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Microsoft richtet den Fokus bei kommenden Windows-11-Builds verstärkt auf die Optimierung der Systemleistung. Wie Mark Linton (Corporate Vice President für Windows & Devices) auf der IFA 2026 in Berlin mitteilte, arbeitet der Konzern unter anderem an kürzeren Hochfahrzeiten, einer rascheren Reaktion der Windows-Hello-Gesichtserkennung sowie einer besseren Effizienz auf Rechnern mit lediglich 8 GB Arbeitsspeicher. Exakte Messwerte bleibt das Unternehmen bislang jedoch schuldig.

Laut Linton gibt es beim Systemstart bereits spürbare Fortschritte. Auch die Entsperrung via Windows Hello soll künftig zügiger ablaufen. Diese Maßnahmen gehören zu einer Strategie, die grundlegende Funktionalitäten des Betriebssystems wieder stärker in den Mittelpunkt rückt. Die Verbesserungen sollen nach und nach über künftige Builds ausgerollt werden.

Mit dieser Ausrichtung reagiert der Konzern auf Kritik bezüglich des gewachsenen Ressourcenbedarfs von Windows 11. Reichten 8 GB Arbeitsspeicher für alltägliche Büroarbeiten lange Zeit aus, sind heute 16 GB RAM oder mehr der Standard bei Neugeräten. Vor diesem Hintergrund hebt Microsoft das Ziel hervor, Windows 11 auch für Systeme mit 8 GB RAM spürbar zu beschleunigen.

Welche konkreten Einsparungen beim Speicherplatz erreicht werden und wann die Umstellung abgeschlossen sein soll, ließ das Unternehmen offen. Bereits vor rund einem Monat hatte Microsoft angekündigt, den RAM-Bedarf des Betriebssystems zu verringern und die Performance auf schwächer ausgestatteten PCs zu heben.

Einige Anpassungen befinden sich bereits in der Ausrollung: So wird seit diesem Jahr das sogenannte „Low Latency Profile“ auf breiterer Basis eingesetzt. Es lastet den Prozessor beim Aufruf bestimmter Komponenten für knapp drei Sekunden stärker aus, damit Programmoberflächen zügiger reagieren. Das sorgt vor allem auf schwächeren Systemen für ein flüssigeres Bedienerlebnis. Ursprünglich für interne Systemfunktionen entwickelt, führt das Profil Messungen zufolge nun auch beim Öffnen des Startmenüs oder der Benachrichtigungen zu spürbar kürzeren Ladezeiten.

Damit vollzieht Microsoft einen Kurswechsel: Anstelle reiner Funktionserweiterungen oder neuer KI-Features stehen nun Tempo, Speichereffizienz und Reaktionsschnelligkeit im Vordergrund. Von dieser Überarbeitung dürften keineswegs nur Rechner mit 8 GB Arbeitsspeicher profitieren, sondern ebenso leistungsstärkere Systeme mit 16 oder 32 GB RAM.
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