der Originale Post von @Godslayer_Machara
Hat The Last of Us Part II für euch narrativ funktioniert oder ging euch der Fokus auf Rache irgendwann zu weit? Hat euch der Perspektivwechsel bereichert oder eher aus der Geschichte gerissen? Und wie bewertet ihr den Umgang mit dem apokalyptischen Setting im Vergleich zu Part I?
Bitte sachlich bleiben unterschiedliche Sichtweisen sind hier ausdrücklich erwünscht. Wir wollen keinen bekehren sondern eventuell andere Sichtpunkte teilen!
Hier die Antwort von @ArcowOh, da hab ich gleich was ganz kontroverses.
The Last of Us Part II für PC. Abgebrochen hab ich an dem Punkt, wo Abby im Theater auftaucht, nachdem einige ihrer Leute getötet worden sind und dann noch ein bissl in den Rückblick von Abby rein gespielt, wo sie mit der einen Fraktion mit dem kleinen Jungen unterwegs ist.
Vorne weg. Part I hab ich sehr gerne gespielt. Story Aufbau war sehr gut, eine Pilzart von Cordyceps befällt die Menschheit und alles versinkt in einer Apokalypse, Menschen verändern sich sehr in ihren Grundzügen - was aufgrund von dramatischen Erlebnissen nachvollziehbar ist - und dann wird die letzte Hoffnung der Menschheit aufgrund von persönlichen Gefühlen zerstört.
Part II hat für mich stark angefangen mit dieser halboffenen Open World, da war schon die erste Enttäuschung, dass es nicht so weiter ging, sondern wieder so schlauchlevelmäßig wie in Part I. Abwechselnd immer wieder Loot Passagen, dann Passagen von Horden Menschen abschlachten - unterschiedlichster Parteien - dann mal Cordyceps Monster Passagen, usw.
Die Rachestory hat für mich ab dem Punkt nicht mehr funktioniert, wo eine gewisse Person getötet wird - was noch sehr nachvollziehbar ist, aufgrund was diese Person getan - aber dann abwechselnd so weiter geht: Was du hast meine Leute getötet? Jetzt töte ich deine! Was aufgrund das ich deine Leute getötet habe, hast du meine Leute getötet? Dann töte ich jetzt deine Leute!
Währenddessen rutscht das Apokalyptische Setting mit der absoluten Bedrohung vom Cordyceps derart in den Hintergrund, wo ich mich frage: Sacht mal bumst ihr wie die Karnickel, dass ihr euch gegenseitig - ohne auch irgendwie nachzudenken was mit der Menschheit passieren könnte - dermaßen abschlachtet?
Irgendwann hat mich das Narrativ dann derartig gestört und ab genervt, dass ich nach ~ 30 - 40h abgebrochen habe.
Hier dann nochmals die Antwort von @Godslayer_MacharaThe Last of Us II ist übrigens keine Rachegeschichte, Rache ist ein leitendes Motiv, aber die Geschichte ist eine von Besessenheit, Vergebung, Empathie, Perspektive und ja das gezeigt durch die Gewaltspirale die Rache ist. Aber die Geschichte behandelt sehr intensiv die Lösung an dem Problem. Dass dabei eine ludonarrative Dissonanz und etliche Längen nicht helfen bestreite ich aber auch nichtAber sorry will eigtl auch gar keine Diskussion zu dem Spiel anfangen, da bekomm ich böse Erinnerung, wie schlimm das alles bei release war.![]()
Genau darüber möchten wir hier sprechen:Ich kann die Story nur anhand dessen bewerten, in wie weit ich sie gespielt habe. Habe ja nicht umsonst dazu geschrieben, ab welchem Punkt ich das Spiel abgebrochen hatte und zu diesem Zeitpunkt wurde mir wenig: Vergebung, Empathie, Perspektive und erst recht null Lösung an dem Problem gezeigt, dies wohlgemerkt nach ~30h Spielzeit - wäre vermutlich kürzer, wenn ich nicht alles akribisch abgesucht hätte nach Loot.
Mein Hauptsächliches Problem ist eher, wie es wohl auch real ablaufen würde, man siehe nur Corona, was einem das Spiel schonungslos aufzeigt - dieses absolut unlogische, konträre Verhalten was die Menschheit an den Tag legen kann. Damit habe ich nicht nur digital ein Problem, sondern auch ein Reales.
Ja den Shit muss man hier auch nicht durch kauen, weder warum eine gewisse Person getötet worden ist, noch dass man sich über Abby echauffieren müsste. Da haben schon genug Spinner zu viel Aufmerksamkeit bekommen.
Hat The Last of Us Part II für euch narrativ funktioniert oder ging euch der Fokus auf Rache irgendwann zu weit? Hat euch der Perspektivwechsel bereichert oder eher aus der Geschichte gerissen? Und wie bewertet ihr den Umgang mit dem apokalyptischen Setting im Vergleich zu Part I?
Bitte sachlich bleiben unterschiedliche Sichtweisen sind hier ausdrücklich erwünscht. Wir wollen keinen bekehren sondern eventuell andere Sichtpunkte teilen!