Jason Chen, CEO von Acer, beruhigt die von steigenden RAM-Preisen verunsicherte Tech-Welt: Das Ende der Verknappung liegt deutlich näher, als die Speicherhersteller vermuten lassen. In Äußerungen, die von DigiTimes berichtet und von Portalen wie TechSpot sowie Tom’s Hardware aufgegriffen wurden, wies Chen Befürchtungen zurück, dass der RAM-Mangel bis 2030 andauern könnte. Solche Prognosen bezeichnete er als eigennützig.
Laut Chen sei eine dauerhafte Knappheit bis 2030 unmöglich. Das Angebot an Standard-Speicher wie DDR4 und DDR5 sei bereits gut aufgestellt. Engpässe beträfen aktuell hauptsächlich spezialisierte High-End-Komponenten – etwa LPDDR5X-9600 – oder bestimmte Nischen-Prozessoren.
Dennoch bedeutet dies keine sofortige Entwarnung für Konsumenten:
Letztlich dürfte die Wahrheit dazwischen liegen: Chens Annahme, dass neue Kapazitäten den Markt entspannen, ist plausibel. Dennoch bleibt seine Frist bis Mitte 2027 derzeit die mit Abstand optimistischste Prognose der Branche.
Laut Chen sei eine dauerhafte Knappheit bis 2030 unmöglich. Das Angebot an Standard-Speicher wie DDR4 und DDR5 sei bereits gut aufgestellt. Engpässe beträfen aktuell hauptsächlich spezialisierte High-End-Komponenten – etwa LPDDR5X-9600 – oder bestimmte Nischen-Prozessoren.
Vorwurf: Künstlich verknapptes Angebot zur Gewinnmaximierung
Chen geht über bloße Skepsis hinaus und wirft den Speicherproduzenten vor, Schätzungen zum Lieferengpass bewusst aufzubauschen. Ziel sei es, die extrem hohen Gewinnspannen abzusichern, die ihnen der aktuelle KI-Boom beschert. Hersteller wie Micron, SK Hynix und Adata hatten zuvor anhaltende Engpässe prognostiziert; der Adata-Chef stellte sogar ein Jahrzehnt lang hohe Preise in Aussicht. Für Chen sind diese Aussagen vor allem ein Mittel, um Margen künstlich auf hohem Niveau zu halten.Dennoch bedeutet dies keine sofortige Entwarnung für Konsumenten:
- Ende 2026: Chen rechnet damit, dass die PC-Preise bis ins vierte Quartal 2026 hinein um durchschnittlich 5 bis 20 Prozent steigen.
- Anfang 2027: Im ersten Halbjahr 2027 dürften sich die Preise vorerst stabilisieren.
- Ab Mitte 2027: Nach der Jahresmitte wird mit sinkenden Preisen gerechnet.
Gespaltene Reaktionen in der PC-Community
Die Rückmeldungen aus Foren wie TechSpot und ResetEra fallen gemischt aus. Während einige Nutzer Erleichterung zeigen, dass ihr vorhandenes System noch ausreicht, betrachten viele auch Chens Haltung kritisch. Da Acer im Februar selbst die Preise angehoben hat, bezweifeln Kritiker seine uneigennützigen Motive. Ein CEO mit gefüllten Lagerbeständen profitiere ebenfalls davon, den Markt zu beruhigen und den Kauf bestehender Hardware für 2026 schmackhaft zu machen.Letztlich dürfte die Wahrheit dazwischen liegen: Chens Annahme, dass neue Kapazitäten den Markt entspannen, ist plausibel. Dennoch bleibt seine Frist bis Mitte 2027 derzeit die mit Abstand optimistischste Prognose der Branche.